Projekt 19: Sanierung von Sickerwasserleitungen
(Deponie Tuningen - Sanierung des Südgrabenableiters)
Jahr der Durchführung: 2009-2010

Kurzinfo Deponiedaten:
| Art der Deponie: | DK I / DK II |
| Stilllegungsphase: | 2005 |
| Fläche: | 20,5 ha |
| Gesamtvolumen: | 2,6 Mio. m3 |
Bei einer Sickerwassersanierungsmaßnahme auf der Deponie Tuningen wurde eine an mehreren Stellen eingestürzte Leitung festgestellt. Herkömmlicherweise müssten an allen Einsturzstellen Baugruben bis zu 40 m Tiefe im Müllkörper abgeteuft werden.
Die aufgezeigte Verfahrentechnik wurde bei der Sanierung einer Deponiesickerwasserleitung so noch nicht angewandt und stellte für den Auftraggeber ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei der Ausführung dar.
Grundsätzlich kann das Pressbohrverfahren bei der Sanierung von geradlinigen Deponieentwässerungsleitungen eingesetzt werden. Dies kann als Ergänzung bereits etablierter Verfahren wie z.B. Einsatz von Gestängen für das statische Berstlining, den Einsatz von Kanalroboter zur Durchführung von Fräsarbeiten oder im Einzelfall auch in separater Ausführung erfolgen.
Das durchgeführte Projekt war jedoch von dem Umstand einer Havarie geprägt, sodass die Variante einer ungesteuerten Sondierungsbohrung mit einem 38 mm dicken Einfachgestänge zusätzlich erprobt wurde.
Beide Verfahren hatten die Aufgabe Einstürze in einer Steinzeugleitung mit Durchmesser 150 mm zu überbohren und der ursprünglichen Trassenführung zu folgen, um im Nachgang ein Zugseil für das Berstlining-Verfahren einziehen zu können. Diese Aufgabe hat nur der Einsatz des 38 mm starken Sondiergestänges erfüllt. Die für das Pilotprojekt vorgesehene teilgesteuerte Bohrung mit einem Durchmesser von 114 mm hat dahingehend versagt, als dass die Kontrollmechanismen den Verlauf der Bohrung zwar exakt wiedergegeben haben, jedoch nicht erkannt wurde, dass die Bohrung die Leitungstrasse verlassen hat, bzw. keine Altrohrleitung zur Führung vorhanden war. Die Randbedingungen, unter denen ein Einsatz des Pressbohrverfahrens erfolgen kann, sind im Abschlussbericht enthalten.
| Antragsteller: | Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis Amt für Abfallwirtschaft Am Hoptbühl 2 78048 Villingen-Schwenningen Telefon: 07721/913-0 Fax: 07721/913-8900 Homepage |
| Ausführung: | ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH Büro Urbach Größenwiesenweg 28; 73660 Urbach Tel.: 07181/995203 Fax.: 07181/995204 Homepage |
| Abschlussbericht: | Download. pdf |