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Keine unzulässige Strahlenexposition durch kerntechnische Anlagen im Jahr 2015

Jahresbericht 2015 „Überwachung der baden-württembergischen Umgebung kerntechnischer Anlagen auf Radioaktivität veröffentlicht

Löwe 24.11.2016
Die Bevölkerung in Baden-Württemberg war im vergangenen Jahr keiner unzulässigen Strahlenexposition durch den Betrieb kerntechnischer Anlagen ausgesetzt. Basis für diese Aussage sind über 1.000 auf Radioaktivität untersuchte Proben aus der näheren Umgebung kerntechnischer Anlagen. Die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg überwacht hier nicht nur regelmäßig die Radioaktivität in der Luft, im Niederschlag, Wasser und Boden sondern untersucht auch Proben von Nahrungs- und Futtermitteln, Fischen und Sedimenten. 

In Baden-Württemberg wird die Umgebung der Kernkraftwerke Neckarwestheim, Philippsburg, das im Rückbau befindliche Kernkraftwerk Obrigheim und das Karlsruher Institut für Technologie - Campus Nord kontinuierlich überwacht. Die Untersuchungen erstrecken sich auf einen Umkreis von etwa 10 bis 25 Kilometern um die kerntechnischen Anlagen und werden entsprechend bundeseinheitlicher Vorschriften durchgeführt. Außerdem wird auch die Radioaktivität der grenznahen ausländischen Anlagen Fessenheim (Frankreich) sowie Leibstadt und Beznau (Schweiz) auf der deutschen Seite kontinuierlich kontrolliert. 

In einigen Proben wurde eine geringe Aktivität künstlicher Radionuklide festgestellt, die auf den Reaktorunfall in Tschernobyl sowie auf die früheren, oberirdischen Kernwaffenversuchen zurückzuführen sind. 

Im aquatischen Bereich wurden in Einzelfällen Spuren genehmigter Ableitungen nachgewiesen. Die Untersuchungen gaben keine Hinweise darauf, dass im Jahr 2015 Ableitungen in ungenehmigter Höhe erfolgt sind. 

Eine unzulässige Strahlenexposition der Bevölkerung in Baden-Württemberg durch den Betrieb der überwachten Anlagen kann daher für das Jahr 2015 ausgeschlossen werden. Der fast 500 Seiten umfassende Jahresbericht der LUBW enthält Informationen zu den Messprogrammen, Karten der Überwachungsbereiche und zahlreiche Ergebnisse mit Bewertung. Der Bericht steht im Internetauftritt der LUBW als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung unter: www.lubw.baden-wuerttemberg.de im Themenbereich „Radioaktivität" oder unter „Service - Publikationen". 
Rückfragen
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de