Beobachteter Klimawandel Global
 

Beobachtete Veränderung der Oberflächentemperatur 1901–2012

Nach dem vierten und fünften Sachstandbericht des Weltklimarats (IPCC 2007, 2013) ist der Klimawandel inzwischen eindeutig nachgewiesen: Die Beobachtungen bestätigen einen Anstieg der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, das starke Abschmelzen von Schnee und Eis sowie den Anstieg des mittleren globalen Meeresspiegels.

Beobachtete globale mittlere kombinierte Land- und Ozean-Oberflächentemperaturabweichung 1850–2012 in °C relativ zu 1961-1950 (Quelle: IPCC Sachstandsbericht 2014)

Zwischen 1880 und 2012 ist die globale Durchschnittstemperatur um 0,85°C angestiegen. In den höheren nördlichen Breiten ist dieser Temperaturanstieg besonders stark ausgeprägt. Der mittlere globale Meeresspiegel ist seit 1961 mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 1,8 mm pro Jahr und seit 1993 um durchschnittlich 3,1 mm pro Jahr gestiegen. Nach den Sachstandberichten des IPCC (2007, 2013) ist sehr wahrscheinlich, dass während der letzten 50 Jahre kalte Tage, kalte Nächte und Frost über die meisten Landgebiete weniger häufig, heiße Tag und heiße Nächte dagegen häufiger aufgetreten sind. Zudem geht der IPCC davon aus, dass Hitzewellen über den meisten Landgebieten häufiger geworden sind und in den meisten Gegenden die Häufigkeit schwerer Niederschlagsereignisse zugenommen hat.

Im fünften Sachstandbericht kommt der IPCC zu dem Schluss, dass trotz der Bemühungen im Klimaschutz die weltweiten Treibhausgas-Emissionen durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum mit zunehmender Geschwindigkeit angestiegen sind und in dieser Dekade einen Höchststand erreicht haben.