Steckbriefe für die Unzerschnittenen Verkehrsarmen Räume UZVR100

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Steckbriefe für die Unzerschnittenen Verkehrsarmen Räume UZVR100

 
UZVR100 (2000) - zum Vergrößern klickenGroße, durch Siedlung und Verkehrsinfrastruktur noch nicht zerschnittene Freiräume sind für Tierarten mit großen Raumansprüchen, aber auch für den Erholung suchenden Menschen von besonderer Bedeutung. Die historische Siedlungsentwicklung in Baden-Württemberg, aber auch die ungebrochene Zunahme des  Flächenverbrauchs durch wachsende Siedlungen und der Ausbau von Straßen und Schienenwegen haben ein Siedlungsnetz geschaffen, das große, unzerschnittene verkehrsarme Räume selten gemacht hat. Übernimmt man das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) festgelegte Kriterium einer Größe der verkehrsarmen Räume von mehr als 100 km², so befinden sich (bei großzügiger Auslegung dieses Kriteriums; siehe „Überblick und Struktur“) in Baden-Württemberg noch 20 solcher Räume.  Diese zu beschreiben und zu charakterisieren ist das Ziel der hier zusammengestellten
 
Steckbriefe für die Unzerschnittenen Verkehrsarmen Räume über 100 km² (UZVR100) in Baden-Württemberg. 

Vergleichbare Informationen bieten auch die Länder Thüringen, Bayern und Hessen an.
 
 
Methodik
Die Ermittlung der UZVR100 für das Bundesland Baden-Württemberg erfolgte geometrisch auf der Grundlage des Digitalen Landschaftsmodells im Amtlich Topographisch Kartographischen Informationssystem (ATKIS DLM 25/2) sowie unter Berücksichtigung von Verkehrsstärkedaten.

Als zerschneidend wurden folgende räumlichen Objekte herangezogen:
  • alle Siedlungsflächen,
  • alle Straßen ab einer Verkehrsstärke von 1.000 Kfz/24 Std.,
  • zweigleisige und elektrifizierte eingleisige Bahnstrecken (nicht stillgelegt) sowie
  • Flughäfen.
  • Tunnel ab einer Länge von 1000 m wurden als entschneidend berücksichtigt (der jeweilige Straßen- bzw. Schienenabschnitt wurde aus der Geometrie entfernt).

Die so konstruierten UZVR100 unterscheiden sich somit von den "Unzerschnittenen Räumen mit hohem Wald- und Biotopanteil", wie sie im Landesentwicklungsplan 2002 dargestellt sind. Zum einen basiert die neue Geometrie auf aktuellen und genaueren Daten°, zum anderen beruht sie auf der bundesweit einheitlichen Methodik des von der Umweltministerkonferenz empfohlenen Indikators "Landschaftszerschneidung". Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf den entsprechenden Seiten des Umweltbundesamtes.



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°Die Darstellung im Landesentwicklungsplan 2002 basiert auf einer nicht-geografischen Knoten-Kantenstruktur, auf Verkehrsstärken aus dem Jahr 1990 sowie auf einer Kartengrundlage für großflächige Waldgebiete im Maßstab 1: 200 000. Die hier veröffentlichten UZVR100 beruhen auf Verkehrsstärkedaten aus dem Jahr 2000, welche dem geografisch verortete ATKIS-Straßennetz zugeordnet sind.



Karte der UZVR100 als pdf zum download (ca. 1 MB)
 

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