NACHHALTIG HANDELN IN BADEN-WÜRTTEMBERG HEIßT …

… verantwortungsbewusste Konsumstile und fairen Handel zu fördern.

Häusliche Abfälle

Ökologischer Landbau

Häusliche Abfälle

Bedeutung:
Der Verbrauch natürlicher Ressourcen ist ein globales Problem mit regionalen Ursachen, die von jedem Einzelnen unmittelbar beeinflusst werden können. Mit der Herstellung und der Verteilung von Produkten werden immer auch Rohstoffe wie Erdöl und Metalle sowie Energie verbraucht. Die Ressourcen unseres Planeten sind jedoch nicht unerschöpflich vorhanden, sodass für eine langfristig sichere Energie- und Rohstoffversorgung auf eine Optimierung der Stoffkreisläufe nicht verzichtet werden kann.

Definition:
Dargestellt das das gesamte Abfallaufkommen unterteilt nach Haus- und Sperrmüll (ohne Wertstoffe und Biomüll), getrennt erfasste Wertstofffraktionen (z. B. Glas, Papier) und Bioabfälle in Kilogramm pro Einwohner und Jahr (kg/(E·a)).

Ziel:
Ziel ist die weitere Verringerung des durchschnittlichen einwohnerbezogenen Hausmüllaufkommens. Gleichzeitig sollen die Erfassungsmengen von Bioabfall und von Wertstoffen erhöht werden [Abfallwirtschaftsplan Baden-Württemberg].

Bewertung:
Das gesamte Abfallaufkommen ist seit Jahren nahezu konstant. Durch die flächendeckende Einführung der Biotonne soll eine erhebliche Steigerung des Bioabfallaufkommens auf 60 kg/(E·a) im Jahr 2020 erreicht werden. Die erfasste Menge von Abfällen aus der Biotonne konnte in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden und liegt im Jahr 2019 bei 51 kg/(E·a).

Gestapelte Säulen. Entwicklung des Abfallaufkommens unterteilt nach Bioabfällen, Wertstoffen aus Haushalten und Haus- und Sperrmüll von 1990 bis 2019 in Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Das Abfallaufkommen ist nahezu konstant. Bioabfälle machen etwa 15 Prozent des gesamten Abfallaufkommens aus.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten „Abfall" unter LUBW.Baden-Württemberg>Themen> Abfall- und Kreislaufwirtschaft, bei der Länderinitiative Kernindikatoren LIKI sowie beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg

Ökologischer Landbau

Bedeutung:
Ökologische Landwirtschaft erhält und schont die natürlichen Ressourcen in besonderem Maße. Zu den Anbauregeln gehören insbesondere möglichst geschlossene Betriebskreisläufe und der Verzicht auf chemisch-synthetische Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel.

Definition:
Angegeben wird der Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft nach EG-Öko-Verordnung an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Prozent.

Ziel:
Das Land Baden-Württemberg fördert den ökologischen Landbau gezielt mit dem 2012 ins Leben gerufenen Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg". Ein konkretes Ziel ist für diesen Indikator nicht definiert.

Bewertung:
Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche zeigt im Jahr 2019 erstmals einen Rückgang. Aufgrund nachträglicher Korrektur von Flächendaten sind die Zahlen 2018 und 2019 jedoch nur bedingt mit denen der Vorjahre vergleichbar.

Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe, die nach ökologischen Richtlinien wirtschaften, nimmt nach wie vor zu und lag im Jahr 2019 bei 10371. Das sind gut ¼ der landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg insgesamt.

Liniendiagramm. Entwicklung des Anteils von Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1994 bis 2019 in Prozent. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen stieg von 2 Prozent im Jahr 1994 auf gut 13 Prozent im Jahr 2019 stetig an. Die Daten aus dem Jahr 2018 sind nicht belastbar.

Weitere Informationen finden auf den Themenseiten Ökologischer Landbau des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg MLR.Baden-Württemberg>Unsere Themen>Landwirtschaft>Ökologischer Landbau unter Länderinitiative Kernindikatoren LIKI sowie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL