Biomasse-Feuerungsanlagen

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Biomasse-Feuerungsanlagen

 
Die Förderung nachwachsender Brennstoffe aus Klimaschutzgründen, steigende Preise für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas sowie die Sorge um die Versorgungssicherheit machen die Verbrennung von Holz in Kleinfeuerungsanlagen zunehmend interessant.
Allerdings ist der Einsatz des Brennstoffes Holz nicht problemlos. Die Emissionen von Feinstaub und chemischen Verbindungen unvollständiger Verbrennung liegen im Vergleich zu Öl und Gas signifikant höher, insbesondere beim Einsatz in alten, schlecht gewarteten Öfen und bei schlechten Verbrennungsbedingungen. Unter den emittierten Stoffen befinden sich zum einen krebserzeugende Verbindungen wie Benzol, polyzyklische Aromaten (PAK) und polychlorierte p-Dibenzodioxine und –furane (PCDD/F), zum anderen geruchsintensive Stoffe wie Aldehyde und Phenole, die zu Belästigungen in der Nachbarschaft führen können.

UBA-Forschungsprojekt „Ermittlung und Minderung der Emissionen krebserzeugender und weiterer besonders gesundheitsgefährdender Stoffe bei Kleinfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe“ (FKZ 203 44 358)
In diesem Projekt wurden von der LUBW die in der Literatur beschriebenen Emissionen krebserzeugender und besonders gesundheitsgefährdender Stoffe aus Kleinfeuerungsanlagen für Festbrennstoffe in einer Gesamtschau für verschiedene Anlagentypen erhoben und durch eigene Messprogramme ergänzt. Aus diesen Daten wurden eine Emissionsbilanz für Deutschland für das Jahr 2003 erstellt und die Ergebnisse mit den Emissionsdaten aus anderen Quellgruppen verglichen. Weiterhin wurde eine Prognose für den Zeitraum bis 2020 unter Verwendung zweier Szenarien berechnet, um aufzuzeigen, wie sich der zu erwartende vermehrte Einsatz insbesondere von Brennholz in Kleinfeuerungsanlagen bei gleichzeitiger Verbesserung der Anlagentechnik auf die Emissionen auswirken wird.

LUBW-Projekt: „Entstaubung und Optimierung der katalytischen Emissionsverminderung von Rauchgasen aus holzbetriebenen Klein- und Kleinstfeuerungen
Im oben genannten UBA-Forschungsprojekt wurden bereits Messungen an einem einfachen Abgaskatalysator bei einem Kachelofen-Heizeinsatz durchgeführt und Emissionsminderungen bis über 50 % festgestellt. In einem weiteren Projekt soll die Aktivität des Katalysators optimiert und auch der Anfahrbetrieb bei kaltem Ofen verbessert werden. Zusätzlich soll noch eine Abscheidung von Partikeln in den Abscheider integriert werden.
Das Projekt wurde im April 2006 begonnen und wird Ende 2007 abgeschlossen sein.

LUBW-Projekt: "Einsatz von Sensortechnik zur Überwachung von Holzfeuerungen"
Holzfeuerungen werden in der gesetzlichen Überwachung nur durch Kurzzeitmessungen überwacht. Messungen über längere Zeiträume finden nur auf Prüfständen und in Feldversuchen im Rahmen aufwändiger Forschungsvorhaben statt.
Ziel des Projekts ist es, ein System aus vorhandener bzw. modifizierter Sensortechnik zu entwickeln, mit dem Daten über das reale Emissionsverhalten von Holzfeuerungen im Feldversuch gewonnen werden können.
Das Projekt wurde im Dezember 2006 begonnen und wird im Oktober 2007 abgeschlossen sein.
 

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Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz :