Pestiziduntersuchungen in Insekten

Insekten spielen eine enorm wichtige Rolle für funktionierende Ökosysteme. Nicht nur ihr Artenreichtum, sondern auch ihre große Biomasse sind hierfür von großer Bedeutung. Sie stellen die Nahrungsgrundlage für viele weitere Tierarten wie zum Beispiel kleine Säugetiere oder Vögel dar und sind damit ein wichtiger Bestandteil des Nahrungsnetzes. Mit ihrer Rolle bei der Bestäubung einer Vielzahl an Pflanzen tragen sie nicht nur zum Erhalt der biologischen Vielfalt, sondern auch zur Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung von uns Menschen bei.

Der vielerorts beobachtete Rückgang der Insektenbestände ist daher Anlass zur Sorge und Hintergrund der Fragestellung, wie es um die Insekten im Land bestellt ist. Um eine Datengrundlage zu der Insektenvielfalt im Land zu erheben, betreibt die LUBW seit 2018 ein Insektenmonitoring. Dabei werden verschiedene Indikatorgruppen von Insekten erfasst. Die Biomasse flugaktiver Insekten wird mittels Malaise-Fallen erfasst. Neben der Biomasse werden hierbei auch Faktoren erfasst, die einen Einfluss auf die Insektenbestände haben können – so zum Beispiel die Landnutzung im Fallenumfeld, Temperatur und Niederschlagsdaten. Die Medienübergreifende Umweltbeobachtung trägt mit der Untersuchung der Pestizidbelastung der beobachteten Fluginsekten einen weiteren Beitrag zur Bewertung der Insektenpopulationen im Land bei.

Das Monitoring der flugaktiven Insekten findet in einem vierjährigen Turnus auf landesweit 40 Flächen statt, von denen jährlich 10 Flächen beprobt werden können. Die Untersuchung der Pestizide startete im Jahr 2024. Eine umfassende Auswertung der Daten ist nach dem Abschluss eines Turnus geplant, wenn Daten aller 40 Flächen vorliegen.

Die Fotos zeigen zwei Insekten auf gelben Blüten, sowie eine Malaise-Falle, die zum Monitoring der flugaktiven Insekten eingesetzt wird.
Mehr zum Insektenmonitoring in Baden-Württemberg finden Sie hier: Insektenmonitoring