Wald und Wiesen im Visier

Auf den 39 Flächen des Biologischen Messnetzes der LUBW wird in regelmäßigen Abständen die Artzusammensetzung der Vegetation, der Bodenfauna (Regenwürmer und Collembolen) und der Flechten aufgenommen. Klimastationen messen das Mikroklima auf jeder Fläche, chemische Untersuchungen in Blättern und Pflanzen geben Auskunft über Nährstoff- und Schadstoffeinträge.

Karte von Baden-Württemberg, auf der man die verschiedenen Messstandorte des Biologischen Messnetzes sieht. Von den 39 Messstandorten sind 18 Grünlandflächen und 21 Waldflächen.

     

    Untersucht werden:

 

 

Ursprünglich als Reaktion auf die Naturkatastrophe des Sauren Regens in den 80er Jahren begründet, dient die Dauerbeobachtung im Biologischen Messnetz als ein Frühwarnsystem, um neue Umweltbelastungen frühzeitig zu erkennen, damit geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können.

Gleichzeitig erlauben die jahrzehntelangen Beobachtungen auch Auswirkungen längerer Umweltveränderungen, wie etwa dem Klimawandel oder vermehrter Nährstoffeinträge, einzuschätzen. So ist das Biologische Messnetz seit 40 Jahren ein wichtiges Werkzeug, um Veränderungen unserer Ökosysteme zu beobachten und zu bewerten.

Drei Fotos aus dem Biologischen Messnetz zeigen eine im Wald aufgebaute Klimastation, eine zur Aufnahme markierte Grünlandfläche und der Blick in eine Dauerbeobachtungsfläche im Wald mit umgestürzten Bäumen.

Das Biologische Messnetz

Die Dauerbeobachtungsflächen des Biologischen Messnetzes sind über das ganze Land verteilt - vom Flachland bis ins Gebirge, auf sauren bis zu kalkhaltigen Böden. Es entstehen wertvolle, langjährige Zeitreihen, die die Entwicklung im Land dokumentieren.

Das Bild zeigt Flechten, die auf der Baumrinde leben.

Flechtenmonitoring

Flechten sind eine Lebensgemeinschaft aus Pilzen und Grünalgen oder Cyanobakterien. Sie reagieren empfindlich auf Veränderungen in der Luftqualität und im Klima, weshalb sie sich gut als Bioindikator eignen.

Man sieht einen Octolasion tyrtaeum an der Bodenoberfläche

Regenwürmer und Dürre

Regenwürmer erfüllen wesentliche Funktionen in der Natur. Wir untersuchen Veränderungen der Regenwurmpopulation durch Dürre.

Dicyrtomina ornata unter dem Mikroskop

Collembolen

Collembolen sind kleine Bodenorganismen, die wichtig für die Bodenfunktion sind. Die Veränderung der Artenzusammensetzung wird seit 1986 beobachtet.

Weitere Ergebnisse aus den vergangenen Jahren

Signale aus der Natur, 2013

Signale aus der Natur, 2005

Weitere Ergebnisse finden Sie im Publikationsdienst.