Good Practice - Bauwerke

Darstellung von einem Kran und einem Kreis mit drei Pfeilen in zwei Medallien mit Schärpe

Zusammenstellung von Good-Practice Bauwerken

Auf dieser Seite finden Sie Projekte die Aspekte des Zirkulären Bauens beispielhaft umgesetzt haben. Die Aspekte reichen von der Entscheidung zur Bauwerkserhaltung, Berücksichtigung der Demontierbarkeit von Bauprodukten und Bauteilen, dem Einsatz von Rezyklaten bis hin zur Wiederverwendung von Bauprodukten.

Sie sind auch eingeladen zu Bauprojekten, die ihrer Meinung nach in unserer Aufstellung fehlen, Angaben an uns, über diesen Link, zu übermitteln.

Projektauswahl

null Recyclinghaus Hannover

1. Allgemeine Daten

Kategorie:Neubau
Bauwerk:Einfamilienhaus
Standort:Hannover Kronsberg
Bauherr:Gundlach GmbH & Co. KG
Fertigstellung:2019

2. Beschreibung der Baumaßnahme

Das Einfamilienhaus in Hannover ist ein ideales Beispiel für die kreative Nutzung von vorhandenen Materialien. Detailplanung und Bauausführung waren bei der Umsetzung eng miteinander verzahnt.

  1. Rückbaubarkeit: Rohbau aus leimfrei zusammengesetzten Massivholzelementen
  2. Vorfertigung: Vorgefertigter Massivholzbau, „um Fenster herumgeplant“
  3. Recycling: Verwendung von Recyclingbeton, recycelte Fassadendämmung, Bodenbelag mit Fragmenten aus Splitt und Abbruchziegeln einer alten Scheune
  4. Upcycling: Umarbeitung der Eingangstür eines Bauernhauses zu Innentüren
  5. Regionale Bauteilernte: Verwendung von Elementen und Materialien aus der Region Hannover
  6. Wiederverwendung:
  • Fassade: Fensterelemente, Faserzementplatten aus ehemaligem Jugendzentrum, Profilbauglas von stillgelegter Lackiererei, Holzleisten von Saunabänken eines Sportzentrums
  • Sichtmauerwerk der Zwischenwände im EG aus alter Scheune
  • Wiederverwendung von Dekorspanplatten aus Messebau, Waschbecken aus Bauteilbörse

3. Impressionen

Dieses Bild zeigt ein modernes, kubisches Wohnhaus mit Flachdach und zurückgesetztem Dachgeschoss. Die Fassade besticht durch einen spannenden Materialmix: Der obere Teil ist mit dunkelgrauen, vertikalen Paneelen verkleidet, während das Erd- und erste Obergeschoss großflächige Glasfronten mit transparenten vertikalen Streifen zeigen. Ein seitlicher Abschnitt setzt mit hellem Holz natürliche Akzente. Das Haus steht an einer gepflasterten Straße mit Gehweg. Das Grundstück ist schlicht gestaltet; im Vordergrund liegt ein großer, heller Stein auf Erdboden. In der Nachbarschaft sind links ein weißes Gebäude und rechts entfernte Reihenhäuser sichtbar. Unter hellem, sonnigem Himmel erzeugt das Tageslicht klare Kontraste. Die recht dunkel gehaltene Architektur wirkt minimalistisch und durch die Glasstrukturen sehr offen.
Abbildung 1: Außenansicht Recyclinghaus
Das Foto zeigt die moderne Fassade des Recyclinghauses. Es ist ein mehrstöckigen Gebäudes unter blauem Himmel, gegliedert in drei Ebenen: Die untere Ebene kombiniert links schwarze Horizontallamellen mit hellbraunen vertikalen Holzlamellen rechts. Mittig gewährt ein großes Fenster Einblick ins Innere. Die mittlere Ebene besticht durch eine markante Vorhangfassade aus türkis-blauen, vertikalen Paneelen mit zwei eingelassenen Fenstern. Die obere Ebene ist grau metallisch verkleidet und schließt mit einem geneigten Dach ab; ein Bereich mit Holzlatten rahmt rechts ein weiteres Fenster. Rechts im Vordergrund steht eine schlichte Straßenlaterne. Der Gehweg davor besteht aus hellen Steinplatten und Zierkies. Die Architektur wirkt durch den Mix aus farbigem Glas, Metall und Holz sehr abwechslungsreich und modern.
Abbildung 2: Seitenansicht Recyclinghaus
Der Raum ist ein schmaler, heller Flur mit grauem Teppichboden. Die Decke ist mit warmen, horizontalen Holzbohlen verkleidet. Ein kleines rundes Objekt mit rotem Rand, eventuell ein Rauchmelder, ist dort befestigt. Die rechte Wand ist eine glatte, helle Plattenwand mit einer modernen, bündig eingelassenen Tür mit silbernem Griff. Am Ende des Flurs schließt eine große, dunkle Glastür den Raum ab und führt zu einer Außenterrasse. Draußen ist helles Tageslicht durch eine blickdichte Holzbrüstung und Teile eines gelben Außenstuhls erkennbar. Die Atmosphäre wirkt klar, modern und kombiniert natürliche mit glatten, technischen Materialien.
Abbildung 3: Flur Recyclinghaus
Dieser moderne Raum, möglicherweise ein Besprechungsraum oder eine offene Küche/Essbereich, kombiniert industrielles Design mit warmem Holz. Die Decke ist holzgetäfelt, der Boden hell gesprenkelt. Links lässt eine große Fensterfront viel Tageslicht herein; darunter verläuft eine tiefe Holzbank. Die Rückwand zeigt einen Mix aus Holzpaneelen, einer weißen Tür mit der Aufschrift „Meeting Room“ sowie Ziegel- und Betonelementen. In einer Nische ist ein hölzernes Wagenrad als Deko eingelassen. Im rechten Bereich stehen ein langer Holztisch und eine Kücheninsel mit weißer Platte und Ziegelsockel, auf der eine große schwarze Lampe steht. Von der Decke hängen industrielle Pendelleuchten; graue Rohre verlaufen sichtbar an der Wand. Das Ambiente wirkt offen und funktional durch die Verbindung von technischer Ausstattung und rustikalen Materialien.
Abbildung 4: Arbeitsbereich Recyclinghaus
Diese Nahaufnahme zeigt ein Badezimmer mit kreativem Upcycling-Design. Blickfang ist die Wand über dem großen, weißen Waschbecken: Sie ist als Mosaik aus hunderten gold-beigen kronkorkenähnlichen Deckeln mit roten Akzenten gestaltet. Mittig ist eine moderne Einhandarmatur montiert. Links schließt eine helle Holzwand mit darüberliegendem Fenster an. Rechts besteht die Wand aus strukturiertem, naturfarbenem Lehm- oder Kalkputz. Über dem Mosaik ist ein Spiegel eingelassen, der eine gegenüberliegende Backsteinwand reflektiert. Das Design verbindet moderne Armaturen mit rustikalen Materialien und nachhaltiger Kreativität zu einem warmen, individuellen Raumerlebnis.
Abbildung 5: Badezimmer Recyclinghaus

4. Baukosten

ArtKostenAnmerkungen
Erstellungkostenk.A. 
Gebäudekostenk.A. 
Kubikmeterpreisk.A. 

 

5. Umsetzung

Architekturbüro:cityförster architecture + urbanism
Fachplanende:Projektbeteiligte: Verena Brehm, Nils Nolting, Arne Hansen
Kooperation:Drewes + Speth (beratende Inge-
nieure im Bauwesen); H2A von Heeren Habibi
(Energieeffizienzplanung); Institut für Baufor-
schung, Hannover
Ansprechperson(-en) 
Textnachweis: cityförster architecture + urbanism

Weitere Beispiele für Good Practice

Ergänzend finden Sie auf den folgenden Internetseiten weitere Beispiele für Good Practice-Bauwerke: