Abfallvermeidung in Baden-Württemberg

Die Bundesländer können sich an der Erstellung des nationalen Abfallvermeidungsprogramms durch eigenverantwortliche, länderspezifische Beiträge beteiligen oder auch eigene Abfallvermeidungsprogramme erstellen. Baden-Württemberg hat sich dafür entschieden, mit eigenen Beiträgen an dem nationalen Abfallvermeidungsprogramm mitzuwirken. Zur Entwicklung von eigenen länderspezifischen Beiträgen hat die LUBW die Studie „Ideen für mögliche Maßnahmen zur Abfallvermeidung“ beauftragt. Im Fokus der Studie stehen Ideen für Abfallvermeidungsmaßnahmen, die speziell auf den Handel, das Gewerbe und die Industrie Baden-Württembergs ausgerichtet sind.

Neben den eigenen länderspezifischen Beiträgen zum nationalen Abfallvermeidungsprogramm will das Land Baden-Württemberg, die in dieser Studie vorgeschlagenen Ideen zusammen mit den jeweils betroffenen Verbänden und Unternehmen zu konkreten Maßnahmen weiter entwickeln, um daraus auch länderspezifische Programme abzuleiten.

Hierzu wurden in Baden-Württemberg in den Jahren 2014 bis 2016 mehrere Expertengespräche und Workshops durchgeführt. Im Bereich der Baubranche entstand im Ergebnis eines Workshops z. B. ein Leitfaden zur Abfallvermeidung in der Baubranche, der vor allem an private Bauherren, Architekten, Baufirmen und alle sonst am Bau Beteiligten gerichtet ist. Darüber hinaus wurden bzw. werden bereits zahlreiche Maßnahmen zur Abfallvermeidung, überwiegend in Form von Innovationsunterstützung und Know-how-Transfer gefördert. Diese Aktivitäten zielen auf eine möglichst große Ressourcenschonung, Ressourceneffizienz und ein insgesamt nachhaltiges Wirtschaften ab.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse aus diesen zahlreichen Einzelprojekten werden in den Abfallwirtschaftsplänen – Teilplan 1 "Gefährliche Abfälle" und - Teilplan 2 "Siedlungsabfälle" für Baden-Württemberg berücksichtigt. Abfallwirtschaftspläne sind aufgrund europarechtlicher und bundesrechtlicher Vorgaben in jedem Bundesland aufzustellen.

Ein wichtiges Thema im Bereich Abfallvermeidung ist der Umgang mit Kunststoffen. Das Umweltministerium hat deshalb die Projektgruppe „Kunststoffe und Verpackungen“ ins Leben gerufen, die als zentrale Anlaufstelle in Sachen Plastikvermeidung und nachhaltige Ressourceneffizienz fungiert. Kunststoffe sind in einer Vielzahl von Produkten und Lebensbereichen zu finden. Dabei gibt es Bereiche, in denen es keine Alternativen gibt, wie z. B. in der modernen Medizin. Es gibt aber sehr viele Anwendungen, in denen der Einsatz von Kunststoffen vermeidbar, überflüssig oder mittlerweile sogar verboten ist, zum Beispiel bei bestimmten kurzlebigen Einwegprodukten. Das Kunststoff-Sparbüchle gibt einen Überblick über Kunststoffe im Allgemeinen und gibt Tipps und Anregungen zur Vermeidung.

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Leitfaden „Abfallvermeidung in der Baubranche"

Aufgrund der mit über 50 % des Gesamtabfallaufkommens hohen Mengen an mineralischen Abfällen, insbesondere an Bauabfällen, hat das Bewusstsein der Abfallvermeidung in der Baubranche einen besonderen Stellenwert und bekommt daher im Rahmen der Ressourcenschonung und des Umweltschutzes eine hohe Bedeutung. Nicht zuletzt ist die Abfallvermeidung die erste und damit wichtigste Hierarchiestufe in der Kreislaufwirtschaft. Neben der „echten“ Abfallvermeidung spielt in der Baubranche dabei aber auch eine wichtige Rolle, Bauabfälle aufzubereiten und als Sekundärrohstoffe oder -energieträger zu verstehen, um der Ressourcenschonung von natürlichen Rohstoffen gerecht zu werden. Auch hier ist die Bauwirtschaft ein maßgebender Bereich. Neben diesem Sekundärrohstoffprinzip sind aber auch die Wiederverwendung oder Vorbereitung zur Wiederverwendung ein indirekter Baustein der Abfallvermeidung, da somit keine „neuen“ Abfälle erzeugt werden.

Die LUBW hat hierzu in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg unter der Beteiligung verschiedener Akteure aus der Baubranche in 2014/2015 zunächst in einem Workshop zur Abfallvermeidung in der Baubranche Ideen gesammelt und diskutiert. Im Ergebnis dieses Workshops entstand 2016 eine Broschüre zur Abfallvermeidung in der Baubranche, die insbesondere den Bauherren und Bauherrinnen als maßgebende Weichensteller, aber auch anderen am Bau Beteiligten Möglichkeiten, Ideen und Anregungen geben soll, Abfallvermeidung in ihren Bauvorhaben zu adaptieren und damit sowohl eine ökologische als auch ökonomische Motivation zum aktiven Beitrag im Ressourcenschutz und zur Nachhaltigkeit zu geben. Die Broschüre ist an den Bürger als Bauherr oder als Bauherrin und alle am Bau Interessierten und Beteiligten gerichtet.

Abfallvermeidung in der Baubranche

Dem Thema „Vermeidung“ von Bodenaushubabfällen kommt insbesondere aufgrund der dabei anfallenden Massenströme eine ganz hohe Bedeutung zu. Unter dem Begriff des „Flächenmanagements“ bei der Bebauung und Erschließung von Flächen, das sich durch Ausgleich des anfallenden Erdmassenaushubs kennzeichnet, kann nicht nur „echte“ Abfallvermeidung geleistet werden, sondern damit einhergehend auch wertvoller Deponieraum geschont und der Ausbau von neuem Deponieraum „vermieden“ werden.

Sowohl der Gemeinde in ihrer Funktion als öffentliche Planungsträgerin oder Bauherrin als auch privaten Bauleuten und Investoren bringt es einen unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen, Bodenaushub zu vermeiden. Materialtransport und -entsorgung werden auf das notwendige Minimum begrenzt.

Baumaßnahmen sind jedoch in der Regel mit starken Eingriffen in den Bodenkörper verbunden. Da Bodenaushub nicht vollständig vermieden werden kann, sollte geprüft werden, ob der Aushub als Rohstoff, Erdbaustoff oder Kulturboden verwertbar ist.

Es gilt, eine standort- und substratgerechte Verwertung von Bodenmaterial zu erreichen.

Wenn das bei Baumaßnahmen anfallende Bodenmaterial keine erhöhten Schadstoffgehalte aufweist, kann es im Baugebiet selbst verwertet werden. Der angestrebte Erdmassenausgleich kann bei einer geringeren Aushubtiefe und gleichzeitig höher gesetztem Erschließungs- und Geländeniveau erreicht werden.

Erdmassenausgleich im Gewerbebau im Rhein-Neckar-Kreis

Abbildung: Erdmassenausgleich bei Neubauten (© Hagelauer Consult, Walldorf)

Das Bild zeigt schematisch den vorzunehmenden Erdmassenausgleich bei Errichtung eines Bürokomplexes.

Für den Neubau von 13 Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie drei Parkhäusern war auf einer Baufläche von rund 90 ar eines Großkonzerns ein Massenausgleich für Bauaushub im Zuge der Umfeldgestaltung zu realisieren. Hierzu waren insgesamt rund 35.000 m³ Bodenmaterial so umzulagern, dass eine optimale Übereinstimmung zwischen den unterschiedlichen Aushubböden und den Anforderungen in den Wiedereinbaubereich (Straßenkörper, Parkflächen, Geländeauffüllungen, Teichanlagen) sichergestellt war.

Erdmassenausgleich im Neubaugebiet Walldorf-Ost

Bei der Verwertung des anfallenden Bodenaushub direkt im Wohngebiet ergeben sich für die einzelnen Bauherren Einsparungen hinsichtlich der nicht anfallenden Entsorgungskosten und geringeren Baugrubentiefe. Ebenso muss durch den Erdmassenausgleich innerhalb des Neubaugebietes kein Bodenmaterial für Geländeauffüllungen angekauft werden. Zur Unterstützung des Bodenmanagements können Bodenbörsen eingerichtet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Neubaugebiet Walldorf-Ost (© Hagelauer Consult Walldorf)

Das Foto zeigt einen Ausschnitt des Neubaugebiets Walldorf-Ost. Im Vordergrund ist das noch unbebaute, tiefer liegende Urgelände zu erkennen. Dahinter erstrecken sich die höher angeordneten Erschließungsstraßen mit der Neubebauung.

Bei der Planung des Neubaugebietes Walldorf-Ost galt als oberstes Projektziel die Vermeidung von Bodenaushub durch Erdmassenausgleich und Verwertung von Bodenaushub innerhalb des Baugebiets. Als Grundlage für die Prüfung und Planung eines Erdmassenausgleichs musste eine flächendeckende geologische, geotechnische und schadstoffanalytische Voruntersuchung durchgeführt werden. Das Niveau der Erschließungsstraßen wurde ca. 1,5 m über dem Urgelände angeordnet. Dadurch wurde die Möglichkeit geschaffen, das beim Aushub des Kellers anfallende Bodenmaterial (Unterboden) auf dem Grundstück weitestgehend zu belassen, um den erforderlichen Ausgleich der Geländehöhe herzustellen.

 


Weitere Maßnahmen zur Abfallvermeidung in Baden-Württemberg

2014 - 2020

Förderung von Versuchs- und großtechnischen Pilotanlagen zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm und Klärschlammasche

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Ohne Phosphor können Menschen, Tiere und Pflanzen nicht leben. Noch gibt es weltweit ausreichende Phosphat-Reserven. Es besitzen aber lediglich 4 Länder etwa 80 % der Phosphat-Reserven und Baden-Württemberg ist nahezu vollständig von Importen aus diesen Ländern abhängig. Der Abbau der Phosphate ist mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden. Deshalb ist es wichtig, sich von Phosphor-Importen unabhängiger zu machen. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat bereits im Jahr 2012 eine Phosphor-Rückgewinnungsstrategie für Baden-Württemberg erarbeitet, mit der Empfehlung, Klärschlamm als Sekundär-Phosphorquelle zu nutzen.

Im Rahmen des EFRE-Förderprogramms „Phosphor-Rückgewinnung“ unterstützt das Umweltministerium Baden-Württemberg aktuell die Etablierung von drei Praxisanlagen zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm mit insgesamt 14 Mio. Euro (8 Mio. € EFRE-Mittel, 6 Mio. € Landesmittel). Eine dieser Anlagen ist seit Oktober 2019 auf dem Klärwerk der Stadt Göppingen in Betrieb. Zwei Anlagen zur energetischen Klärschlammverwertung mit integrierter Phosphor-Rückgewinnung befinden sich aktuell in der Umsetzung.

Weitere Informationen: 

Internetseiten des Umweltministeriums: Phosphor-Rückgewinnung
Internetseiten der Verwaltungsbehörde EFRE: Phosphor-Rückgewinnung
Broschüre des Umweltministeriums Baden-Württemberg: Phosphor-Rückgewinnungsstrategie Baden-Württemberg (pdf)

SEIT 2014

100 Betriebe für Ressourceneffizienz

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Die Landesinitiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ hat das Umweltministerium gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden und Kammern 2014 gegründet. Es wurden Unternehmen des produzierenden Gewerbes aus Baden-Württemberg gesucht die Maßnahmen zur Ressourceneffizienz, mit Fokus auf der Materialeffizienz, mit Erfolg umgesetzt oder geplant haben.

In den letzten Jahren wurden bereits über 100 Fallbeispiele ausgezeichnet, die sehr eindrücklich die Einsparpotenziale im Energie- und Materialbereich aufgezeigt haben. Die Beispiele wurden in zwei gedruckten Bänden beim Springer Verlag veröffentlicht und werden in einem digitalen Atlas vorgestellt.

Es sollen weitere Beispiele für verbesserte Ressourceneffizienz in der Produktion gewonnen werden. Dabei sollen die Einsparpotenziale im Energie- und Materialbereich anhand von konkreten Projekten erfasst, dokumentiert und veröffentlichet werden. Die Initiative soll aufzeigen, wie Ressourceneffizienz konkret umgesetzt werden kann und welcher Nutzen damit, auch hinsichtlich des Klimaschutzes, verbunden ist.

Weitere Informationen in der Broschüre:

Internetseite 100 Betriebe für Ressourceneffizienz

Broschüre: 100 Betriebe für Ressourceneffizienz

Fallbeispiele in einer digitalen Sammlung

seit 2013

Ressourceneffiziente Technologien Baden-Württemberg - ReTech-BW

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Das Förderprogramm „ReTech-BW - Ressourceneffiziente Technologien Baden-Württemberg“ des Umweltministeriums Baden-Württemberg wird von der Landesagentur Umwelttechnik BW – Technologie- und Innovationszentrum  Umwelttechnik und Ressourceneffizienz Baden-Württemberg GmbH koordiniert. Seit 2013 werden Investitionen in Produktionsanlagen oder deren Komponenten finanziell gefördert, die sich durch eine hohe Ressourceneffizienz auszeichnen Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf der Rohstoff- und Materialeffizienz im Unternehmen.
Seit 2011

Umwelttechnik BW, mit den Portalseiten PURE BW, COPA-RE und CONSULTA-RE

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Im Jahre 2011 wurde die Landesagentur „Umwelttechnik BW  −  Technologie- und Innovationszentrum  Umwelttechnik und Ressourceneffizienz Baden-Württemberg GmbH“ gegründet. Dies ist eine 100-prozentige Gesellschaft des Landes, die selbstständig arbeitet, jedoch in enger Kooperation mit dem Umweltministerium und anderen Fachministerien. Mit ihr soll die Kommunikation, Beratung und Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Bereich der Umwelttechnik und Ressourceneffizienz in Baden-Württemberg unterstützt und gefördert werden.

Die Umwelttechnik BW hat die folgenden Portalseiten entwickelt:

PURE BW Portal für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz in Baden-Württemberg. Damit sollen Informationen rund um die Themen Umwelttechnik und Ressourceneffizienz für unterschiedliche Interessengruppen zu vernetzt werden.

CompA-RE Competence Atlas for Resource efficiency and Environmental Technologies. Im Kompetenzatlas können Unternehmen mit Standort in Baden-Württemberg ihre Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umfassend darstellen und präsentieren.

CONSULTA-RE – Expertenatlas Ressourceneffizienz. Der landesweite Expertenatlas ist ein Register über Unternehmen und Experten im Bereich Ressourceneffizenz.

seit 2009

Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg

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Der Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg wird seit 2009 alle zwei Jahre verliehen und ist mit 100.000 € dotiert. Das Umweltministerium zeichnet damit herausragende, innovative Produkte und Verfahren in der Umwelttechnik aus, , die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten und kurz vor der Markteinführung stehen oder nicht länger als zwei Jahre am Markt sind. 

Weitere Informationen:

Internetseite des Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg

Broschüre: Die Preisträger 2019 [PDF; 07/20; 5,6 MB, barrierefrei]

Pressemitteilung: Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg 2017

2007 - 2013

Förderprogramm „Umwelttechnik“

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Das Förderprogramm „Umwelttechnik“ war in den Jahren 2007 - 2013 ein Teil des Strukturförderungsprogramms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ - Teil EFRE („Europäischen Fonds für regionale Entwicklung", Fördermittel der Europäischen Union) in Baden-Württemberg. Gefördert wurden Entwicklungen innovativer Umwelttechniken, die sich durch hohe Ressourceneffizienz und Umweltleistung auszeichnen. Angesprochen waren bevorzugt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Für das Programm standen in der Förderperiode 2007 - 2013 insgesamt 4,4 Mio. Euro EFRE-Mittel zur Verfügung, die mit dem gleichen Betrag aus Haushaltsmitteln des Landes kofinanziert wurden.

Weitere Informtionen:

Internetseiten EFRE

Abschlussbericht RWB-EFRE 2007-2013 BW (PDF; 9,708 KB)

Jährliche Durchführungsberichten

EFRE - Projektdatenbank 2014-2020

2007 - 2008

Betriebliche Umwelttechnik

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Die "Betriebliche Umwelttechnik“ war ein Förderprogramm für die praxisorientierte Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Umwelttechniken in Unternehmen und Forschungseinrichtungen, das eine Laufzeit vom 01. März 2007 bis 31. Dezember 2008 hatte. Thematische Schwerpunkte waren unteranderem, die Reduzierung ausgewählter Schadstoffe und deren Verbreitung sowie Verbesserung der Ressourceneffizienz. Das Programm wurde 2010 erfolgreich mit 28 geförderten Vorhaben abgeschlossen.
1999 - 2010

Betriebliches Energie- und Stoffstrommanagement - BEST

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Die LUBW hat in den Jahren 1999 - 2010 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Baden-Württemberg bei der Einführung eines Betrieblichen Energie- und Stoffstrommanagements (BEST) unterstützt. In den Betrieben sollten Maßnahmen aufgezeigt werden, mit denen bei gleichzeitiger Steigerung der Wirtschaftlichkeit die Umwelt entlastet werden kann. Im Fokus standen z.B. die Senkung des Ressourcen- und Energieverbrauchs im Unternehmen, die Vermeidung bzw. Verminderung von Abfällen, die Reduzierung der Emissionen, die Erhöhung der Transparenz von Prozessabläufen und deren Kostenstrukturen sowie die Optimierung bestehender und die Förderung neuer Technologien.

Weitere Informationen: "Das BEST-Programm - Ergebnisbericht 2003 - 2011", (pdf; 22,7 MB).

Weitere Publikationen und Praxisbeispiele zum BEST-Programm unter "Betrieblicher Umweltschutz - Stoffstrommanagement" im Bestellshop der LUBW.

LUBW Themenseite Betrieblicher Umweltschutz – Nachhaltiges Wirtschaften

seit 1997

BW-PLUS

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Mit dem Förderprogramm BWPLUS "Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung" sollen natur- und sozialwissenschaftliche, technische und methodische Beiträge sowie Instrumente zur Lösung von Problemen entwickelt werden, um so eine dauerhaft lebenswerte Umwelt zu gestalten. Weitere Informationen beim Projektträger Karlsruhe (PTKA) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf den Internetseiten PTKA-BWP.
Seit 1993

Umweltpreis für Unternehmen

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Mit dem „Umweltpreis für Unternehmen“ zeichnet das Land Baden-Württemberg schon seit 1993 Unternehmen aus, die vorbildlich und wegweisend für betrieblichen Umweltschutz und eine umweltorientierte Unternehmensführung sind. Im zweijährigen Rhythmus werden die Tätigkeiten in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutzes, Ressourcenschonung und Energieeffizienz mit einem Preisgeld von insgesamt 60.000 € gewürdigt. Mit dem Umweltpreis sollenUnternehmen gewürdigt werden, die ökologisch herausragende Leistungen in der Gesamtschau aller Maßnahmen und umweltorientierte Unternehmensführung praktizieren. Bisher wurden 190 Unternehmen mit dem Umweltpreis  oder einer Anerkennung bzw. Normierung ausgezeichnet, darunter auch Unternehmen, die Vorbildliches im Bereich der Abfallvermeidung und -verwertung geleistet haben.

Weitere Informationen:

LUBW-Internetseiten: Nachhaltiges Wirtschaften / Umweltpreis für Unternehmen im Themenbereich Betrieblicher Umweltschutz

Internetseiten des Umweltministerium: Umweltpreis für Unternehmen

Seit 1993

Förderprogramme zum Umweltmanagement Umweltmanagement im Konvoi und ECOfit

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Bis Juni 2021 unterstütze das Land mit den Förderprogrammen Umweltmanagement im Konvoi  und ECOfit die Einführung von Umweltmanagementsystemen nach der EG Öko-Audit-Verordnung (EMAS) oder nach der international eingeführten DIN EN ISO 14001. Ein Umweltmanagementsystem umfasst eine gründliche ökologische Bestandsaufnahme und Bewertung der Umweltsituation und der Umweltauswirkungen eines Unternehmens. Die Betriebe legen auf freiwilliger Basis in allen relevanten Umweltbereichen, somit auch im Bereich der Abfallvermeidung, Umweltschutzziele fest.

Mit Umweltmanagement im Konvoi wurden Unternehmen, Vereine, Kommunen, Schulen, Hochschulen, kirchliche Einrichtungen und sonstige Organisationen bei der Einführung von Umweltmanagementsystemen nach der EG Öko-Audit-Verordnung (EMAS) oder nach der international eingeführten DIN EN ISO 14001 unterstützt.

Für kleine und mittlere Unternehmen wurde für den geeigneten Einstiegdas Programm ECOfit dangeboten. Die Teilnehmer wurden unter Anleitung eines fachkundigen Beraters in kleinen Gruppen bis zur Einführung eines qualifizierten Umweltmanagementsystems begleitet.

Weitere Informationen:

LUBW-Internetseiten im Themenbereich "Betrieblicher Umweltschutz": Umweltmanagement nach EMAS

Internetseiten EMAS

Internetseite der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH: Förderberatung - KEA-BW

Anfang der 90er Jahre

Beratungsprogramm zur Vermeidung und Verwertung von Reststoffen aus Industrie und Gewerbe

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Anfang der 90er Jahre wurde im Rahmen des Förderprogramms "Beratungsprogramm zur Vermeidung und Verwertung von Reststoffen aus Industrie und Gewerbe" in unterschiedlichen Branchen, z. B. Druckereien, Gießereien und Metallbearbeitung, Gutachten zum Stand der Abfallvermeidung und -verwertung erstellt. Aus diesen Gutachten wurden Checklisten für abfallvermeidende bzw. abfallverringernde Produktionsverfahren entwickelt. Im Rahmen der Beratungsschwerpunkte der staatlichen Gewerbeaufsicht fanden diese Eingang in die Praxis.