Langzeitbeobachtung der Umwelt

In der Medienübergreifenden Umweltbeobachtung finden Langzeitbeobachtungen zum Zustand der belebten Umwelt und zur Belastung von Organismen mit Schadstoffen und Schwermetallen statt. In diesem Zeitstrahl sind die Umweltbelastungen zum Zeitpunkt der Aufnahme ins Untersuchungsprogramm aufgetragen:

Zeitstrahl von 1970 bis heute. Eingezeichnet sind die vergangenen und noch aktuellen Umweltbelastungen, die untersucht werden.

Im Biologischen Messnetz wird seit mehr als 40 Jahren die Entwicklung von verschiedenen Organismengruppen auf Dauerbeobachtungsflächen untersucht. 21 Flächen liegen im Wald und 18 im Grünland. Auf denselben Flächen werden Regenwürmer und Blattproben regelmäßig auf Schadstoffe untersucht.

Seit den 80er Jahren werden regelmäßig die Eierschalen von Wanderfalken auf Schadstoffe untersucht, die den Bruterfolg dieser Greifvögel schwerwiegend beeinflussen können.

 Das Bild zeigt einen naturnahen Buchenmischwald.

Wald und Wiesen im Visier

Im Biologischen Messnetz der LUBW werden seit den 80er Jahren regelmäßig die Artzusammensetzung der Vegetation, der Bodenfauna und der Flechten untersucht. Es dient als Frühwarnsystem für Umweltbelastungen und ist seit 40 Jahren ein wichtiges Werkzeug für die Beobachtung von Ökosystemen.

 Wanderfalke auf einem Stein sitzend

Schadstoffuntersuchungen

Beim biologischen Schadstoffmonitoring in Baden-Württemberg wird die Anreicherung von Schwermetallen und organischen Schadstoffen mithilfe chemischer Rückstandsanalytik über lange Zeiträume in Biotaproben untersucht. Dazu gehören seit 1985 Regenwürmer und seit 1999 die Schadstoffanalytik in Wanderfalkeneiern.

Ammoniakkonzentration in Baden-Württemberg

Stickstoffüberschüsse

Landesweite Stickstoffmessungen werden genutzt um die Ammoniakkonzentration und die Stickstoffdeposition für Baden-Württemberg über die Jahre zu modellieren. Im Daten- und Kartendienst der LUBW > Stickstoff sind die Karten verfügbar.

Gezeigt wird eine Karte Baden-Württembergs, in der die Ergebnisse der Makrozoobenthosuntersuchungen aus dem Jahr 2007 als kleine Punkte und 2010 als große Punkte eingetragen sind. Blaue Punkte stehen dabei für die Qualitätsklasse "sehr gut" und grüne Punkte für die Klasse "gut". Die Untersuchungen wurden zumeist im Schwarzwald durchgeführt. Blaue und grüne Punkte halten sich in etwa die Waage.

Frühere Untersuchungen

Schwefelverunreinigungen in der Atmosphäre tragen zur Versauerung von Gewässern und Böden bei, indem sie sauren Regen bilden. Die Versauerung der Böden führt zur Mobilisierung von giftigen Schwermetall- und Aluminiumionen, die Pflanzen und Tiere schädigen können. Durch den "Sauren Regen" verursachte Umweltschäden waren Anlass für umfassende Luftreinhaltemaßnahmen ab den 1980er Jahren. Seitdem hat sich die Versauerungssituation deutlich verbessert.