Bewertung der Ergenisse

Grenzwerte für die elektrische Feldstärke und die magnetische Feldstärke

In Deutschland wurde zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischen Feldern 1996 die Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) erlassen. Die Verordnung legt Grenzwerte für den Gesundheitsschutz fest, die auf international anerkannten Empfehlungen basieren. Diese Grenzwerte wurden inzwischen mehrfach bestätigt: 1998 durch eine Richtlinie der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen (ICNIRP), 1999 durch eine EU-Rats-Empfehlung und im September 2001 durch eine Empfehlung der Strahlenschutzkommission.

Die 26. BImSchV gilt allerdings nicht für den gesamten untersuchten Frequenzbereich von 9 kHz bis 3 GHz. Für die Auswertung der vorliegenden Messergebnisse werden deshalb durchgängig die Beurteilunsgverfahren und Grenzwerte der EU-Rats-Empfehlung 1999/519/EG verwendet. Im folgenden Diagramm sind die dort angegebenen Grenzwerte für die elektrische Feldstärke (rot) und die magnetische Feldstärke (blau) in Abhängigkeit von der Sendefrequenz dargestellt.
 

 

In der nachfolgenden Tabelle werden für einige Sendeanlagen beispielhaft die verwendete Sendefrequenz und die sich daraus ergebenden Grenzwerte aufgeführt.
 

Sendeanlage
Frequenz
elektrische Feldstärke (V/m)
magnetische Feldstärke (A/m)
Langwellensender 153 kHz 87 4,77
Mittelwellensender 576 kHz 87 1,27
Kurzwellensender 6,030 MHz 35,4 0,12
UKW-Sender 97,8 MHz 28 0,073
Fernsehen Kanal 8 196,25 MHz 28 0,073
Fernsehen Kanal 50 703,25 MHz 36,5 0,10
Mobilfunk D-Netz 900 MHz 41,2 0,11
Mobilfunk E-Netz 1800 MHz 58,3 0,16
Mobilfunk UMTS 2000 MHz 61 0,16

 

Hinweis: Die in diesem Abschnitt dargestellten Grenzwerte waren zum Zeitpunkt der Messung gültig und haben historischen Charakter. Die Grenzwerte der 26. BImSchV wurden im Jahr 2013 geändert und sind hier abrufbar.