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Messboot ALFRED wieder fit für den Einsatz auf Rhein und Neckar

Mehr als 15 Jahre musste ALFRED auf seinen nächsten Einsatz warten. Jetzt löst es die große Schwester, das Messschiff „Max Honsell“ ab. Das Messboot ALFRED wurde reaktiviert und ist wieder einsatzfähig. Es wird gebraucht, um Sedimentproben und Substratkörbe aus Rhein und Neckar zu holen.

Lange nicht genutzte Fahrzeuge müssen vor Inbetriebnahme ausgiebig gecheckt und sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Das gilt erst recht für Wasserfahrzeuge wie das knapp 6 Meter lange Arbeitsboot „Alfred“ und den zugehörigen Transportanhänger. Alfred wird künftig für Aufgaben auf Rhein und Neckar eingesetzt, die vom Ufer aus nicht erledigt werden können. Dazu gehört die Entnahme von Sedimenten mit einem speziellen Greifer. Die Sedimente werden anschließend auf Schadstoffe untersucht, um zu überprüfen, ob vorgeschriebene Grenzwerte eingehalten werden. Auch sollen mit ihm zuvor eingebrachte, mit Steinen und Holzstücken gefüllte Substratkörbe aus dem Neckar geborgen werden. Die sich darin ansiedelnden Tiere können untersucht werden und geben Auskunft, ob beispielsweise infolge eines Unfalles oder in langen Hitzeperioden Schädigungen in der Biozönose (Gemeinschaft verschiedener Arten in einem Lebensraum) auftreten.

Bilder zeigen von links nach rechts: Das Messboot wird ins Wasser gelassen. Auf dem Fluss wird anschließend eine Probe entnommen und auf dem Boot verpackt.

Bilder zeigen: Das Messboot ALFRED wird ins Wasser gelassen. Von dort können Proben und Substratkörbe entnommen werden. Bildnachweis: LUBW

Alfred wurde dazu mit einem neuen, abgasarmen Außenbordmotor und einem neuen Fahrstand ausgestattet. Er wird mit dem Anhänger an seine Einsatzorte gebracht und an sogenannten Slipanlagen ins Wasser gelassen. Nach erfolgreichen Testfahrten wird das Boot ab dem nächsten Frühjahr wieder häufiger auf den beiden größten Flüssen des Landes zu sehen sein.


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  • Auf der Seite Fließgewässerschutz finden Sie unter anderem Informationen zum aktuellen Zustand der Gewässer.

 

Bildnachweis: TypoArt BS/shutterstock.com