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LUBW Monatsthema Erneuerbare Energien: Nachhaltige Energieerzeugung

Erneuerbare Energien nutzen die Ressourcen der Erde nachhaltig und umweltfreundlich, denn die Quellen werden im Gegensatz zu fossilen Energieträgern nicht erschöpft. Die wichtigsten Energieträger sind für Baden-Württemberg dabei Sonnen-, Wasserkraft und Windenergie. Aber auch Biomasse und Geothermie tragen zur Energiewende bei. Im Energieatlas der LUBW und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gibt es unter anderem Karten zu möglichen Energieträgern vor Ort. Auch Praxisbeispiele und Karten zum Wärmebedarf von Wohngebäuden finden Sie im Energieatlas.

Sonne - Wasser –  Wind

Die drei bedeutendsten Energiequellen sind Sonne, Wasser und Wind. Jede Quelle hat dabei Vor- und Nachteile. Sonnenenergie können viele auf ihrem Dach nutzen und damit den eigenen Strombedarf decken und auch ins allgemeine Stromnetz einspeisen. Die produzierte Menge schwankt je nach Sonnenintensität dabei aber erheblich. Die Photovoltaik hat in Baden-Württemberg Ende 2019 einen Anteil von 9,7 % an der Bruttostromerzeugung erreicht. Damit stammt der höchste Anteil der regenerativen Stromerzeugung in Baden-Württemberg aus der Solarenergie.

Bild zeigt: Photovoltaikanlage, Bildnachweis: Diyana Dimitrova/Shutterstock.com

Wasserkraft ist im Gegensatz zur Sonne und Wind beispielsweise kontinuierlich vorhanden und regelbar, beeinflusst aber oft die Ökologie der Fließgewässer. 2019 hatte Wasserkraft einen Anteil von 8,2 % an der Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg.
Windenergie ist kostengünstig und die Leistungsfähigkeit der Anlagen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die produzierte Menge schwankt auch hier wetterbedingt, ergänzt sich aber gut mit der Energieerzeugung aus Sonnenkraft. Windkraft erreichte 2019 einen Anteil von 5,3 % an der Bruttostromerzeugung.
Bei der Errichtung von Windenergieanlagen müssen, wie bei allen anderen Energieanlagen auch, im Vorfeld die Wirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur berücksichtigt werden. So verursachen die Anlagen bei kräftigem Wind Betriebsgeräusche. Mehr zum Thema Infraschall und Windkraft können Sie zum Beispiel in diesem Blogbeitrag nachlesen. Aus Naturschutzsicht können Vögel und Fledermäuse bei Kollisionen verunglücken oder aus ihrem Lebensraum vertrieben werden. Mehr dazu lesen Sie hier. Umso wichtiger ist eine richtige Planung im Vorfeld, um mit ausreichendem Abstand zur Wohnbebauung und zu schutzwürdigen Flächen Störwirkungen von vornherein bestmöglich zu vermeiden. Hier liefert die LUBW wichtige Hinweise für Planungsträger und Genehmigungsbehörden, um den Ausbau der erneuerbaren Energien im Einklang mit Artenschutzanliegen im Land zu ermöglichen.

Windenergie im Energieatlas

Im Jahr 2010 gab es in Baden-Württemberg 353 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 462 MW. Bis Ende 2019 erhöhte sich die Anzahl der Anlagen auf 715 und die Gesamtleistung stieg auf 1.525 MW. Diese produzierten in 2019 zusammen 3.080 GWh Strom, wodurch etwa 685.000 4-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden konnten. Die Windpotenziale sind damit aber noch längst nicht ausgeschöpft. Auf Basis des Windatlas Baden-Württemberg 2019 wurde eine umfangreiche Potenzialanalyse durchgeführt. Aus dieser ergibt sich rechnerisch eine Fläche von etwa 220.000 ha, die eine ausreichende Windhöffigkeit (Windaufkommen) aufweist. Dies entspricht etwa 6,2 % der Fläche Baden-Württembergs. Welche Flächen sich besonders eignen, können Sie in dieser Karte nachschauen. Auch eine Karte bestehender Windkraftanlagen finden Sie im Energieatlas. Mit Klick auf die jeweilige Anlage können Sie außerdem Details, wie Durchmesser, Datum der Inbetriebnahme und Generatorleistung nachlesen.

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Bildnachweis: TypoArt BS/shutterstock.com