Funkwellen und Gesundheit

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Funkwellen und Gesundheit

 
Funkwellen dringen in den Körper ein und erwärmen das Gewebe. So kann die Temperatur im Kopf bei Nutzung eines Handys im D-Netz um maximal 0,1 Grad Celsius steigen. Der Körper gleicht dies problemlos aus, die Gesundheit wird nicht beeinträchtigt.

Seit mehr als 30 Jahren wird untersucht, ob Funkwellen des Mobilfunks einen „Elektrosmog" verursachen, der für Kopfschmerzen, Migräne, Müdigkeit, Schlaflosigkeit oder sogar Krebs verantwortlich sein könnte. Mehrere Hundert epidemiologische Studien mit Betroffenen sowie Tier- und Reagenzglasexperimente wurden weltweit durchgeführt. Einige dieser Studien genügen strengen wissenschaftlichen Kriterien nicht. Insgesamt kann die Forschung eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Mobilfunk nicht bestätigen.

Auch das jüngst abgeschlossene Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) hat keine Belege für die diskutierten Einflüsse der Mobilfunkwellen erbracht. Die zahlreichen Studien der Jahre 2002 bis 2008 fanden keine Auswirkungen auf den Schlaf, die Hirnleistung, die Blut-Hirn-Schranke, Immunparameter, die Fortpflanzung, die Entwicklung, die Verarbeitung von visuellen oder akustischen Reizen, die Entstehung von Krebserkrankungen, Tinnitus oder Kopfschmerzen. Es gibt auch keine Hinweise auf andere gesundheitsrelevante Veränderungen oder Langzeitwirkungen der Mobilfunkwellen.

Vereinzelte Berichte über Krebserkrankungen, insbesondere Hirntumore, in der Nähe von Basisstationen beruhen auf lokalen Zählungen und berücksichtigen nicht, dass Krebs generell mit örtlich verschiedener Häufigkeit auftritt. Die größte epidemiologische Studie zu Hirntumoren und Funkwellen ist die Interphone-Studie, an der zahlreiche Länder aus aller Welt teilnehmen. Aktuell verfügbare Ergebnisse liefern keinen Beleg für einen Zusammenhang von Mobilfunk und Hirntumoren. Trotz der rasanten Verbreitung des mobilen Telefonierens hat es keine Zunahme von Hirntumoren gegeben.
 

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