Bewertungsverfahren

(Stand 2011)

Ökokonto-Maßnahmen müssen sich einem der Wirkungsbereiche nach § 2 Abs. 1 ÖKVO zuordnen lassen:

  1. Verbesserung der Biotopqualität
  2. Schaffung höherwertiger Biotoptypen
  3. Förderung spezifischer Arten
  4. Wiederherstellung natürlicher Retentionsflächen
  5. Wiederherstellung und Verbesserung von Bodenfunktionen
  6. Verbesserung der Grundwassergüte

Ökokontofähige Maßnahmenbereiche sind in Anlage 1 abschließend aufgeführt; diese umfassen in der Regel eine Vielzahl von möglichen Einzelmaßnahmen. Ökokonto-Maßnahmen sind entsprechend den landeseinheitlichen Bewertungsregeln in Anlage 2 zu bilanzieren und ihr Wert in Ökopunkten zu bestimmen. Nach § 3 Abs. 4 ÖKVO müssen Ökokonto-Maßnahmen mindestens 10.000 Ökopunkte erbringen und mindestens 2.000 Quadratmeter umfassen. Die Bagatellregelung Flächenmindestgröße gilt nicht bei Maßnahmen des Wirkungsbereichs ‚Förderung spezifischer Arten' und bei punktuellen Maßnahmen (Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.3.5). 
Nach ÖKVO bewertet werden nur diejenigen Schutzgüter, für die standardisierte Bewertungsverfahren vorliegen. Entsprechend wurden die Schutzgüter Klima/Luft und Landschaftsbild/Erholung nicht in die Ökokonto-Verordnung aufgenommen.
Neben den Ökokonto-Maßnahmen werden ebenfalls die entsprechenden Schutzgüter bei Eingriffsvorhaben, denen Ökokonto-Maßnahmen als Kompensation zugeordnet werden sollen, nach den Regelungen in Anlage 2 bewertet. Betreffen Maßnahmen und Eingriffe mehrere Wirkungsbereiche, sind die Bewertungen jeweils zu addieren.

 


Hier finden Sie Hinweise und Beispiele zur Bilanzierung nach Anlage 2 der Ökokonto-Verordnung:
 

Maßnahmenbeispiel Ökokonto 'Beseitigung eines Parkplatzes und Entwicklung einer Magerwiese'   
Bewertungsbeispiele Biotoptypen des Offenlandes      
Hinweise zur Herleitung des Standortswaldes