Der Rückgang der Ackerwildkräuter ist weit mehr als ein botanisches Problem. Mit ihnen verschwinden Lebensräume und Nahrungsquellen für zahlreiche Insekten, Vögel und andere Tierarten. Extensiv bewirtschaftete Ackerflächen mit einem hohen Kraut-, Blüten- und Samenangebot können für die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften einen entscheidenden Beitrag leisten – für die Erhaltung einzelner gefährdeter Arten aber auch für ganze Nahrungsketten.
Der neue Wegweiser zur Unterstützung beim Ackerwildkrautschutz
In der Praxis stellt der Ackerwildkrautschutz jedoch eine besondere Herausforderung dar. Oft fehlen Kenntnisse zu landwirtschaftlichen Zusammenhängen, zum Erkennen von Ackerbegleitarten oder zu geeigneten Förderinstrumenten. Genau hier setzt der neue Leitfaden an.
Mit dem „Wegweiser Ackerwildkrautschutz in Baden-Württemberg – Schritt für Schritt im Fördervorhaben: Potenziale erkennen, Flächen fördern“ steht nun eine praxisnahe Broschüre zur Verfügung. Sie unterstützt dabei,
Der Wegweiser richtet sich insbesondere an Praktikerinnen und Praktiker im Naturschutz und in der Landwirtschaft, bietet aber auch interessierten Lesenden einen anschaulichen Einstieg in die oft übersehene Welt der Ackerwildkräuter. Er zeigt: Die Förderung von Spontanvegetation auf dem Acker ist möglich und ein wichtiger Baustein für eine vielfältige Agrarlandschaft.
Mehr zum Thema:Broschüre im Publikationsdienst der LUBW: Ackerwildkrautschutz in Baden-Württemberg.
Bild zeigt: Artenreiches Roggenfeld auf einem extensiv genutzten Acker. Foto: Tobias Lepp (2024)