Ein radioaktives Edelgas

Zerfall von Radon

  • Radon ist radioaktiv
  • Radon kann mit seiner Strahlung Zellen schädigen
  • Radon kann Lungenkrebs hervorrufen

 

Radon ist ein Gas, das sich in kleinsten Mengen überall in der Luft befindet. Es hat keine Farbe, riecht nicht und man kann es auch nicht schmecken. Weil es ein sogenanntes Edelgas ist, bindet es sich nicht an andere Stoffe. Und es hat noch eine besondere Eigenschaft: Radon ist radioaktiv.

Das bedeutet, dass die Atomkerne des Gases instabil sind. Wenn Radon zerfällt, entstehen sogenannte Folgeprodukte (auch: "Zerfallsprodukte"). In der Luft binden sich diese Radon-Folgeprodukte an Schwebeteilchen wie zum Beispiel Staub. Gelangt der Staub beim Einatmen in die Lunge, lagern sich die Folgeprodukte am Lungengewebe an. Die Radon-Folgeprodukte sind genau wie Radon radioaktiv.

Radioaktive Elemente senden energiereiche Strahlung aus. Diese kann andere Elemente und Moleküle verändern. Trifft die Strahlung auf die DNA einer menschlichen Zelle, kann das Erbgut der Zelle geschädigt werden. In der Folge kann eine Tumorzelle entstehen.

Wenn sich Radon in der Raumluft befindet, müssen wir uns um die Zellen unserer Haut jedoch keine Sorgen machen. Die Strahlung von Radon reicht nicht sehr weit und durchdringt nur die oberste Zellschicht. Da Haut sich ständig erneuert, besteht diese Schicht aus bereits abgestorbenem Zellmaterial.

Anders sieht es aus, wenn wir Radon mit der Atemluft einatmen. Dann gelangt das radioaktive Gas mit seinen Folgeprodukten in die Lunge. Dort kann die Strahlung das Erbgut lebender Zellen der Lungenoberfläche schädigen. Daraus kann Lungenkrebs entstehen.