Kurzbeschreibung

zum Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft   zum Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz   zum Ministerium für Verkehr und Infrastruktur  

Schneeglöckchen - Galanthus nivalis Linnaeus 1753

KurzbeschreibungVerbreitung Gefährdung und SchutzFFH-Richtlinie Zusammenfassung
(pdf; 0,3 MB)


Schneeglöckchen (Bild: W. Schubert)
Vorkommen des Schneeglöckchens im Lautertal (Bild: K.-H. Harms)
Das Schneeglöckchen, das zu den Narzissengewächsen zählt, besitzt einzeln stehende, nickende, weiße, dreizählige Blüten und zwei grundständige, linealische, blaugrüne Blätter. Die Art wurde in Mitteleuropa als Zierpflanze kultiviert. Die Kulturform ist häufig verwildert, so dass sie heutzutage auch außerhalb von Parks und Gärten zu finden ist. Bestände der ursprünglichen Wildform, die also nicht vom Menschen angesiedelt wurden, sind in Deutschland extrem selten.

Maße und Zahlen
Wuchshöhe: max. 20 cm
Blütezeit: ursprüngliche Bestände März bis April
Lebensdauer: mehrjährig


Lebensraum
Ursprüngliche Bestände der Wildform bevorzugen nährstoffreiche, tiefgründige und humose Mullböden. Auf der Schwäbischen Alb wächst die Art an mäßig frischen Stellen in Schluchtwäldern.

Lebensweise
Schneeglöckchen, die auf Auswilderungen der Kulturform zurückgehen, neigen zu büscheligem Wuchs, während Exemplare, die einen lockeren, rasigen Wuchs aufweisen, als ursprünglich eingestuft werden. Die Art überdauert als Zwiebel den Winter. Während die Kulturform schon im Februar zu blühen beginnt, blühen die Exemplare an ursprünglichen Standorten etwas später. Die Art neigt vermutlich zur Selbstbestäubung. Die Fruchtreife ist im Mai oder Juni. Die Samen besitzen ein fettreiches Anhängsel, was Ameisen dazu bringt, die Samen in ihren Bau zum Verzehr zu tragen. Auf diese Weise werden die Samen des Schneeglöckchens verbreitet.


Seitenanfang Seite drucken