Trotz Dauerregens und kühler Temperaturen nutzten Interessierte am Mittwoch, 10. Juni, die Gelegenheit, sich bei einer Informationsveranstaltung der LUBW in Waldburg über die Offenland-Biotopkartierung im Landkreis Ravensburg zu informieren. Am Folgetag, 11. Juni, fand ein weiterer Informationstermin in Wolpertswende statt.
Erfassung ökologisch wertvoller Flächen
Die Offenland-Biotopkartierung erfasst und dokumentiert die ökologisch besonders wertvollen Flächen Baden-Württembergs – darunter artenreiche Mähwiesen, Moore, Trockenrasen und weitere gesetzlich geschützte Biotope. Die Kartierung schafft eine wichtige Grundlage für den Natur- und Artenschutz sowie für Planungen von Kommunen und Behörden. Die Kartierung begründet keinen Schutz, sondern sie dokumentiert bereits gesetzlich geschützte Biotope und ihren aktuellen Zustand.
Kartierung verständlich erklärt
Wegen des Dauerregens musste das ursprünglich geplante Programm im Gelände angepasst werden. Statt einer ausführlichen Demonstration vor Ort standen der fachliche Austausch sowie die Beantwortung von Fragen rund um die Kartierung und den Schutz wertvoller Lebensräume im Mittelpunkt. Nach einer Einführung in die Offenland-Biotopkartierung erläuterten Mitarbeitende der LUBW und die beauftragten Kartierenden den Teilnehmenden das Vorgehen bei der Kartierung am Beispiel von Feldhecken, Feldgehölzen und einem kleinen Fließgewässer. Die Fachleute erläuterten, woran verschiedene Biotoptypen erkannt werden und welche Pflanzenarten als wichtige Zeiger dienen.
Veröffentlichung der Kartierergebnisse
Bis die Ergebnisse veröffentlicht werden, ist noch einiges zu tun: Nach der Geländeerfassung werden die erhobenen Daten ausgewertet und umfangreich geprüft. Voraussichtlich ab November 2027 stehen sie im Daten- und Kartendienst der LUBW allen Interessierten zur Verfügung.
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