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Zum Tag der biologischen Vielfalt

Seit 18 Jahren wird der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Er erinnert an das 1993 in Kraft getretene internationale Umweltabkommen. Unsere Zukunft basiert auf dem Erhalt der Biodiversität. Sie umfasst drei große Bereiche: Die Vielfalt der Ökosysteme, die Artenvielfalt und die genetischen Vielfalt innerhalb der Arten.

Erhalten, was uns erhält.

Die abwechslungsreiche Kulturlandschaft Baden-Württembergs ist Heimat für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Natur und Landschaft sind unsere unverzichtbare Lebensgrundlage. Arten und Biotope stellen für die Gesellschaft wichtige Ökosystemleistungen bereit, wie beispielsweise Bodenbildung, Wasserrückhaltung und -reinigung, Sauerstoffproduktion und die Produktion von Nahrung, Baumaterial, Fasern oder Rohstoffen für Arzneien. Daher ist Naturschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft sind unersetzbar und deshalb besonders schützenswert.

Stärkung der biologischen Vielfalt in BW

Um den am stärksten bedrohten Arten eine Überlebenschance zu ermöglichen und die Artenvielfalt für künftige Generationen zu erhalten, hat das Land Baden-Württemberg die Erstellung eines Arten- und Biotopschutzprogramms im Naturschutzgesetz verankert.

Im November 2017 verabschiedete das Kabinett das „Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“. Für die Jahre 2018 und 2019 stellt die Landesregierung insgesamt 36 Mio. € zur Verfügung, um verstärkt Maßnahmen zur direkten Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenarten zu ergreifen. Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg soll im Rahmen dieses Sonderprogramms ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring zum Stand der Biodiversität im Land aufbauen. Regelmäßig veröffentlicht die LUBW zahlreiche Berichte über den Zustand von Umwelt und Natur im Land.

Themen vom allgemeinen Interesse

Immer mehr Tier- und Pflanzenarten sind in ihrer Existenz gefährdet – weltweit genauso wie direkt vor unserer Haustür. Dies spiegelt sich auch in den Roten Listen der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Baden-Württembergs wider. Ein Grund liegt in der oftmals übermäßigen Nutzung der natürlichen Ressourcen und in der hohen Flächeninanspruchnahme, etwa für Infrastrukturmaßnahmen, wodurch Lebensräume beeinträchtigt oder zerstört werden. Ein weiterer Grund ist der vom Menschen verursachte Klimawandel. Das Klima und damit der Klimawandel beeinflussen unmittelbar die Entwicklung und Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume. Je weniger flexibel Arten oder Lebensräume auf Klimaveränderungen reagieren können, desto stärker sind die Auswirkungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Hirschkäfer-Männchen mit imposanten „Geweih“ ist auf der roten Liste der gefährdeter Arten (Bild: LUBW/Torsten Bittner)
Mehr zum Hirschkäfer in der aktuellen Pressemitteilung „Citizen Science: Hirschkäfer - bitte melden“

 (Titelbild zeigt „Artenreiche blumenbunte Mähwiese“ von Carsten Wagner)


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