Herkunft und Gesundheitsproblematik

Die in Europa vorkommenden Ambrosiaarten zählen zur Familie der Korbblütler. Aus ihrer ursprünglichen Heimat Nordamerika gelangten die ersten Ambrosiasamen per Schiffsfracht (Getreidelieferungen) Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa.

Unter den in Deutschland vorkommenden Ambrosiaarten ist das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) wegen der zunehmenden Verbreitung und des großen allergenen Potenzials der bedeutendste Vertreter.

Das Beifußblättrige Traubenkraut, auch Hohe Ambrosie und Beifuß-Ambrosie genannt, besitzt das weltweit stärkste Pollenallergen. Dadurch können beim Menschen allergische Erkrankungen der Atemwege (Heuschnupfen, Atembeschwerden, Asthma) und der Haut (Kontaktekzem) hervorgerufen werden. Weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen sind u.a. Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen.

In Nordamerika, aber auch in Europa, insbesondere Ungarn, Italien und Frankreich stellt Ambrosia deshalb eine zunehmende Gefahr für die Bevölkerung dar. Darüber hinaus verursacht die Pflanze Probleme in landwirtschaftlichen Kulturen. Daraus ergeben sich hohe Aufwendungen für die Bekämpfung der Pflanze sowie Gesundheitskosten.