Naturräume
Der Zerschneidungsgrad der Naturräume Baden-Württembergs schwankt zwischen 67,08 km² im Naturraum "Grindenschwarzwald und Enzhöhen" und 0,76 km² im Naturraum "Hochrheintal". Weitere sehr stark fragmentierte Naturräume sind die "Neckar-Rhein-Ebene" (1,09 km²), die "Stuttgarter Bucht" (1,20 km²) und die "Bergstraße" (1,34 km²). Naturgemäß sind die Gebiete im Schwarzwald weniger stark von Zerschneidung betroffen und haben daher höhere Werte der effektiven Maschenweite. Eine Ausnahme bildet der Naturraum "Schwarzwald-Randplatten" mit einem Wert von 5,66 km². Durch seine Lage am Nordostrand des Schwarzwaldes macht sich hier die intensive Verkehrserschließung in Richtung Karlsruhe und Stuttgart bemerkbar. In der linken Karte (s. unten) wird die räumliche Verteilung der Zerschneidung erkennbar, sie zeigt, dass die Naturräume im Umkreis der Städte Stuttgart und Mannheim sowie entlang der Flußtäler stärker zerschnitten sind als Räume im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb.
Betrachtet man die Entwicklung der Landschaftszerschneidung (s. rechte Karte), so variiert diese in den Teilräumen beträchtlich. Es gibt Naturräume in denen die Effektive Maschenweite bis zu 70% in den vergangenen 70 Jahren abgenommen hat. Am stärksten betroffen ist die "Neckar-Rheinebene" mit einem Rückgang von 72,89%. Die Naturräume "Hessische-, Markgräfler- und Offenburger Rheinebene" verzeichnen ebenfalls eine hohe Zunahme der Zerschneidung um jeweils 67%. Diese stark negative Entwicklung in Naturräumen, die sehr wertvolle Lebensräume enthalten, ist besonders bedenklich. Wie das unten stehende Diagramm zeigt, hat sich die Situation seit 1998 generell verschlechtert. Lagen damals noch die Rückgangsraten hauptsächlich in den Kategorien bis 40 %, so ist nun eine Verschiebung der Werte in Richtung höherer Rückgänge erkennbar. Sehr hohe Rückgangsraten zeigen sich auch im Hinterland des Bodensees und im Albvorland. Der Naturraum "Grindenschwarzwald- und Enzhöhen" liegt mit einem Rückgang von nur 7,81% als einziger größerer Naturraum* unterhalb der 10% Marke und verzeichnet eine sehr moderate Entwicklung des Zerschneidungsgrades.

Tabelle mit allen Werten der effektiven Maschenweite für die Naturräume als pdf
Karte der effektiven Maschenweite der Naturräume (2004) als pdf
Karte der Entwicklung der effektiven Maschenweite als pdf
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*Alle anderen Naturräume die unterhalb 10% liegen sind auf Grund ihrer Grenzlage sehr klein.