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Verkehrszählungen liefern wertvolle Informationen zur Wirkung von verkehrsbezogenen Maßnahmen

LUBW veröffentlicht Bericht zu Verkehrsstärken an ausgewählten Spotmessstellen

Löwe 12.12.2012
„Neben der Messung der Luftschadstoffbelastung liefern Verkehrszählungen wertvolle Informationen zur Wirkung von verkehrsbezogenen Maßnahmen, wie Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Lkw-Durchfahrtsverboten“, betonte Margareta Barth, Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Verkehrsstärken an ausgewählten Spotmessstellen – Auswertungen 2011“. 

Die LUBW führt seit 2007 an ausgewählten hoch belasteten verkehrsnahen Messpunkten – sogenannten Spotmesspunkten – neben der Messung von Luftschadstoffen auch Verkehrszählungen durch. Die Wirkung von verkehrsseitigen (Einzel-)Maßnahmen lässt sich durch Messung von Luftschadstoffen nicht immer belegen, da externe Einflüsse (z. B. Meteorologie, Wirtschaftsleistung) sich von Jahr zu Jahr ändern. Eine Vergleichbarkeit der Messwerte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist somit nur eingeschränkt gegeben. Anhand von Verkehrszählungen lassen sich dagegen die Auswirkungen von verkehrsbezogenen Maßnahmen auf die unterschiedlichen Kenngrößen des Verkehrs direkt nachweisen. Dies zeigen zum Beispiel die im Rahmen des Luftreinhalteplans Pleidelsheim – Ingersheim – Freiberg a. N. zum 01.12.2011 eingeführten Maßnahmen. Die Fahrgeschwindigkeiten verringerten sich durch die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h im Bereich des Messpunktes Pleidelsheim um 7 km/h, das Lkw-Durchfahrtsverbot führte zu einer Abnahme des Lkw-Verkehrs von 12 %. 

Bei zeitlich befristeten Großereignissen mit verkehrsbezogenen Maßnahmen, wie beispielsweise der Papstbesuch in Freiburg oder die S21-Großkundgebungen in Stuttgart, belegen Verkehrszählungen den unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Höhe der Verkehrsbelastung und der Höhe der Luftschadstoffbelastung. 

Der Bericht „Verkehrsstärken an ausgewählten Spotmessstellen – Auswertungen 2011“ steht auf den Internetseiten der LUBW zum Download zur Verfügung. 
Rückfragen
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de