Der Landschaftsplan im Detail


Im Landschaftsplan werden die gesetzlich geforderten Inhalte und die wesentlichen organisatorischen wie auch verfahrensbezogenen Aspekte der Planung übersichtlich aufgearbeitet. Er stellt einen Wegweiser für den Umgang mit Natur und Landschaft in der Gemeinde dar und ist an Verwaltung, Politik und auch die interessierte Öffentlichkeit gerichtet.

Der Landschaftsplan ist ergebnis- und umsetzungsorientiert und zeichnet sich durch eine gute Verständlichkeit aus. Einfache und gut illustrierte Darstellungen erleichtern das Verständnis der komplexen landschaftsökologischen und planerischen Zusammenhänge. Eine Konzentration auf die Kernaussagen ist von Vorteil; neben textlich gefassten Darstellungen dienen dazu auch andere Formen der Vermittlung.

Die zum Teil sehr umfangreichen Erläuterungen und Grundlageninformationen werden in getrennten Materialsammlungen hinterlegt. Die Benennung von Adressaten, Zuständigkeiten und Bearbeitungszeiträumen oder Kennzahlen ist festes Element des Plans und verbessert die Umsetzung der Ergebnisse. An den entsprechenden Stellen wird auf evtl. erforderliche vertiefende Untersuchungen hingewiesen.
 

Der baden-württembergische Weg


Der Landschaftsplan ist als Planungsprozess so zu entwickeln, dass er die Bedürfnisse und Wünsche einer Gemeinde aufnimmt und individuell ausgestaltet. Die Neuausrichtung des baden-württembergischen Landschaftsplans sieht hierfür einerseits die Anpassung der Inhalte an die Charakteristik und Problemlage der jeweiligen Gemeinde vor. Andererseits gewährleistet die Systematisierung des Planungsprozesses eine Optimierung der Erarbeitung und eine inhaltliche Qualitätssicherung.

Die rechtlichen Anforderungen in der Landschafts- und Umweltplanung sind in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen und kaum mehr zu überschauen. Die Landschaftsplanung muss diese Anforderungen bewältigen und gleichzeitig dem Handlungsspielraum der Planungsträger Rechnung tragen. Daher gestaltet Baden-Württemberg den Landschaftsplan als einen Planungsprozess aus, der die ganz spezifischen Voraussetzungen und Anforderungen der jeweiligen Gemeinde aufnehmen kann. Die einheitliche Grundstruktur der Planung und Qualitätsstandards gewährleisten ein möglichst flexibles Planungsinstrument. Die verschiedenen Phasen eines Landschaftsplanes werden nach den Anforderungen der konkreten Landschaft und den Vorstellungen der Gemeinde „maßgeschneidert“.

Die Aufgliederung in die Planungsphasen garantiert Vergleichbarkeit und Qualität:

  • Orientierung
  • Analyse
  • Zielkonzept
  • Alternativen, Raumverträglichkeit sowie Leitbild
  • Handlungsprogramm
  • Beobachtung

Die wichtigsten Elemente der Entwicklung des kommunalen Landschaftsplans besteht aus der Erarbeitung der gesetzlich vorgegebenen Inhalte und möglicher inhaltlicher Erweiterungen, dem zugrundeliegenden Datensystem (u.a. Nutzung von Geodaten und Geoinformationssystemen) sowie dem Projektmanagement und umfassend aufgebauten Kommunikationsstrukturen.