Vereinfachte Umweltmanagementansätze

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Vereinfachte Umweltmanagementansätze

 
Viele kleine und mittlere Unternehmen haben erkannt, wie wichtig der betriebliche Umweltschutz für die Unternehmensentwicklung ist. Schließlich sind damit meist erhebliche Kosteneinsparungen verbunden.

Oft fehlen jedoch die Zeit und das Wissen, ein systematisches Umweltmanagement wie EMAS im Betrieb aufzubauen. Eine gute Gelegenheit, hier dennoch nicht den Anschluss zu verlieren, bieten vereinfachte Umweltmanagementansätze, von denen es mittlerweile eine ganze Reihe in Deutschland gibt. Bei allen Modellen werden einzelne Bausteine des Umweltmanagements (z.B. eine erste Bestandsaufnahme, die Formulierung von Umweltleitlinien oder das Festhalten einzelner Verbesserungsmaßnahmen in einem Umweltprogramm) umgesetzt - vielfach auch als Gruppenansatz mit anderen Unternehmen zusammen. In der Regel wird auf eine externe Validierung bzw. Zertifizierung verzichtet oder die abschließende Kontrolle erfolgt kostengünstig durch eigens geschulte Auditoren. Die meisten vereinfachten Umweltmanagementansätze bilden Vorstufen zu EMAS oder ISO 14001 und eignen sich deshalb gut für einen schrittweisen Einstieg ins Umweltmanagement.

Zu den bekanntesten Ansätzen zählt „ÖKOPROFIT". Hier handelt es sich um ein Kooperationsprojekt von Kommunen und ansässigen Firmen, das sich durch eine Kombination von Vor-Ort-Beratungen (meist drei Tage durch einen fachkundigen Unternehmensberater) und gemeinsamen Workshopterminen (meist sechs bis acht halbtägige Termine zu bestimmten Umweltschutzthemen) auszeichnet. Ziel ist es, mit begrenztem Aufwand einfach umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln, mit denen das Betriebsergebnis spürbar verbessert werden kann. „ÖKOPROFIT" wird dabei oftmals als Baustein einer Lokalen Agenda 21 genutzt. In Baden-Württemberg haben bislang die Städte Esslingen, Ulm, Biberach und Sigmaringen Aktionsrunden mit ansässigen Unternehmen und Einrichtungen erfolgreich durchgeführt. In Heidelberg  wurde zudem in Form des eigenständigen Projekts „Nachhaltiges Wirtschaften" ein ähnlicher Ansatz entwickelt.

Eine Fördermöglichkeit für diese Form des Umweltmanagements bietet das Programm ECOfit des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Auch hier ist eine Projektträgerschaft, beispielsweise durch eine Kommune oder einen Verband, erforderlich. ECOfit selbst umfasst drei Programmteile:
  • Eine Serie von Workshops für Unternehmen zu verschiedenen Themen des betrieblichen Umweltschutzes, wie Abfallmanagement, Wassereinsatz, Luftreinhaltung, Energieeinsparung, etc.
  • Eine individuelle 2-tägige Umweltschutzberatung der Unternehmen durch erfahrene Umweltberater
  • Eine Betriebsbegehung durch eine unabhängige Kommission (Mitglieder: IHK, HWK, Vertreter der Kommune, Berater, etc.) sowie Verleihung einer Urkunde durch den Projektträger.
 

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