Durchführung der Messungen
Die Messungen erfolgten frequenzaufgelöst. Das bedeutet, dass die erfassten Signale entsprechend ihrer Frequenz dem jeweiligen Verursacher wie zum Beispiel Mobilfunkbasisstationen, Fernseh- und Rundfunksendern zugeordnet werden können. Besonderer Schwerpunkt wurde diesmal auf die Erfassung der Signale neuer Techniken wie des digitalen Rundfunks (DAB), Fernsehen (DVB-T) sowie Polizei und Feuerwehrfunks (BOS) gelegt. Auch beim Mobilfunk wurde die für schnelle Datenübertragung geeignete Technik UMTS gesondert erfasst und bewertet.
In den vier Untersuchungsgebieten Stuttgart, Heidelberg-Mannheim, Freiburg und Oberschwaben (siehe Karte) wurden die Feldstärken der dort einwirkenden hochfrequenten elektromagnetischen Wellen in einem vorgegebenen Gitternetz mit 2 Kilometer Maschenweite erfasst, dokumentiert und wissenschaftlich bewertet. Die Messorte waren unabhängig vom Standort der Funksendeanlagen festgelegt. Die Anzahl der Messpunkte in einer Gemeinde ist nur von ihrer flächenmäßigen Ausdehnung abhängig.
Das Konzept der Rastermessung ermöglicht Aussagen über die typischen Einwirkungen von Funkwellen auf die Bevölkerung. Die Ergebnisse sind repräsentativ für das Land Baden-Württemberg. Details zur Durchführung der Messungen und zur Auswertung können Sie dem
wissenschaftlichen Bericht entnehmen.
Abbildung: Lage der vier Untersuchungsgebiete der Funkwellen-Messprojekte 2003 und 2009 in Baden-Württemberg. Die Messungen erfolgten in städtisch und ländlich geprägten Regionen. Zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken.