Überblick über das Informationsportal


Das Informationsportal Landschaftsplanung Baden-Württemberg stellt umfassende Hilfen für die Erstellung von Landschaftsplänen bereit.

Zielsetzung des Informationsportals Landschaftsplanung ist einerseits die fachgerechte Bündelung und Aufbereitung der vorhandenen Datengrundlagen für die Landschaftsplanung. Andererseits werden durch das Aufzeigen einer möglichen methodischen Herangehensweise zur Erarbeitung von Landschaftsplänen

  • den Kommunen der Nutzen von Landschaftsplänen verdeutlicht,
  • ein Maßstab zur Qualitätssicherung von Landschaftsplänen aufgestellt.

Das Informationsportal unterstützt die direkt mit Landschaftsplanung befassten Akteure bei der Ermittlung und Auswertung von Datengrundlagen durch

  • zusammenfassende Darstellung der vorhandenen Datengrundlagen,
  • zielgerichtete Datenaufbereitung und –darstellung,
  • Effektivierung der Datenbereitstellung durch Downloadmöglichkeit und Hinweise auf Bezugsquellen,
  • Bereitstellung von Fachinformationen (Datenbeschreibung und -dokumentation, methodische Arbeitshilfen, Literaturhinweise).

Außerdem wird der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, sich über die Inhalte der Landschaftsplanung im Allgemeinen und den Zustand von Natur und Landschaft in einem konkreten Raumausschnitt zu informieren.

Die rechtlichen und planerischen Grundlagen umfassen alle wichtigen Grundlagen und Aspekte, die für die Landschaftsplanung von Bedeutung sind. Der Schwerpunkt liegt auf der kommunalen Landschaftsplanung.

Der Landschaftsplan im Detail geht unter anderem auf auf die Aufgaben, die Erstellung und Fortschreibung und den Planungsprozess des Landschaftsplans ein und nimmt dabei Bezug auf Baden-Würrtemberg.

Darüber hinaus sind Karten ein zentraler Bestandteil des Informationsportals. Unter Kartendienst Landschaftsplanung finden Sie eine Übersicht zu den Schutzgütern, die im Landschaftsplan behandelt werden. Über einen Link gelanden Sie zum Kartendienst, der thematisch zusammengestellte Karten zum Anschauen bereitstellt. Zu vielen Themenbereichen können die dazugehörigen Daten unter Geodaten heruntergeladen werden. Eine Zusammenstellung verschiedener themenbezogener Projekte sowie Angaben zu weiterführender Literatur vervollständigen die Materialiensammlung.

Die weiterführenden Verweise stellen Arbeitshilfen in Form von pdf-Dokumenten bereit. Hier sind konzeptionelle Ansätze zur Erstellung von Landschaftsplänen zu finden. Konkrete Arbeitsschritte und Herangehensweisen werden erläutert und fachliche sowie rechtliche Hintergründe aufgezeigt. Des Weiteren werden Beispiele und Projekte, Links und Literatur sowie Geodaten bereitgestellt.

 

Die Landschaftsplanung als Gegenstand des Informationsportals


Die Landschaftsplanung ist ein vorsorgendes Planungsinstrument zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Sie bereitet die Informationen zu den natürlichen Ressourcen auf und erstellt die Konzepte zum flächendeckenden Erhalt und zur nachhaltigen Entwicklung von Natur und Landschaft zu allen Instrumenten der Raumordnung und auf der Bauleitplanungsebene. Um den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden, müssen die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege in die räumliche Gesamtplanung sowie auch in die Fachplanungen einfließen.

Die Landschaftsplanung unterstützt mit ihren vielfältig nutzbaren Informationen auch strategische Umweltprüfungen, die eine umweltverträgliche Planaufstellung sowie die Überwachung der Umweltauswirkungen von Plänen und Programmen gewährleisten sollen.

Mit dem Landschaftsrahmenprogramm, dem Landschaftsrahmenplan, dem Landschaftsplan sowie dem Grünordnungsplan stehen  Instrumente der Landschaftsplanung für alle Ebenen der räumlichen Planung zur Verfügung. Die Landschaftsplanung leistet damit den wichtigen, langfristig vorsorgenden Beitrag zur räumlichen Planung.

Die unterschiedlichen Pläne werden unter Der Landschaftsplan im Detail vorgestellt.


 

Einführung kommunale Landschaftsplanung


Zielsetzung jeder Gemeinde sollte ihre nachhaltige gemeindliche Entwicklung sein. Wesentliche Grundlagen hierfür sind Informationen über Natur und Landschaft. Erarbeitet werden diese Informationen im Landschaftsplan. Der Gesetzgeber verpflichtet deshalb im Naturschutzgesetz die Städte und Gemeinden zur Aufstellung von Landschaftsplänen, sofern wesentliche Veränderungen von Natur und Landschaft im Planungsraum eingetreten, vorgesehen oder zu erwarten sind.

Vielfältige Naturräume prägen Baden-Württemberg. Der Bodenseeraum, der Schwarzwald und die Schwäbische Alb sind die wohl bekanntesten Landschaften in Baden-Württemberg. Sie sind landschaftlich sehr reizvoll - und sehr verschieden. 
Gleichzeitig zählt das Land mit seinen vielen Mittelstandsbetrieben und seiner Technologiekompetenz zu den leistungsfähigsten Wirtschaftsstandorten in Europa. Diese Leistungsfähigkeit beruht nicht zuletzt auf einem wesentlichen Standortvorteil Baden-Württembergs: seinen landschaftlichen Qualitäten und dem damit verbundenen hohen Freizeitwert.
Lebenswerte Wohn- und Arbeitsbedingungen, aber auch die vielfältigen Erholungsmöglichkeiten sind eng an eine intakte und vielfältige Landschaft gebunden. Nur mit dem Erhalt und der behutsamen Weiterentwicklung unserer Kulturlandschaft kann das Land auch für nachfolgende Generationen attraktiv bleiben.

Die Ausweitung von Siedlung- und Industriegebieten sowie der Ausbau von Verkehrsachsen führen zu Beeinträchtigungen der natürlichen Ressourcen sowie zu einer Verkleinerung und Zerschneidung von Lebensräumen. Der Gesetzgeber hat auf diese problematischen Entwicklungen mit einer Vielzahl von Umweltprüfinstrumenten reagiert.
 

Die Landschaftsplanung – Vorsorgeinstrument für eine nachhaltige Gemeindeentwicklung


Neben der Minimierung solcher Beeinträchtigungen durch Prüfinstrumente geht es aber auch darum, positive Ziele zu verfolgen wie z.B. die Schaffung von lebenswerten Wohn-, Arbeits- und Erholungsbedingungen in den Gemeinden für die heutige und die nachfolgenden Generationen. Dafür sind eine vorausschauende Gestaltung unseres Lebensumfelds und ein vorsorgendes Flächenmanagement mit Hilfe von Entwicklungs- und Vorsorgeinstrumenten erforderlich. Hier hat die Landschaftsplanung ihren Platz. Der Gesetzgeber hat sie deshalb folgerichtig als Vorsorgeinstrumentarium im Naturschutzgesetz verankert.