Langzeitbeobachtung der Umwelt
In der Medienübergreifenden Umweltbeobachtung finden Langzeitbeobachtungen zum Zustand der belebten Umwelt und zur Belastung von Organismen mit Schadstoffen und Schwermetallen statt. In diesem Zeitstrahl sind die Umweltbelastungen zum Zeitpunkt der Aufnahme ins Untersuchungsprogramm aufgetragen:

Im Biologischen Messnetz wird seit mehr als 40 Jahren die Entwicklung von verschiedenen Organismengruppen auf Dauerbeobachtungsflächen untersucht. 21 Flächen liegen im Wald und 18 im Grünland. Auf denselben Flächen werden Regenwürmer und Blattproben regelmäßig auf Schadstoffe untersucht.
Seit den 80er Jahren werden regelmäßig die Eierschalen von Wanderfalken auf Schadstoffe untersucht, die den Bruterfolg dieser Greifvögel schwerwiegend beeinflussen können.
Im Biologischen Messnetz der LUBW werden seit den 80er Jahren regelmäßig die Artzusammensetzung der Vegetation, der Bodenfauna und der Flechten untersucht. Es dient als Frühwarnsystem für Umweltbelastungen und ist seit 40 Jahren ein wichtiges Werkzeug für die Beobachtung von Ökosystemen.
Beim biologischen Schadstoffmonitoring in Baden-Württemberg wird die Anreicherung von Schwermetallen und organischen Schadstoffen mithilfe chemischer Rückstandsanalytik über lange Zeiträume in Biotaproben untersucht. Dazu gehören seit 1985 Regenwürmer und seit 1999 die Schadstoffanalytik in Wanderfalkeneiern.
Landesweite Stickstoffmessungen werden genutzt um die Ammoniakkonzentration und die Stickstoffdeposition für Baden-Württemberg über die Jahre zu modellieren. Im Daten- und Kartendienst der LUBW > Stickstoff sind die Karten verfügbar.
Schwefelverunreinigungen in der Atmosphäre tragen zur Versauerung von Gewässern und Böden bei, indem sie sauren Regen bilden. Die Versauerung der Böden führt zur Mobilisierung von giftigen Schwermetall- und Aluminiumionen, die Pflanzen und Tiere schädigen können. Durch den "Sauren Regen" verursachte Umweltschäden waren Anlass für umfassende Luftreinhaltemaßnahmen ab den 1980er Jahren. Seitdem hat sich die Versauerungssituation deutlich verbessert.



