Presseservice

 

Ansprechpartner

Tatjana Erkert

Pressesprecherin

Telefon: 0721 / 5600 - 1387

E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

Zurück

Feinstaub und Staubinhaltsstoffe in Schwarzwaldtälern

Die Jahreswerte bestätigen die Untersuchungen des ersten Halbjahres 2019

Löwe 05.06.2020

Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg führte im Jahr 2019 Messungen zur Bestimmung der Feinstaubbelastung in der Luft in den drei Schwarzwaldgemeinden Forbach, Kleines Wiesental und Schuttertal durch. Mit den Messungen wurde der Einfluss von Holzfeuerungen auf die Feinstaubbelastung untersucht.

Die gesetzlichen Grenzwerte werden eingehalten

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 führte die LUBW Messungen von Feinstaub (Partikel PM10 und PM2,5) sowie Benzo[a]pyren durch. Wie in ganz Baden-Württemberg wurden in den drei Schwarzwaldtälern die Jahresgrenzwerte für Partikel PM10 und PM2,5 eingehalten. Der gemessene Jahresmittelwert von PM10 mit 14 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und PM2,5 mit 11 Mikrogramm pro Kubikmeter war in Schuttertal am höchsten, aber weit unter dem Grenzwert von 40 bzw. 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Auch der Grenzwert des krebserregenden Benzo[a]pyrens wurde an allen drei Standorten um mehr als die Hälfte unterschritten. Damit werden die Ergebnisse aus der ersten Jahreshälfte 2019 bestätigt. Der Jahresverlauf der Tagesmittelwerte der Partikel PM10-Konzentration in den drei Schwarzwaldtälern kann Abbildung 1 entnommen werden, die gültigen und gemessenen Jahresgrenzwerte der Tabelle 1.

Abbildung 1: Tagesmittelwerte der Partikel PM10-Konzentrationen in den Schwarzwaldgemeinden Forbach, Kleines Wiesental und Schuttertal im Jahr 2019 (Quelle: LUBW)

 

Tabelle 1: Grenzwerte und gemessene Jahresmittelwerte der Luftschadstoffe PM10, PM2,5 und Benzo[a]pyren in den drei Schwarzwaldtälern Schuttertal, Kleines Wiesental und Forbach

Luftschadstoff

Immissions-grenzwert/Zielwert
(Kalenderjahr)

Schuttertal

Kleines Wiesental

Forbach
 

PM10

40 µg/m3

14 µg/m3

11 µg/m3

11 µg/m3

PM2,5

25 mg/m3

11 µg/m3

9 µg/m3

8 µg/m3

Benzo[a]pyren

1 ng/m3

0,41 ng/m3

0,24 ng/m3

0,20 ng/m3

 

Bestimmung des Beitrags der Holzfeuerung am Feinstaubanteil

Im Fokus der Messungen stand die Untersuchung, wie hoch der Feinstaubanteil durch Holzfeuerung ist. In den Schwarzwaldtälern konnte in Forbach an 116 Tagen, im Kleinen Wiesental an 141 Tagen und in Schuttertal an 154 Tagen ein signifikanter Holzfeuerungsanteil festgestellt werden. Der mittlere Feinstaubanteil durch die Holzfeuerung lag in den drei Tälern damit zwischen 24 und 27 Prozent. „Für die LUBW ist es eine wichtige Erkenntnis, dass die Immissionsbelastung durch Holzfeuerung in den Schwarzwaldtälern ähnliche Werte wie an der kleinstädtisch geprägten Hintergrundmessstation in Gärtringen aufweist. Im Vergleich dazu ist der Holzfeuerungsanteil an der großstädtisch geprägten Hintergrundmessstation Stuttgart Bad-Cannstatt geringer“, so Werner Altkofer, stellvertretender Präsident der LUBW. In Gärtringen liegt der mittlere Holzfeuerungsanteil bei 26 Prozent, in Stuttgart Bad-Cannstatt bei 15 Prozent.

 

Abbildung 2: Statistische Auswertung des Holzfeuerungsanteils in Forbach, im Kleinen Wiesental und in Schuttertal im Vergleich zu den städtischen Hintergrundmessstationen Gärtringen und Stuttgart-Bad-Cannstatt im Jahr 2019 (Quelle: LUBW)

 

Hintergrundinformation

Hintergrund der Messungen sind Untersuchungen der LUBW, bei denen ein signifikanter Anteil von Holzfeuerungen an der Immissionsbelastung von Partikel PM10 (Feinstaub) festgestellt wurde. Außerdem haben die Untersuchungen der LUBW in der Vergangenheit gezeigt, dass der Anteil von Benzo[a]pyren im Feinstaub durch den Emissionsbeitrag aus Holzfeuerungen dominiert wird. Deshalb wurden Messstandorte ausgewählt, an denen mit einem signifikanten Beitrag von Holzfeuerungen an der Partikel PM10-Immissionsbelastung zu rechnen war.

Um den Beitrag der Holzfeuerung feststellen zu können, wird die Levoglucosankonzentration gemessen. Levoglucosan entsteht bei der Verbrennung von Holz und liegt als Bestandteil in Feinstaubpartikeln vor. Da es in der Atmosphäre stabil ist, kann somit auf den Holzfeuerungsanteil in der Feinstaubfraktion geschlossen werden.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen und den Hintergründen der Feinstaubmessungen in den drei Schwarzwaldtälern finden Sie in Bericht „Messungen von Feinstaub und Staubinhaltsstoffen in ausgewählten Schwarzwaldtälern – Ergebnisse der Messungen 2019“ der LUBW https://pd.lubw.de/10124.

Rückfragen
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

Bildnachweis: wellphoto/Shutterstock, LUBW