Die folgenden Anwendungsprogramme helfen bei der Bearbeitung spezieller Fragestellungen im Altlastenbereich:

Branchenkatalog zur historischen Erhebung von Altstandorten, Version 4.0


Beschreibung:
Um die historische Erhebung bei möglichst vollständiger Erfassung der relevanten Altstandorte zu vereinfachen und zu vereinheitlichen, wurde durch die damalige Landesanstalt für Umweltschutz der Branchenkatalog zur historischen Erhebung von Altstandorten erarbeitet.

Der Branchenkatalog umfasst über 3500 Branchennennungen und liefert hierzu u.a. folgende Informationen:
  • Produktionsablauf
  • Kontaminationsfaktoren
  • altlastenrelevante Stoffe / Stoffgruppen
  • Leitfragen, Anmerkungen und Hinweise

Die aufgeführten Branchen werden anhand der Produktionsabläufe bzw. den gehandhabten Stoffen bezüglich ihrer Altlastenrelevanz eingestuft (uneingeschränkt altlastenrelevant/ eingeschränkt altlastenrelevant/ altlastenirrelevant). Bei Branchen der Klasse „eingeschränkt altlastenrelevant" wurden sogenannte Leitfragen formuliert, die als Hilfestellung bei der Überprüfung des Altlastenverdachts dienen sollen. Für alle altlastenrelevanten Branchennennungen wurde im Hinblick auf das landesweit einheitliche Priorisierungsverfahren ein Bereich für den Handlungsbedarf in Vergleichslage bestimmt (Branchen-r0). 

2016 wurde der Branchenkatalog überarbeitet und Branchen und altlastenrelevante Stoffe, wie z.B. die Stoffgruppe der PFC, die noch nicht im BKAT enthalten waren, wurden aufgenommen. Der aktualisierte Branchenkatalog ist als Web- und BRS-Anwendung verfügbar.

Link:

Branchenkatalog (Web-Anwendung)

 

 

Beschreibung:
Mit der Stoffdatenbank Stars wird eine umfangreiche Datenzusammenstellung im Umweltbereich für die Medien Boden, Wasser und Luft bereitgestellt. Die Daten stammen aus verschiedenen Fachdatenbanken, Gesetzestexten, Fachliteratur und aktuellen Forschungsvorhaben und enthält folgende Module:
  • Stoffdaten:
    physikalisch-chemische Stoffparameter / Umweltverhalten / Ökotoxizität / Toxizität / Arbeitssicherheit
  • Untersuchgunsverfahren (Stand 2005)
  • Richt- und Grenzwerte (BAT-, MAK- und TRK-Werte, WGK, GFS-Werte, TrinkwV)
  • Werte aus der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung / PBA / GvU (Stand 2005)
  • Listenwerte (Stand 1999) - nur in der Windows-Anwendung verfügbar
  • Hintergrundwerte in Böden (LABO 2003)

STARS wurde im Auftrag des BMU/UBA und des BMVg/BMVBW/Oberfinanzdirektion Hannover realisiert. 

Die Stoffdatenbank für bodenschutz-/umweltrelevante Stoffe STARS ist als Web-Anwendung (Version 4.2, Internet u. Intranet) und als Windows-Anwendung (Version 4.1, Einzelplatz und Netzwerkversion) verfügbar.


Weitere Informationen
  • Über eine PDF-Datei (1,26 MB) wird ein Überblick zur Funktionalität von STARS vermittelt.
  • Sowohl die Web- als auch die Windowsanwendung ist über eine Schnittstelle in die TRANSFER DB (DB zur Erfassung und Auswertung von Transferdaten im Pfad Boden - Pflanze) des Umweltbundesamtes integrierbar.
  • Die Windows-Anwendung als Einzelplatzversion (Paradox-Runtime) und als Netzwerkversion (Oracle) kann über eine Schnittstelle mit den Programmen XUMA-AMOR und ALV verknüpft werden.
  • Das Programm kann einzeln oder als Programmpaket zusammen mit XUMA-AMOR erworben werden über die 

Stoller Ingenieurtechnik GmbH 
Bärensteiner Straße 27-29 
01277 Dresden 
Tel.: 0351/2123930 
E-Mail: SIGDresden@aol.com

Was ist ChemInfo?

ChemInfo steht für Informationssystem Chemikalien des Bundes und der Länder. Es umfasst fachlich qualifizierte Daten zu mehr als 100.000 Stoffen mit ca. 600 möglichen Eigenschaften. Neben physikalischen, chemischen oder toxikologischen Eigenschaften, kann auch nach mehr als 200 Rechtsvorschriften zur Überwachung gefährlicher Stoffe recherchiert werden.


Wer kann ChemInfo nutzen?

Behörden in Baden-Württemberg sowie Ersteinsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks oder Rettungskräfte können die umfangreichen Informationen in ChemInfo nutzen. Mit entsprechenden Nachweisen steht auch Mitarbeitern von freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren ChemInfo zur Verfügung. Für den Zugang zur Datenbank ist eine einmalige Registrierung über die ChemInfo-Webseite erforderlich.

 

Wer steht dahinter?

ChemInfo ist eine Bund-Länderkooperation, die seit 1996 mit der damaligen Datenbank GSBL besteht. Aktuell sind elf Bundesländer und der Bund in der Kooperation vertreten und erarbeiten und verwalten gemeinsam die Daten für ChemInfo.

Für Baden-Württemberg erfasst die LUBW Daten im Bereich der Rechtsvorschriften und begleitet die derzeit anstehende Modernisierung des Systems zum Beispiel durch Anwendertests. Sie ist außerdem Ansprechstelle für seine Nutzer im Land und bietet praxisnahe Schulungen für die Behörden in Baden-Württemberg. Sprechen Sie uns an: ChemG@lubw.bwl.de.

Strukturierte Sickerwasserprognose in der Orientierenden Untersuchung nach BBodSchG/V


Da bisher kein pragmatischer Ansatz existierte, eine Sickerwasserprognose in der OU systematisiert durchzuführen, wurde 2012 das Tool SIWA-SP („Sickerwasser - eine Strukturierte Prognose") erstellt.
 
  • Das Tool ist sowohl im Lockergestein als auch Festgestein anwendbar
  • Die Untersuchungsergebnisse einer OU sind ausreichend für die Anwendung des Verfahrens
  • Das Ergebnis der Abschätzung ist eine qualitative Aussage, ob der Prüfwert am Ort der Beurteilung überschritten wird. Das Verfahren unterstützt den Anwender bei einer verbalargumentativen Sickerwasserprognose.
  • Die Ausgabe eines exakten Rechenwertes ist wegen der Datenlage nicht vorgesehen
  • Das Tool ist bedienungsfreundlich in der Anwendung
Zum Download des Programmes und weiterer Dokumente nutzen Sie bitte die folgenden Links:
Links:

SIWA-SP (xltm) Version 2.014
( Hinweis:SIWA-SP wurde entwickelt und getestet für Excel ab Version 2007. In älteren Versionen ist das Tool ebenfalls prinzipiell lauffähig, wenn das „Microsoft Office Compatibility Pack für Dateiformate von Word, Excel und PowerPoint" installiert ist, d.h. wenn Dateien im „neuen" Excel-Format (mit der Dateiendung .xlsx u.ä.) geöffnet werden können. Es können Abweichungen in der Darstellung auftreten, in der Regel ist die Funktionalität verfügbar (ohne Gewähr).
Bei Verwendung von Excel97 sind auch bei Verwendung des Compatibility Pack gelegentlich Makros nicht lauffähig. In diesem Fall bitte die Datei mit einer neueren Excel-Version öffnen und als „Excel97-2003-Vorlage (*.xlt)" abspeichern.)
Zusammenstellung der Eingabeparameter (pdf)
Formular Bohrprofilaufnahme (pdf)
Arbeitshilfe für die strukturierte Sickerwasserprognose (pdf, 5,1 MB)
Beschreibung:
Voraussetzung für die Planung, Durchführung und Auswertung der Grundwassererkundung ist ein grundsätzliches Modellverständnis vom Schadstoffherd und den Ausbreitungswegen der Schadstoffe hin zu möglicherweise betroffenen Schutzgütern. Bei der Planung der Erkundungsmaßnahmen und bei der Darstellung der Ergebnisse kann das „Hydrogeologische Arbeitsmodell" eingesetzt werden. In das hydrogeologische Arbeitsmodell gehen Kenntnisse oder Annahmen u.a zu den Aspekten Geometrie und Lage der Schadstoffquelle sowie hydrogeologische Gegebenheiten im Untersuchungsraum ein. Die Überlegungen und Annahmen zum hydrogeologischen Modell sowie alle gesicherten Grundlagen einschließlich ihrer Quellen sind zu dokumentieren, Plausibilitätsprüfungen sind anhand des Modells schnell und einfach durchführbar.

Das „Hydrogeologische Arbeitsmodell" basiert ursprünglich auf dem 1996 von der LUBW herausgegebenen Leitfaden Erkundungsstrategie Grundwasser, der 2008 mit dem Leitfaden Untersuchungsstrategie Grundwasser fortgeschrieben wurde.

Es wurde als Excel-Tabelle umgesetzt. Somit können die Daten erfasst, berechnet, beliebig ausgedruckt und in andere Programme eingebunden werden. Zum Download des Hydrogeologischen Arbeitsmodells als Excel- Tabelle benötigen Sie Microsoft Excel für Windows Version 5.0

Link:

Hydrogeologisches Arbeitsmodell (EXCEL-Tabelle)



Weitere Informationen

I-E-CALC ist ein Anwendungsprogramm als Excel Arbeitsmappe. Damit lässt sich überprüfen, ob die einzelfallbezogenen Mindestanforderungen eines ausreichend untersuchten Schadensfalles im Grundwasser eingehalten werden – die sog. Immissions- und Emissionsbedingung – s.a. Leitfaden „Untersuchungsstrategie Grundwasser“.

Dieses Programm ermöglicht die Eingabe von dreidimensionalen Schadstoffverteilungen im Sickerwasser und im Kontaktgrundwasser. Das Anlegen von mehreren Kontaktgrundwasserschichten ist möglich.

Ausgehend von der Modellvorstellung des Schadensherdes (Stromröhren, Stromröhrenabschnitte und -stapel, Konzentrationsverteilung, usw.) sind in verschiedenen Eingabeblättern Tabellen angelegt, in welche nacheinander die Geometrie des hydrogeologischen Arbeitsmodells, der Name des betroffenen Schadstoffs und dessen Konzentrationsverteilung eingetragen werden. Aus den eingegebenen Daten werden dann die Volumenströme berechnet und die Immissionen und Emissionen sowohl in Tabellen- als auch in Diagrammform in den Ausgabeblättern dargestellt. Ein Wechsel zwischen den einzelnen Arbeitsblättern ist jederzeit durch Anklicken dieser am unteren Bildschirmrand möglich.

Zum Download des Programmes und weiterer Erläuterung nutzen Sie bitte die folgenden

Links:

I_E_Calc_V1.01.xltm (EXCEL-Tabelle)

Hinweis: I/E-Calc wurde entwickelt und getestet ab Version Excel 2007 (Version 12.0 für MS-Windows). In älteren Versionen ist das Tool prinzipiell lauffähig, wenn das „Microsoft Office Compatibility Pack für Dateiformate von Word, Excel und PowerPoint" installiert ist. Zwar können Abweichungen in der Darstellung auftreten, in der Regel ist die Funktionalität aber verfügbar. Bei Verwendung von Excel97 sind bei Verwendung des Compatibility Pack gelegentlich Makros nicht lauffähig. In diesem Fall muss die Datei mit einer neueren Excel-Version geöffnet und als „Excel97-2003-Vorlage (*.xlt)" abgespeichert werden.

I/E-Calc: Grundlagen, Formeln und Beispiel (pdf)

 

Bei kontaminierten Standorten erfolgt die Grundwasseruntersuchung im unmittelbaren Abstrom und in der Schadstofffahne in der überwiegenden Anzahl der Fälle durch Pumpversuche mit begleitender Schadstoffanalytik. Es hat sich gezeigt, dass durch die Aufzeichnung und Auswertung von Schadstoffganglinien vielfach sowohl die Bewertung der Immissions- und Emissionslage genauer erfolgen kann, als auch eine bessere räumliche Zuordnung der Grundwasserkontamination möglich ist.

Zur Unterstützung in der Planungs- und Auswertungsphase dieser (Immissions-) Pumpversuche bei der Schadstofferkundung hat die LUBW eine auf Microsoft-Excel basierende Anwendung mit der Bezeichnung "IPV-Tool" zum freien Download eingestellt. Zu diesem IPV-Tool wird eine Kurzbeschreibung (pdf) mitgeliefert, die trotz der einfachen Handhabung zur Lektüre empfohlen wird. 
Das Tool unterstützt den Anwender insbesondere bei der Planung, analytischen Schadstoffauswertung und Plausibilitätsprüfung von (Immissions-) Pumpversuchen. Es bietet folgende Möglichkeiten und Einsatzbereiche:
  • Abschätzung der erreichbaren Entnahmebreite eines Pumpversuches (analytischer Lösungsansatz nach Bear & Jacobs, 1965)
  • Optimierung von Pumpdauer und Förderrate
  • Optimale Festlegung der Beprobungszeitpunkte eines IPV (max. 10 Proben)
  • Abschätzung der "tatsächlichen" Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser
  • Abschätzung der Entfernung der "tatsächlichen" Schadstoffkonzentrationen vom Pumpbrunnen
  • Ermittlung des Grundwasservolumenstroms durch den erfassten Grundwasserquerschnitt
  • Ermittlung der durchschnittlichen Schadstoffkonzentrationen im erfassten Grundwasserquerschnitt
  • Ermittlung der Schadstofffracht im erfassten Grundwasserquerschnitt

Zum Download des IPV-Tools als Excel- Tabelle benötigen Sie Microsoft Excel für Windows Version 5.0. Die Programmbeschreibung steht online als pdf-file zur Verfügung.

Link:

IPV-Tool (EXCEL-Tabelle)



Weitere Informationen 

Bei Fragen zur Bedienung wenden Sie sich bitte an Herrn Peter Rothschink, Klinger und Partner Ingenieurbüro für Bauwesen und Umwelttechnik GmbH (Tel.: 0711 / 693308-57)
E-Mail: peter.rothschink@klinger-partner.de
Mit C-SET steht ein weiteres Planungs- und Auswertungswerkzeug für Immissionspumpversuche zur Verfügung. Mit ihm lassen sich die Erfassungsbereiche sowie Lösungen für die räumliche Verteilung der Schadstoffkonzentration und -fracht berechnen, wobei in Ergänzung zum IPV-Tool folgende, in der Praxis häufiger auftretende Einfluss- und Störfaktoren berücksichtigt werden:
 
  • stärkere Grundströmung
  • vorab durchgeführte Immissionspumpversuche in Nachbarbrunnen, die zu Fahnenverlagerungen geführt haben
  • gleichzeitig betriebene Nachbarbrunnen
  • nichtkonstante Pumprate
  • Pumpausfallzeiten
 
Werden diese Einfluss- und Störfaktoren nicht berücksichtigt, so kann dies ggf. zu fehlerhaften Planungen oder Ergebnissen führen. Zu diesem Programm wird eine Kurzbeschreibung (pdf) mitgeliefert.
 
Das Programm C-SET unterstützt die Planung und Auswertung von Immissionspumpversuchen, z.B. durch:
 
  • Berechnung und Darstellung der Erfassungsbereiche im Verlauf des Pumpversuchs in Form von Isochronen. Es können beliebig viele Probennahmezeitpunkte als Datum/Uhrzeitwert ein-gegeben werden
  • Berechnung und Darstellung möglicher Konzentrationsverteilungen über den erfassten Kontrollquerschnitt (Schadstoffimmission) als Stromstreifenkonzentrationen
  • Berechnung der maximalen Fahnenkonzentration, der mittleren Konzentration sowie des Grundwasservolumenstroms über den erfassten Kontrollquerschnitt
  • Berechnung der Schadstofffracht über den erfassten Kontrollquerschnitt (Schadstoffemission)
  • Ausgabe eines Berichts mit Versuchsdaten, Ergebnissen sowie Isochronen- und Konzentrationsdarstellungen als pdf-Datei
  • Ausgabe von Isochronen, Stromstreifenkonzentrationen und -frachten als Tabellen und shp-Dateien ermöglicht Datentransfer in GIS-Anwendungen
Zum Download des Programms und seiner Komponenten benutzen Sie bitte den nachfolgenden Link.
Die Programmbeschreibung steht online als pdf-file zur Verfügung.
 
 
Weitere Informationen:
Bei Fragen zur Bedienung wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Hekel, HPC AG Rottenburg (uwe.hekel@HPC.AG) oder an den Programmierer, Herrn Dr. Huss, HPC AG Stuttgart (adalbert.huss@HPC.AG).

 

Kurzanleitung Abschätzverfahren „Gesamtlaufzeiten und -kosten von Pump-and-Treat-Maßnahmen"

Das Abschätzverfahren ist ein Exceltool das im Rahmen des Leitfadens „Ermittlung fachtechnischer Grundlagen zur Vorbereitung der Verhältnismäßigkeitsprüfung von langlaufenden Pump-and-Treat-Maßnahmen" entwickelt wurde. Eine detaillierte Erläuterung zur Anwendung wird im Anhang 1 des Leitfadens gegeben.

Das Excel-Programm dient zur Abschätzung der Laufzeit bei Pump -and-Treat-Sanierungen. Dazu werden folgende Hinweise gegeben:

  • Das Abschätzverfahren ist ein belastbarer Handlungsrahmen, der  für Anpassungen durch den sachverständigen Gutachter offen ist --> keine „universeller Blackbox" als Ersatz des Gutachters
  • langlaufende Maßnahmen kritisch beleuchten!
  • Erfassung relevanter Betriebsparameter nach dem dokumentierten Muster zur Schaffung zukünftiger belastbarer Bewertungsgrundlagen
  • Ergebnisse dieser Erstbewertung im Einzelfall prüfen und mit den Detailkenntnissen des betreuenden Gutachters untersetzen


In Baden-Württemberg werden jährlich ca. 3,5 Mio.€ für Sanierungsmaßnahmen mittels Pump-and-Treat für kommunale Fälle aufgewendet. Dabei stellt sich immer dringender die Frage nach einer Optimierung der Sanierungen oder Beendigung bei "geeigneten" Fallkonstellationen. Um hier Kosteneinsparungen zu erreichen, wurde die Methode zur Beurteilung insbesondere der Effizienz laufender Grundwassersanierungen entwickelt.

Das Konzept besteht aus mehreren Prüfschritten. Zu Beginn der Prüfung ist es erforderlich die Betriebskosten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammenzustellen, da sie wichtige Eingangsgrößen für die spätere Berechnung der Gesamtkosten sind. Nach Überprüfung der Anlagenauslegung und der Betriebskosten erfolgt eine Abschätzung der Laufzeit der Gesamtmaßnahme bis zum Erreichen des Sanierungsziels.

Mit Kenntnis der jährlichen Betriebskosten und der Prognose der Laufzeit der Gesamtmaßnahmen wird schließlich der Gesamtwert der Sanierungsmaßnahme nach finanzmathematischen Methoden als Kostenbarwert ausgewiesen. Die hierzu vorgestellten Methoden können auch für Kostenschätzungen im Rahmen der Sanierungsuntersuchung verwendet werden. Mit Hilfe der Ergebnisse der durchgeführten Berechnungen erfolgt eine Gesamtbewertung der Effizienz der Sanierungsmaßnahme.

 

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Kurzanleitung „Anlageneffektivität":

Automatisiertes Bewertungschema zu Bewertung der Anlagenauslegung, der Schadstoffsaustragseffektivität und der Betriebskosten

Das Abschätzverfahren ist ein Exceltool das im Rahmen des Leitfadens „Ermittlung fachtechnischer Grundlagen zur Vorbereitung der Verhältnismäßigkeitsprüfung von langlaufenden Pump-and-Treat-Maßnahmen" entwickelt wurde.

Das Excel-Programm dient zur Bewertung der Anlagenauslegung, der Schadstoffaustragseffektivität und der Betriebskosten, mit dem Ziel der Optimierung der Parameter. Die Anleitung zur Programmbedienung ist im Excelsheet unter Benutzerhinweise zu finden.

In Baden-Württemberg werden jährlich ca. 3,5 Mio.€ für Sanierungsmaßnahmen mittels Pump-and-Treat für kommunale Fälle aufgewendet. Dabei stellt sich immer dringender die Frage nach einer Optimierung der Sanierungen oder Beendigung bei "geeigneten" Fallkonstellationen. Um hier Kosteneinsparungen zu erreichen, wurde die Methode zur Beurteilung insbesondere der Effizienz laufender Grundwassersanierungen entwickelt. Das Konzept besteht aus mehreren Prüfschritten. Zu Beginn der Prüfung ist es erforderlich die Betriebskosten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammenzustellen, da sie wichtige Eingangsgrößen für die spätere Berechnung der Gesamtkosten sind.

Nach Überprüfung der Anlagenauslegung und der Betriebskosten erfolgt eine Abschätzung der Laufzeit der Gesamtmaßnahme bis zum Erreichen des Sanierungsziels.

Mit Kenntnis der jährlichen Betriebskosten und der Prognose der Laufzeit der Gesamtmaßnahmen wird schließlich der Gesamtwert der Sanierungsmaßnahme nach finanzmathematischen Methoden als Kostenbarwert ausgewiesen. Die hierzu vorgestellten Methoden können auch für Kostenschätzungen im Rahmen der Sanierungsuntersuchung verwendet werden.

Mit Hilfe der Ergebnisse der durchgeführten Berechnungen erfolgt eine Gesamtbewertung der Effizienz der Sanierungsmaßnahme.

 

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Analysenplanung bei der Untersuchung von Altstandorten

Beschreibung: 
XUMA-AMOR dient der Erstellung von Plänen für Analysenprogramme und hält Basisinformationen zu produktionsspezifischen Stoffen und Branchen sowie zahlreiche Fachinformationen zu zivilen, militärischen und Rüstungsaltlasten bereit. Für die Erstellung eines Analysenplans genügt die Kenntnis der altlastenverdächtigen Nutzung eines Standortes. 

XUMA-AMOR ist eine Fortschreibung und Weiterentwicklung des DV-Programms XUMA-A, das in Zusammenarbeit der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg und dem Sächsischen Landesamt für Geologie (LfUG) entwickelt wurde. Im Zuge einer Vereinbarung des Umweltbundesamtes (UBA), der LUBW und der LfUG wurde der XUMA-Analysenplan um die Spezifik der militärischen Altlasten, der ostdeutschen Branchen und der Rüstungsaltlasten erweitert. 

XUMA-AMOR kann als PC-Einzelplatz-Anwendung und als Netzwerk-Anwendung sowie in Verbindung mit den Windows-Anwendungen STARS 4.1(Stoffdatenbank für bodenschutz-/umweltrelevante Schadstoffe) und ALV 1.1 (Verwaltung von Altlastverdachts- und Altlaststandorten) erworben werden. 


Weitere Informationen:
  • Über eine PDF-Datei (3,5 MB) wird ein Überblick zur Funktionalität von XUMA-AMOR vermittelt.
  • XUMA Analysenplan (XUMA-A MOR) Version 3.3 (2002) enthält zusätzlich: STARS (Stoffdatenbank für altlastenrelevante Schadstoffe) und ALV (Datenbank zur Verwaltung und Dokumentation von Daten zu Altlasten bzw. Altlastverdachtsflächen).
  • Bestellmöglichkeit der PC-Anwendung: 
    Das Programmpaket oder die einzelnen Programme können erworben werden über die 

Stoller Ingenieurtechnik GmbH 
Bärensteiner Straße 27-29 
01277 Dresden 
Tel.: 0351/2123930 
E-Mail: SIGDresden@aol.com

Das Programm XUMA-Bewertung (XUMA-B) unterstützt die Bewertung bzw. Priorisierung von Verdachtsflächen, altlastverdächtigen Flächen, schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten nach dem baden-württembergischen Verfahren. 

Das Priorisierungsverfahren bildet die grundlegenden Aspekte einer Gefährdungsabschätzung anhand von fachlichen Merkmalen ab und charakterisiert den Weg eines Schadstoffs vom Schadensherd über den Ort der Beurteilung bis zum Schutzgut in vereinfachter Form. Das Priorisierungsverfahren berücksichtigt alle entscheidenden Merkmale des/der BBodSchG/BBodSchV, so dass sich durch die Anwendung dieses Verfahrens neben der Ermittlung der Priorisierungsziffer automatisch auch die Dokumentation der wichtigsten Untersuchungsergebnisse sowie der vorgenommenen Entscheidung bzgl. des Handlungsbedarfs auf Grundlage des BBodSchG ergibt („Altlastenbewertung" Band 43 der Reihe „Altlasten und Grundwasserschadensfälle").

Das PC-Programm XUMA-B ist nicht mehr als separates Programm erhältlich. Es wurde 2016 als Erweiterung des WIBAS-Fachmoduls BAK (Bodenschutz- und Altlastenkataster) neu programmiert und in die Fachanwendung BAK integriert. 

Die aktuelle BAK-Ingenieurversion enthält das neu programmierte XUMA-B mit allen Wirkungspfaden und Beweisniveaus. Sie wird von der Komm.ONE Anstalt des öffentlichen Rechts AöR, Krailenshaldenstraße 44, 70469 Stuttgart, Email: uis@komm.one kostenfrei zur Installation für Ingenieurbüros angeboten.