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Umweltministerin Walker zu Besuch im Wasserlabor

Bei einem Besuch von Umweltministerin Thekla Walker Anfang des Monats stellte die LUBW ihr Wasserlabor vor. Insbesondere das Rheinintensivüberwachungsprogramm und das Non-Target-Screening standen im Fokus.

Referatsleiterin Frau Fügel stellt Ministerin Walker MdL und Präsidentin Bell das Non-Target-Screening vorIm Wasserlabor der LUBW arbeiten 28 Beschäftigte, um unter anderem ca. 6500 Proben pro Jahr zu analysieren und auszuwerten. An 25 Analysegeräten überwacht die LUBW dabei um die 400 unterschiedliche Parameter in Grundwasser, Boden und Fließgewässern. Einige relevante Daten der ungefähr 550.000 Messwerte pro Jahr werden auf den Internetseiten oder im Daten- und Kartendienst der LUBW zur Verfügung gestellt.

Besonders der Rhein wird täglich intensiv überwacht und das Wasser analysiert, das in der Messstation am Rhein Karlsruhe-Maxau entnommen wird. Dabei wird gezielt nach ca. 100 Substanzen gesucht (sogenannten Targets). Mit dem Non-Target Screening können mithilfe sehr akkurater Messgeräte (hochaufgelöste Massenspektrometrie) auch mehrere tausend weitere messbare Substanzen abgebildet werden.  Die ermittelten Daten werden dann täglich durch eine Spezialsoftware auf bekannte und unbekannte Substanzen analysiert. Die LUBW kann damit Verunreinigungen und Gefahrensituationen frühzeitig erkennen. Weiter wird ermittelt, welche Stoffe (zum Beispiel Arzneimittel, Pestizide oder Industriechemikalien) im Rhein vorhanden sind und wo diese möglicherweise in den Rhein gelangen. Die zwei hochmodernen und akkuraten Geräte des Wasserlabors (Q-ToF-MS und Orbitrap-MS) wurden der Ministerin vorgestellt und erläutert.

Bild zeigt: Referatsleiterin Frau Fügel stellt Ministerin Walker MdL und Präsidentin Bell das Non-Target-Screening vor, Bildnachweis: LUBW

 

Mehr zum Thema:

  • Wie die Non-Target-Analytik helfen kann, Schadstoffe im Rhein zu finden, können Sie auch in diesem Blogbeitrag nachlesen.
  • Informationen zum Wasserlabor und allen weiteren Laboren finden Sie auf unserer Webseite zum Thema.
  • Für den Austausch mit anderen Ländern unterstützt die LUBW die Arbeit der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR). Weiter ist die LUBW Projektmitglied im EU-weiten Non-Target-Screening-Projekt zur Weiterentwicklung der Datenauswertungen.
Bildnachweis: TypoArt BS/shutterstock.com