Messungen

Auf diesen Seiten erhalten Sie Informationen über Ergebnisse von Messungen elektromagnetischer Felder.

Ein häufig vorkommender Anlagentyp, der auch optisch stark auffällt, sind Hochspannungsfreileitungen. Ferner wird über die Ergebnisse landesweiter Messprojekte berichtet, mit denen die Einwirkungen durch Funkwellen in vier Untersuchungsgebieten Baden-Württembergs flächenhaft und repräsentativ erfasst wurden. Das erste Funkwellen-Messprojekt wurde zwischen 2001 und 2003 durchgeführt, ein weiteres im Jahre 2009. Schließlich finden Sie auch Informationen über die Tätigkeiten der Bundesnetzagentur. Diese Behörde nimmt regelmäßig in allen Bundesländern Messungen von Funkwellen vor.

Foto: Messung von Funkwellen auf einem Hausdach

Hochspannungsleitungen

Die Stärke und die Verteilung der elektrischen und magnetischen Felder im Umfeld einer Hochspannungsfreileitung sind von vielen Faktoren abhängig. Wesentlich sind:

  • Spannung
  • Stromstärke
  • Form des Mastes und Anordnung der Leiterseile
  • Anzahl der Leiterseile
  • Durchhang der Leiterseile
Welche Feldstärken am Boden auftreten, wird von Spannung und Stromstärke sowie Mastform und Durchhang der Leiterseile bestimmt. Der Durchhang verändert sich mit der Temperatur der Leiterseile: Je höher die Übertragungsleistung (Stromstärke) und Lufttemperatur, um stärker ist aufgrund der thermischen Ausdehnung der Durchhang. Die höchsten Feldstärken sind direkt unterhalb der Leiterseile anzutreffen. Mit zunehmender Entfernung von der Freileitung nehmen sie sehr rasch ab.

Typische Messwerte für eine 380-Kilovolt (kV)-Leitung, wie sie auf dem Foto zu sehen ist, gibt die nachfolgende Tabelle wieder. Angegeben ist der horizontale Abstand vom Ort des größten Seildurchhangs. Hier befinden sich die tiefsten Leiterseile ca. 12 Meter über dem Boden. Gemessen wurde in 1 Meter Höhe über dem Erdboden.

Tabelle: Elektrische Feldstärke und magnetische Flussdichte
 
Abstand
in Meter (m)
Elektrische Feldstärke
in Kilovolt pro Meter (kV/m)
Magnetische Flussdichte
in Mikrotesla (µT)
0,0 4,50 3,80
8,2 3,73 3,65
12,0 2,92 2,15
25,2 1,97 0,87
34,4 0,89 0,86
62,0 0,35 0,30
64,3 0,37 0,30
94,2 0,15 0,14


Während das elektrische Feld praktisch unabhängig vom Strom durch die Hochspannungsleitung ist, ändert sich die magnetische Feldstärke mit den tageszeitlichen Schwankungen des Strombedarfs. Wie Messungen ergeben haben, kann die Stromstärke im Tagesverlauf um den Faktor 3 schwanken. Das Diagramm zeigt als Beispiel die Schwankungen der magnetischen Flussdichte einer 380-kV-Freileitung über einen Zeitraum von 24 Stunden. Der Messort befand sich in ungefähr 50 m Abstand zur Freileitung in der Mitte zwischen zwei Masten (Ort des größten Seildurchhangs). Die Messhöhe betrug 3 Meter.

Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen ist die Regulierungsbehörde des Bundes. Bei ihr laufen die Informationen über Standorte und technische Daten von ortsfesten Funksendeanlagen in ganz Deutschland zusammen. Darüber hinaus führt sie regelmäßig Messungen durch. Auf den nachfolgenden Internetseiten können Sie sich über die Aktivitäten der Bundesnetzagentur näher informieren.

EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur

Sachgebiet Telekommunikation der Bundesnetzagentur mit allgemeinen Verbraucher-Informationen