Wald und Wiesen im Visier
Auf den 39 Flächen des Biologischen Messnetzes der LUBW wird in regelmäßigen Abständen die Artzusammensetzung der Vegetation, der Bodenfauna (Regenwürmer und Collembolen) und der Flechten aufgenommen. Klimastationen messen das Mikroklima auf jeder Fläche, chemische Untersuchungen in Blättern und Pflanzen geben Auskunft über Nährstoff- und Schadstoffeinträge.

Untersucht werden:
- Flechten
- Vegetation
- Lokalklima
- Bodenlebewesen (Regenwürmer, Springschwänze)
- Nährstoffe
- Schadstoffe
Ursprünglich als Reaktion auf die Naturkatastrophe des Sauren Regens in den 80er Jahren begründet, dient die Dauerbeobachtung im Biologischen Messnetz als ein Frühwarnsystem, um neue Umweltbelastungen frühzeitig zu erkennen, damit geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können.
Gleichzeitig erlauben die jahrzehntelangen Beobachtungen auch Auswirkungen längerer Umweltveränderungen, wie etwa dem Klimawandel oder vermehrter Nährstoffeinträge, einzuschätzen. So ist das Biologische Messnetz seit 40 Jahren ein wichtiges Werkzeug, um Veränderungen unserer Ökosysteme zu beobachten und zu bewerten.
Die Dauerbeobachtungsflächen des Biologischen Messnetzes sind über das ganze Land verteilt - vom Flachland bis ins Gebirge, auf sauren bis zu kalkhaltigen Böden. Es entstehen wertvolle, langjährige Zeitreihen, die die Entwicklung im Land dokumentieren.
Flechten sind eine Lebensgemeinschaft aus Pilzen und Grünalgen oder Cyanobakterien. Sie reagieren empfindlich auf Veränderungen in der Luftqualität und im Klima, weshalb sie sich gut als Bioindikator eignen.
Regenwürmer erfüllen wesentliche Funktionen in der Natur. Wir untersuchen Veränderungen der Regenwurmpopulation durch Dürre.
Collembolen sind kleine Bodenorganismen, die wichtig für die Bodenfunktion sind. Die Veränderung der Artenzusammensetzung wird seit 1986 beobachtet.
Weitere Ergebnisse aus den vergangenen Jahren
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