Geodaten und Geoinformationssysteme


Aktuelle Landschaftsplanung wird digital erstellt. Die Ausformung eines effektiv einsetzbaren Datensystems in Datenpools sowie die Bereitstellung, Vervollständigung und Aktualisierung der Daten ermöglicheKarte GISn eine qualitativ hochwertige Erledigung der Aufgaben.

Die Ausgestaltung des Datensystems wird in der Orientierungsphase festgelegt. Hierbei geht es um die Auswahl aus den verschiedenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung, die Einbindung in eine vorhandenes oder die erstmalige Auswahl eines Geographischen Informationssystems (GIS) und das Gewährleisten der Kompatibilität der Datenverarbeitungssysteme der verschiedenen Akteure (Planer, Kommunalverwaltung, Fachverwaltungen).

Für einen störungsfreien Planungsprozess ist ein funktionierender Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Beteiligten unerlässlich. Dies betrifft nicht nur die geographischen Daten, sondern auch die Kompatibilität von Datenbanken, Textdateien oder Bild- und Filmmaterial.

 

Geodaten


Bei der Erstellung eines Landschaftsplans ist zwischen der Verwendung vorhandener und der Erzeugung neuer Daten zu unterscheiden. Insbesondere während der Planungsphase 'Orientierung' empfiehlt sich die Verwendung vorhandener Daten, um eine erste, schnelle Übersicht der Situation in der Gemeinde zu erreichen.

Als wichtige Quelle dient hier der von der LUBW geführte Daten- und Kartendienst.

Hinsichtlich orientierender Geoinformationen stellt das "Informationsportal Landschaftsplanung" Geodaten gemeindebezogen zur Verfügung.

Bodenübersichtskarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geoinformationssysteme


Die Bewältigung der vielfältigen Betrachtungspunkte und Fragestellungen verlangt den Einsatz einer großen und sehr vielfältigen Informationsmenge. Aus diesem Grund hat sich in den letzten Jahren der Einsatz von geographischen Informationssystemen (GIS) in der Landschaftsplanung durchgesetzt, so dass die Verwendung eines GIS heute als „Stand der Technik“ gelten kann und ein analoger Landschaftsplan nur noch in Ausnahmefällen angefertigt werden wird.

Eine Zusammenstellung der Vorteile und Komponenten eines GIS finden Sie im Anschluss:

 

Vorteile eines GIS


Unterstützung einer flexiblen, prozessorientierten Planung,

  • Modellierung komplexer ökologischer Zusammenhänge,
  • Entwicklung verschiedener Planungsszenarien und Varianten,
  • Plattform für interdisziplinäre Kooperation,
  • Verbesserung der Akzeptanz durch einfache und kostengünstige Veröffentlichung im Internet oder auf CD-ROM,
  • Vereinfachung einer späteren Fortschreibung des Landschaftsplans,
  • Vereinfachung von Beobachtung bzw. Umweltmonitoring.

 

Komponenten eines GIS


Ein geographisches Informationssystem besteht aus drei Komponenten: der Hardware (Rechner, Plotter, Scanner etc.), der Software (GIS-Programm) und den raumbezogenen Daten. Die Daten sind das eigentliche Herzstück des GIS: Datenauswahl, Datenbeschaffung, Klärung der Nutzungsrechte und langfristige Pflege (d.h. die laufende Aktualisierung vorhandener Daten) können allerdings mit hohem Aufwand verbunden sein.