Boden

Boden


Böden bilden neben Sonnenstrahlung, Luft und Wasser die Grundlage für Leben auf der Erde. Sie sind gewissermaßen die "lebende Haut" unserer Erde, die im Laufe von Jahrtausenden durch Verwitterung aus den Ausgangsgesteinen der Erdkruste entstanden ist. Für Bodenkundler ist der Boden (Pedosphäre) die Grenzzone zwischen der Gesteinsschicht (Lithosphäre), der Biosphäre, der Erdatmosphäre und der Hydrosphäre. Böden bestehen aus mineralischer und organischer Bodensubstanz, dem Bodenwasser und der Bodenluft. Böden sind unentbehrliche Lebensgrundlage für den Menschen und Lebensraum für Flora und Fauna. Dabei sind Böden ein nicht vom Menschen vermehrbares Gut: damit 1 Meter Boden entsteht, dauert es bis zu 10.000 Jahren – also rechnerisch 0,1 mm pro Jahr. Unsere Böden bilden zugleich einen eigenen Mikrokosmos von Organismen (Bodentiere, Bakterien, Pilze usw.) mit komplexen gegenseitigen Abhängigkeiten. In einem Gramm Boden können 2 – 600 Millionen Mikroorganismen enthalten sein. Eine Handvoll Boden zählt damit viel mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.

Gefährdung des Bodens durch Klimawandel

Böden werden vom Klimawandel beeinflusst und beeinflussen selbst wiederum das Klimageschehen, etwa als Senke, Speicher oder Quelle von Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan. Für die landesweite Anpassungsstrategie wurde die Anfälligkeit von Böden in Bezug auf den Klimawandel auf Basis aktueller Kenntnisse aus Wissenschaft und Praxis und eines umfassenden Ensembles regionaler Klimaprojektionen für Baden-Württemberg mit halbquantitativen Methoden abgeschätzt. Die Ergebnisse sind im Fachgutachten Boden zugänglich. Dabei wurden mehrere Teilbereiche betrachtet, zu denen Sie auf den folgenden Seiten weiterführende Informationen finden.


Weitere Angebote zum Thema Boden

Landes-Bodenschutz- und Altlastengesetz (LBodSchAG) vom 14.12.2004