Luftqualität und Entwicklung in Baden-Württemberg 2025

Im Jahr 2025 wurden erneut alle gültigen Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit an allen Messstellen im Land Baden-Württemberg eingehalten. Diese über die letzten Jahre bzw. Jahrzehnte zu beobachtende positive Entwicklung macht deutlich, was mit gezielten Maßnahmen möglich ist.

Vor allem in den Städten ging und geht die Belastung durch Stickstoffdioxid und Feinstaub PM10 seit mittlerweile vielen Jahren deutlich zurück. Der Rückgang dieser primär verkehrsbedingten Luftschadstoffe lässt sich insbesondere auf die in den letzten Jahren erfolgten Luftreinhaltemaßnahmen zurückführen. Neben verkehrlichen Maßnahmen (z. B. Geschwindigkeitsbeschränkungen, Verkehrsverbote für alte Diesel (Euro 4/IV und 5/V)) und der Installation von Filtersäulen an stark belasteten Straßenabschnitten hat vor allem auch die Modernisierung der Fahrzeugflotte zu einem Rückgang der Emissionen bzw. Immissionen geführt.

Trotz der für 2025 erneut als sehr gut zu bewertenden Luftqualität in Baden-Württemberg zeigte sich teilweise ein leichter Anstieg der Belastung vor allem bei Feinstaub und Stickstoffdioxid. Denn neben den Emissionen beeinflussen vor allem auch die meteorologischen Bedingungen die Luftqualität. So war im ersten Quartal des vergangenen Jahres die Belastung vor allem durch Feinstaub (und teils durch Stickstoffdioxid) witterungsbedingt erhöht. Anhaltende winterliche Hochdruckwetterlagen bedingten einen fehlenden Luftaustausch am Boden, so dass sich hier die Schadstoffe ansammeln konnten. Die wiederum das erste Halbjahr kennzeichnende anhaltende Trockenheit sowie das Frühjahr und der Frühsommer, die ungewöhnlich warm und sonnig waren, führten bereits im Juni, als zweitwärmster Juni in Baden-Württemberg seit 1961, zu den ersten Überschreitungen des Informationsschwellenwertes von 180 µg/m³ Ozon im Stundenmittel.

Insgesamt war die Luftqualität im Jahr 2025 in Baden-Württemberg sehr gut.

 

Leichter Anstieg der Belastung durch Stickstoffdioxid stoppt langjährigen Rückgang

Seit 2022 werden alle Grenzwerte für Stickstoffdioxid der 39. BImSchV in Baden-Württemberg eingehalten. Noch im Jahr 2017 gab es Überschreitungen des Jahresgrenzwertes von 40 µg/m³ in 18 Städten. Diese positive Entwicklung setzte sich auch im Jahr 2025 fort, auch wenn an einigen Messstationen ein leichter Anstieg zu beobachten war.

In einer Karte von Baden-Württemberg wird für alle Messstellen die jeweilige Immissionsbelastung durch Stickstoffdioxid (Jahresmittelwerte) im Jahr 2025 dargestellt. Die Darstellung erfolgt entsprechend der Höhe der gemessenen Stickstoffdioxidkonzentration für jede Messstelle als farbige Markierung.


Der langjährige Rückgang der Belastung durch Stickstoffdioxid wurde durch einen im Vergleich zu den Vorjahren leichten Anstieg an vielen Messstellen gestoppt. Die höchsten Stickstoffdioxidimmissionen werden weiterhin an den innerörtlichen, verkehrsnahen Messstellen gemessen. Im Jahr 2025 zählen hierzu Ludwigsburg Schlossstraße (37 µg/m³), Pforzheim Luisenstraße (36 µg/m³) und Stuttgart Am Neckartor (34 µg/m³). Gleichzeitig ist ein nach einem deutlichen Rückgang der Stickstoffmonoxidkonzentrationen zuletzt nun auch hier ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Die einzelnen Ergebnisse der Stickstoffdioxidmessungen im Jahr 2025 sind der Tabelle Jahreswerte 2025 für Stickstoffdioxid, Feinstaub PM10, Feinstaub PM2,5, Ozon zu entnehmen.

Mit Verabschiedung einer neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie im Jahr 2024 gelten ab 2030 jedoch strengere Grenzwerte für Stickstoffdioxid. Angelehnt an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganision (WHO) darf der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid dann 20 µg/m³ nicht überschreiten. Im Jahr 2025 wäre dieser künftig geltende Jahresgrenzwert an 90 Prozent der verkehrsnahen Messstationen im Land überschritten.

Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxidkonzentrationen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstationen im städtischen Hintergrund und die verkehrsnahen Messstellen sind die Spannweiten angegeben. Für ausgewählte verkehrsnahe Messstellen sowie für die beiden ländlichen Hintergrundmessstationen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Zudem sind der derzeit bis 2029 geltende EU-Immissionsgrenzwert von 40 µg/m³ und der ab 2030 zukünftig geltende EU-Immissionsgrenzwert von 20 µg/m³ zur Orientierung dargestellt. Für die Stationen im städtischen Hintergrund und vor allem die verkehrsnahen Messstellen ist ein über die Jahre abnehmender Trend zu erkennen. Die Stickstoffdioxidkonzentrationen liegen landesweit unter dem derzeit geltenden Immissionsgrenzwert von 40 µg/m³. Der zukünftig geltende Immissionsgrenzwert von 20 µg/m³ wurde im Jahr 2025 an 90 Prozent der verkehrsnahen Messstelle überschritten.

Jahresmittelwerte der Stickstoffmonoxidkonzentrationen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstationen im städtischen Hintergrund und die verkehrsnahen Messstellen sind die Spannweiten angegeben. Für ausgewählte verkehrsnahe Messstellen sowie für die beiden ländlichen Hintergrundmessstationen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Für die Stationen im städtischen Hintergrund und vor allem die verkehrsnahen Messstellen ist ein über die Jahre abnehmender Trend zu erkennen.

In der nachfolgenden Abbildung sind für alle Messstellen in Baden-Württemberg die NO2-Jahresmittelwerte 2025 und zum Vergleich mit den Jahresmittelwerten 2024 die absoluten Veränderungen dargestellt. Der allgemein rückläufige Trend bei der Belastung durch Stickstoffdioxid konnte sich im Jahr 2025 nicht wie die letzten Jahre fortsetzen. Im Mittel war ein leichter Anstieg von 5,2 % bzw. 0,7 µg/m³ zu beobachten. Während an den innerörtlichen, verkehrsnahen Messstellen die Stickstoffdioxidkonzentrationen im Mittel um 2,1 % bzw. um 0,6 µg/m³ stiegen, nahm die Belastung im städtischen Hintergrund im Mittel um 5,9 % bzw. 0,8 µg/m³ zu. Berücksichtigt wurden hierbei die Stationen, an denen sowohl im Jahr 2025 als auch 2024 Stickstoffdioxid gemessen wurde.

Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxidkonzentrationen an den Messstellen in Baden-Württemberg im Jahr 2025 und Vergleich mit den Jahresmittelwerten 2024 als absolute Veränderung als Säulendiagramm visualisiert. Spannweite der dargestellten Konzentrationen: 3 µg/m³ (Schwarzwald-Süd) bis 37 µg/m³ (Ludwigsburg Schlossstraße). Die absoluten Veränderungen im Vergleich zu den Jahresmittelwerten 2024 liegen zwischen minus 3 µg/m³ und plus 3 µg/m³.
 

Witterungsbedingter leichter Anstieg der Feinstaubbelastung

Die Feinstaubbelastung durch Partikel PM10 und PM2,5 ist in den letzten Jahren aufgrund großräumiger Minderungen der Partikelemissionen in Baden-Württemberg deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2025 zeigte sich der Einfluss der Witterung auf die dadurch leicht ansteigende Feinstaubbelastung. Zudem werden die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht überall getroffen.

In einer Karte von Baden-Württemberg wird für alle Messstellen die jeweilige Immissionsbelastung durch Feinstaub PM10 (Jahresmittelwerte) im Jahr 2025 dargestellt. Die Darstellung erfolgt entsprechend der Höhe der gemessenen Stickstoffdioxidkonzentration für jede Messstelle als farbige Markierung.
In einer Karte von Baden-Württemberg wird für alle Messstellen die jeweilige Immissionsbelastung durch Feinstaub PM2,5 (Jahresmittelwerte) im Jahr 2025 dargestellt. Die Darstellung erfolgt entsprechend der Höhe der gemessenen Stickstoffdioxidkonzentration für jede Messstelle als farbige Markierung.
Neben dem über den gesamten Zeitraum von nun über 20 Jahren zu beobachtendem Rückgang der Partikelkonzentrationen treten von Jahr zu Jahr Schwankungen auf, die vor allem auf unterschiedliche Witterungsverhältnisse zurückgeführt werden können. So wurde das Jahr 2025 im ersten Quartal vor allem durch länger anhaltende winterliche Hochdruckwetterlagen geprägt, was zu einem eingeschränkten Luftaustausch in Bodennähe führte. Ein während diesen austauscharmen Phasen typischerweise einhergehender Anstieg der Feinstaubimmissionen war auch im Winter 2025 zu beobachten. Dies macht sich schließlich auch in einem Anstieg der Jahresmittelwerte für Feinstaub bemerkbar. Die einzelnen Ergebnisse der Feinstaubmessungen im Jahr 2025 sind der Tabelle Jahreswerte 2025 für Stickstoffdioxid, Feinstaub PM10, Feinstaub PM2,5, Ozon zu entnehmen.

Im Jahr 2025 lagen die im Jahresmittel gemessenen Partikelkonzentrationen zwar auf ein einem etwas höherem Niveau verglichen mit den beiden Vorjahren 2023 und 2024, die Grenzwerte der 39. BImSchV werden aber seit mehreren Jahren an allen Messstellen eingehalten. Die mit der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie auch für Feinstaub zukünftig geltenden strengeren Grenzwerte wären im Jahr 2025 jedoch nur knapp eingehalten, für Stuttgart Am Neckartor mit 21 µg/m³ wäre der dann ab 2030 geltende Jahresgrenzwert von 20 µg/m³ für Partikel PM10 sogar überschritten.

Jahresmittelwerte der Partikel PM10-Konzentrationen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstellen im städtischen Hintergrund und die verkehrsnahen Messstellen werden die Spannweiten gezeigt. Für ausgewählte verkehrsnahe Messstellen sowie für die beiden ländlichen Hintergrundmessstellen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Zudem sind der derzeit bis 2029 geltende EU-Immissionsgrenzwert von 40 µg/m³ und der ab 2030 zukünftig geltende EU-Immissionsgrenzwert von 20 µg/m³ zur Orientierung dargestellt. Für die Messstellen im städtischen Hintergrund und vor allem die verkehrsnahen Messstellen ist ein über die Jahre abnehmender Trend zu erkennen. Alle Messstellen liegen seit dem Jahr 2014 unterhalb des Immissionsgrenzwerts für den Jahresmittelwert von 40 µg/m³. Der zukünftig geltende Immissionsgrenzwert von 20 µg/m³ wurde im Jahr 2025 nur an der verkehrsnahen Messstelle Stuttgart Am Neckartor überschritten.

Jahresmittelwerte der Partikel PM2,5-Konzentrationen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstellen im städtischen Hintergrund und die verkehrsnahen Messstellen werden die Spannweiten gezeigt. Für ausgewählte verkehrsnahe Messstellen sowie für die beiden ländlichen Hintergrundmessstellen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Zudem sind der derzeit bis 2029 geltende EU-Immissionsgrenzwert von 25 µg/m³ und der ab 2030 zukünftig geltende EU-Immissionsgrenzwert von 10 µg/m³ zur Orientierung dargestellt. Für die Messstellen im städtischen Hintergrund und vor allem die verkehrsnahen Messstellen ist ein über die Jahre abnehmender Trend zu erkennen. Alle Messstellen liegen seit dem Jahr 2012 unterhalb des seit 2015 geltenden Immissionsgrenzwerts für den Jahresmittelwert von 25 µg/m³. Der zukünftig geltende Immissionsgrenzwert von 10 µg/m³ wurde im Jahr 2025 an keiner Messstelle im Land Baden-Württemberg überschritten.

 

Für Partikel PM10 gibt es neben dem Grenzwert für den Jahresmittelwert zusätzlich einen Grenzwert für den Tagesmittelwert, der bei 50 µg/m³ liegt und innerhalb eines Kalenderjahres an nicht mehr als 35 Tagen überschritten werden darf. Die Anzahl an Überschreitungstagen für Partikel PM10 ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Seit dem Jahr 2018 wird die maximale Anzahl an zulässigen Überschreitungstagen an allen Messstellen eingehalten.

Anzahl der Überschreitungen des bis 2029 geltenden PM10-Tagesmittelgrenzwerteswerts von 50 µg/m³ in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstellen im städtischen Hintergrund und die verkehrsnahen Messstellen werden die Spannweiten gezeigt. Für ausgewählte verkehrsnahe Messstellen sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Alle Messstellen zeigen einen deutlichen Rückgang der Überschreitungstage, vor allem die Messstellen Stuttgart Am Neckartor und Reutlingen Lederstraße-Ost. Alle Messstellen liegen seit dem Jahr 2018 unterhalb der bis 2029 maximal zulässigen Anzahl von 35 Überschreitungstagen

In den folgenden Grafiken sind die Partikel PM10-Jahresmittelwerte, die Anzahl der Tage mit Überschreitung von 50 µg/m³ sowie die Partikel PM2,5-Jahresmittelwerte für das Jahr 2025 für alle Messstellen in Baden-Württemberg dargestellt. Zudem zeigen die Grafiken jeweils den Vergleich zum Vorjahr 2024.

Die Partikel PM10-Konzentration ist zwischen den Jahren 2024 und 2025 im Mittel über alle Messstellen um 11,7 % bzw. um 1,4 µg/m³ gestiegen, an den verkehrsnahen Messstellen im Mittel um 11,2 % bzw. 1,7 µg/m³.

Hinsichtlich der Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes von 50 µg/m³ traten mit 9 Tagen die meisten Überschreitungen an der verkehrsnahen Messstelle Tübingen Mühlstraße auf, gefolgt von den ebenfalls verkehrsnahen Messstellen Stuttgart Am Neckartor und Stuttgart Arnulf-Klett-Platz mit je 6 Überschreitungstagen. Im Vergleich zum Jahr 2024 traten 2025 an 9 Messstellen mehr Überschreitungen auf (+1 bis +2 Tage). Für insgesamt 16 Messstellen wurden entgegen des im Jahresmittel zu beobachtenden Anstiegs der Feinstaubbelastung weniger Überschreitungstage festgestellt (-1 bis -2 Tage). An den übrigen Messstellen traten weitestgehend unverändert keine Überschreitungen auf. Potential für witterungsbedingte Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes von 50 µg/m³ gab es vor allem im 1. Quartal 2025. An einzelnen Tagen können Partikel PM10-Überschreitungen auch durch den Austrag von Streusalz oder den Einfluss von natürlichen Quellen, wie Saharastaub, mitverursacht werden.

Die Belastung durch Partikel PM2,5 ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr im Mittel über alle Messstellen um 14,3 % bzw. 0,9 µg/m³ gestiegen. An den einzelnen Messstellen sind Zunahmen der Partikel PM2,5-Konzentrationen zwischen 0 % und 33 % bzw. um bis zu 2 µg/m³ zu verzeichnen.

Jahresmittelwerte der Partikel PM10-Konzentrationen an den Messstellen in Baden-Württemberg im Jahr 2025 und Vergleich mit den Jahresmittelwerten 2024 als absolute Veränderung als Säulendiagramm visualisiert. Spannweite der dargestellten Konzentrationen: 6 µg/m³ (Schwarzwald-Süd) bis 21 µg/m³ (Stuttgart Am Neckartor). Die absoluten Änderungen im Vergleich zu den Jahresmittelwerten 2024 liegen zwischen 0 µg/m³ an den Messstellen Ludwigburg, Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd und plus 4 µg/m³ an der Messstelle Tübingen Mühlstraße.


Anzahl an Überschreitungen des Partikel PM10-Tagesmittelwerts von 50 µg/m³ in Baden-Württemberg im Jahr 2025 und Vergleich mit den Überschreitungen aus dem Jahr 2024 als absolute Veränderung als Säulendiagramm visualisiert. Spannweite der dargestellten Überschreitungstage: 0 Überschreitungen (mehrere Messstellen) bis 9 Überschreitungen (Tübingen Mühlstraße). Die absoluten Änderungen der Überschreitungstage im Vergleich zum Jahr 2024 liegen zwischen minus 3 Tagen an der Messstelle Ulm und plus 2 Tagen an mehreren Messstellen


Jahresmittelwerte der Partikel PM2,5-Konzentrationen an den Messstellen in Baden-Württemberg im Jahr 2025 und Vergleich mit den Jahresmittelwerten 2024 als absolute Veränderung als Säulendiagramm visualisiert. Spannweite der dargestellten Konzentrationen: 4 µg/m³ (Schwarzwald-Süd) bis 10 µg/m³ (Heilbronn Weinsberger Straße-Ost, Mannheim Friedrichsring, Pfinztal Karlsruher Straße, Stuttgart Am Neckartor, Stuttgart Arnulf-Klett-Platz und Tübingen Mühlstraße). Die absoluten Änderungen im Vergleich zu den Jahresmittelwerten 2024 liegen zwischen minus 0 µg/m³ und plus 2 µg/m³ an jeweils mehreren Messstellen.
 

 

Keine ungewöhnlich hohen Werte, aber weiterhin dauerhafte Hintergrundbelastung

Seit Anfang der 1990er-Jahre sind die gemessenen Spitzenwerte von Ozon deutlich zurückgegangen, sowohl im städtischen als auch im ländlichen Hintergrund. Aber bodennahes Ozon schadet auch bei geringeren Konzentrationen und die andauernde Überschreitung von Zielwerten zeigt nach wie vor Handlungsbedarf.

In einer Karte von Baden-Württemberg wird für alle Messstellen die jeweilige Immissionsbelastung durch Ozon (Anzahl der Tage mit Überschreitung des maximalen 8-Stundenmittelwertes größer 120 µg/m³) gemittelt über die Jahre 2023, 2024 und 2025 dargestellt. Die Darstellung erfolgt entsprechend der Anzahl an Überschreitungstagen für jede Messstelle als farbige Markierung.
Ursache sind die rückläufigen Konzentrationen der Ozonvorläufersubstanzen, insbesondere Stickstoffdioxid, flüchtige organische Verbindungen (volatile organic compounds, VOC). Potential für erhöhte Ozonkonzentrationen haben jedoch weiterhin heiße, trockene und strahlungsintensive Sommer wie die Sommer der Jahre, 2003, 2015, 2018 bis 2020, 2022 und nun zuletzt auch teils 2025. Stabile Hochdruckwetterlagen führen neben den meteorologischen Voraussetzungen zur Bildung von Ozon zusätzlich zu einer Anreicherung der Vorläufersubstanzen. Dennoch werden selbst unter extremen Bedingungen und trotz der eher zu beobachtenden Zunahme von ozonbegünstigenden Sommertagen bzw. Heißen Tagen mit starker Sonneneinstrahlung, hohen Lufttemperaturen und Trockenheit, Konzentrationen über 180 µg/m³ im Stundenmittel (die sogenannte Informationsschwelle, bei deren Überschreitung ein Gesundheitsrisiko für besonders empfindliche Menschen besteht) im Vergleich zu den 1990er/2000er-Jahren nur noch selten bis gar nicht mehr in Baden-Württemberg erreicht.

Das Jahr 2025 war vor allem durch eine anhaltende Trockenheit im ersten Halbjahr gekennzeichnet. Gleichzeitig war das Frühjahr und der Frühsommer ungewöhnlich warm und sonnig, so dass bereits im Juni 2025 die ersten Überschreitungen des Informationsschwellenwertes für Ozon von 180 µg/m³ im Stundenmittel an den Messstationen Karlsruhe-Nordwest und Kehl auftraten. Der ersten (kurzen) Hitzeperiode Ende Juni/Anfang Juli mit weiteren Ozonspitzenkonzentrationen größer 180 µg/m³ an einigen Messstationen im Rheingraben folgte ein sehe wechselhafter Juli mit viel Niederschlag und vergleichsweise wenig Sonnenschein. Der sich erst im August noch einmal durchsetzende eigentliche Hochsommer mit hohen Temperaturen, wenig Niederschlag und viel Sonnenschein führte am 14. und 15. August zu weiteren, aber auch den letzten Überschreitungen der Informationsschwelle von 180 µg/m³ im Jahr 2025.

Anzahl der Stunden mit Überschreitung des 1-Stundenmittelwertes von 180 µg/m³ Ozon (die sogenannte Informationsschwelle) in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstationen im städtischen Hintergrund sind die Spannweiten angegeben. Für die beiden ländlichen Hintergrundmessstationen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Für alle Stationen ist ein abnehmender Trend mit allerdings teilweise starken Schwankungen von Jahr zu Jahr zu erkennen. Eine hohe Anzahl von Überschreitungen der Informationsschwelle gab es vor allem in den 1990er Jahren. Im Jahr 2023 gab es erstmalig keine Überschreitungen, im Jahr 2025 gab es 33 Überschreitungen an insgesamt sieben Messstationen.

Ein im Vergleich zum Vorjahr erneuter Anstieg der Ozonkonzentration konnte auch beim Blick auf den, zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegten, Zielwert festgestellt werden. Hierbei werden die Tage gezählt, an denen die Ozonkonzentration über einen Zeitraum von acht Stunden gemittelt 120 µg/m³ überschreitet. Pro Kalenderjahr sind 25 solcher Überschreitungen zulässig. Nach einer im Vorjahr flächendeckenden Einhaltung dieses Zielwertes im Land Baden-Württemberg, zeigen die Werte für 2025 eine Überschreitung an etwa der Hälfte aller Messstellen. Um den starken meteorologischen Einfluss auf die Ozonbildung zu berücksichtigen, ist für die Beurteilungen allerdings maßgebend, ob der Zielwert als Mittel über drei Kalenderjahre eingehalten werden kann. Die über die letzten drei Jahre (2023 bis 2025) gemittelten Werte zeigen, dass der Zielwert zuletzt nur an wenigen Messstellen überschritten wurde.

Anzahl der Tage mit Überschreitung des 8-Stundenmittelwertes von 120 µg/m³ Ozon (Zielwert) in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025. Für den ländlichen und städtischen Hintergrund wird jeweils der Median als Säule für die über 1 Jahr gemittelten Überschreitungen visualisiert und als Linie für die über 3 Jahre gemittelten Überschreitungen. Zusätzlich sind die jährlichen Spannweiten angegeben. Zudem sind der derzeit bis 2029 geltende EU-Zielwert von 25 Überschreitungen und der ab 2030 zukünftig geltende EU-Zielwert von 18 Überschreitungen zur Orientierung dargestellt. Für alle Stationen ist ein leicht abnehmender Trend mit allerdings teilweise starken Schwankungen von Jahr zu Jahr zu erkennen. Die Belastung durch Ozon war über (fast) all die Jahre an der ländlichen Hintergrundmessstation Schwarzwald-Süd am höchsten. Bei 25 zulässigen Überschreitungen des Zielwertes von 120 µg/m³ Ozon (höchster 8-Stundenmittelwert eines Tages) wurde dieser im Jahr 2025 an 13 Messstationen überschritten, gemittelt über 3 Jahre an fünf Stationen im städtischen Hintergrund und an der Messstation Schwarzwald-Süd als eine der beiden ländlichen Hintergrundmessstationen.


Prozentualer Anteil der Messstellen in Baden-Württemberg mit mehr als 25 Überschreitungen des 8-Stundenmittelwertes von 120 µg/m³ Ozon (Zielwert) von 2008 bis 2025 als Säulendiagramm für die Messstellen im städtischen Hintergrund und für die ländlichen Hintergrundmessstellen visualisiert. Dargestellt ist der Prozentuale Anteil an Messstellen mit mehr als 25 Überschreitungen jeweils gemittelt über 3 Jahre, das heißt für 2008 bis 2010, für 2009 bis 2011 bis schließlich für 2023 bis 2025. Bis 2020 ist ein ansteigender Trend der Messstellen mit Überschreitungen des 8-Stundenmittelwertes von 120 µg/m³ Ozon im 3-Jahresmittel über die Jahre erkennbar, für den Zeitraum 2019 bis 2021 war die Zahl dann rückläufig. Einem dann wieder zu beobachtenden Anstieg in den Jahren 2022 und 2023, folgt nun in den 2024 und zuletzt 2025 ein erneuter Rückgang bei den im über 3 Jahre gemittelten Überschreitungen des 8-Sundenmittelwertes von 120 µg/m³ Ozon für die Stationen im städtischen Hintergrund.
 

Die mittlere jährliche Ozonkonzentration und damit durchschnittliche Belastung durch Ozon steigt seit einigen Jahren an. Vor allem im städtischen Hintergrund nehmen die mittleren Ozonkonzentrationen aufgrund des weniger zur Verfügung stehenden ozonreduzierenden Stickstoffmonoxids zu. Nach einem Vorjahr, geprägt durch viel Niederschlag und entsprechend rückläufigen Jahresmittelwerten für Ozon, zeigt sich nun im Jahr 2025 wieder flächendeckend ein Anstieg, bedingt durch die ungewöhnlich warmen und niederschlagsarmen Verhältnisse im Verlaufe des Jahres 2025.

Jahresmittelwerte der Ozonkonzentrationen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstationen im städtischen Hintergrund sind die Spannweiten angegeben. Für die beiden ländlichen Hintergrundmessstationen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd, die städtischen Hintergrundmessstationen Stuttgart-Bad Cannstatt und Mannheim-Nord sowie die verkehrsnahen Messstellen Stuttgart Arnulf-Klett-Platz und Stuttgart Am Neckartor sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Für alle Stationen ist ein leicht ansteigender Trend zu erkennen, in den letzten Jahren weniger an den ländlichen Hintergrundmessstationen. Schwankungen von Jahr zu Jahr sind an allen Stationen erkennbar. Nach einem deutlichen Anstieg in den Jahren 2022 und 2023, war im Jahr 2024 ein deutlicher Rückgang bei den Jahresmittelwerten über alle Stationstypen zu verzeichnen. Für das Jahr 2025 ist nun wieder ein Anstieg erkennbar. Die Belastung durch Ozon ist über all die Jahre an den ländlichen Hintergrundmessstationen am höchsten.
 

In den nachfolgenden Grafiken werden für alle Messstellen in Baden-Württemberg die Anzahl der Stunden mit Überschreitung der Informationsschwelle von 180 µg/m³ (1-Stundenmittelwert), die Anzahl der Tage mit Überschreitung des Zielwertes von 120 μg/m³ (höchster 8-Stundenmittelwert eines Tages) sowie die Ozon-Jahresmittelwerte jeweils für das Jahr 2025 und im Vergleich zum Jahr 2024 dargestellt.

Im Vergleich zum Vorjahr 2024, in dem es insgesamt nur 4 Überschreitungen der Informationsschwelle von 180 µg/m³ gab, wurden im Jahr 2025 insgesamt 33 Überschreitungen an sieben Messstationen festgestellt. Beim Zielwert zum Schutz der Gesundheit von 120 µg/m³ (höchster 8-Stundenmittelwert eines Tages an mehr als 25 Tagen) zeigt sich verglichen mit dem Vorjahr 2024 an allen Messstationen ein Anstieg (im Mittel gab es an 16 Tagen mehr eine Überschreitung dieses Zielwertes). Auch der Jahresmittelwert der gemessenen Ozonkonzentrationen lag im Mittel um 1 % bzw. 1 µg/m³ leicht höher als im Vorjahr.

Anzahl der Stunden mit Überschreitung des Ozon 1-Stundenmittelwertes von 180 µg/m³ (Informationsschwelle) im Jahr 2025 und Vergleich mit der Anzahl 2024 als absolute Veränderung als Säulendiagramm visualisiert. Im Jahr 2025 wurden 33 Überschreitungen an insgesamt 7 Messstellen in Baden-Württemberg festgestellt. Die absoluten Veränderungen im Vergleich zu 2025 liegen zwischen plus 1 Überschreitung (Heidelberg) und plus 8 Überschreitungen (Karlsruhe-Nordwest). An den übrigen Messstationen gab es im Jahr 2025 weder Überschreitungen der Informationsschwelle von 180 µg/m³ noch Veränderungen im Vergleich zum Jahr 2024.


Anzahl der Tage mit Überschreitung des Ozon 8-Stundenmittelwertes von 120 µg/m³ im Jahr 2025 und Vergleich mit der Anzahl 2024 als absolute Veränderung als Säulendiagramm visualisiert. Im Jahr 2025 wurden im städtischen Hintergrund an 21 bis 32 Tagen der 8-Stundenmittelwertes von 120 µg/m³ überschritten, an den beiden ländlichen Messstellen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd an je 34 und 40 Tagen. Die absoluten Veränderungen im Vergleich zu 2024 liegen im ländlichen und städtischen Hintergrund zwischen plus 10 Tagen an der Messstelle Wiesloch und plus 25 Tagen an der Messstelle Schwäbische Alb.


Jahresmittelwerte der Ozonkonzentration an den Messstellen in Baden-Württemberg im Jahr 2025 und Vergleich mit den Jahresmittelwerten 2024 als absolute Veränderung als Säulendiagramm visualisiert. Spannweite der dargestellten Jahresmittelkonzentrationen: 33 µg/m³ (Stuttgart Am Neckartor) bis 78 µg/m³ (Schwarzwald Süd). Die absoluten Veränderungen im Vergleich zu 2024 liegen zwischen 0 µg/m³ an mehreren Messstellen und plus 4 µg/m³ an der Messstelle Heidelberg.
 

 

Heute nahezu kein Schwefeldioxid mehr in der Luft von Baden-Württemberg nachweisbar

Die Belastung durch Schwefeldioxid in Baden-Württemberg liegt verglichen mit den gültigen Grenzwerten auf einem sehr niedrigen Niveau. Der kritische Wert zum Schutz der Ökosysteme von 20 µg/m³ für Schwefeldioxid im Jahresmittel wurde mit Konzentrationen bis maximal 2 µg/m³ auch im Jahr 2025 wieder deutlich unterschritten. Auch die zum Schutz der menschlichen Gesundheit geltenden Kurzzeitgrenzwerte in Form der maximal zulässigen Überschreitungshäufigkeiten, dem 1-Stundenmittelwert von 350 µg/m³ bei 24 Überschreitungen und dem Tagesmittelwert von 125 µg/m³ bei 3 Überschreitungen im Kalenderjahr, werden an den 4 Messstationen in Baden-Württemberg seit vielen Jahren sicher eingehalten. Der maximale 1-Stunden- bzw. Tagesmittelwert für Schwefeldioxid trat jeweils mit 52 µg/m³ bzw. 12 µg/m³ an der städtischen Hintergrundmessstation Mannheim-Nord auf. Die einzelnen Ergebnisse der Schwefeldioxidmessungen im Jahr 2025 sind der Tabelle Jahreswerte 2025 für Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ammoniak, Benzol zu entnehmen.

Die Immissionsbelastung durch Schwefeldioxid in Baden-Württemberg ist seit den 1990er Jahren stark rückläufig und verdeutlicht die Erfolge der Luftreinhaltepolitik bei der Reduktion der Schwefeldioxidemissionen vor allem bei den Kraftwerken und der Industrie. Insbesondere bei den Messstationen im städtischen Hintergrund ist eine deutliche Verbesserung der Luftqualität eingetreten. Auch im ländlichen Hintergrund ist die Immissionsbelastung durch Schwefeldioxid heute nur noch sehr gering. An den verkehrsnahen Messstationen werden in der Regel keine Messungen von Schwefeldioxid durchgeführt.

Jahresmittelwerte der Schwefeldioxidkonzentrationen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für die Messstationen im städtischen Hintergrund sind die Spannweiten angegeben. Für die beiden ländlichen Hintergrundmessstationen Schwäbische Alb und Schwarzwald-Süd sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Für die Stationen im städtischen Hintergrund ist ein über die Jahre abnehmender Trend von Schwefeldioxidkonzentrationen über 30 µg/m³ bis unter 5 µg/m³ zu erkennen, mit der stärksten Abnahme Anfang der 1990er Jahre.
 

Kohlenmonoxid als einstiger Leitparameter für die Luftbelastung heute nur noch wenig bedeutend

Die im Jahr 2025 an den Verkehrsmessstationen gemessenen Kohlenmonoxidkonzentrationen liegen in Baden-Württemberg auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Immissionsgrenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit von 10 mg/m³ (für den höchsten 8-Stundenmittelwert eines Tages) wurde im Jahr 2025 weit unterschritten. Die maximalen 8-Stundenmittelwerte lagen dabei im Bereich von 0,8 mg/m³ (Mannheim Friedrichsring) bis 1,8 mg/m³ (Heilbronn Weinsberger Straße und Karlsruhe Reinhold-Frank-Straße). Die einzelnen Ergebnisse der Kohlenmonoxidmessungen im Jahr 2025 sind der Tabelle Jahreswerte 2025 für Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ammoniak, Benzol zu entnehmen.

Kohlenmonoxid war ein Leitparameter für die Luftbelastung verursacht durch den Straßenverkehr. Heute besitzt Kohlenmonoxid nur noch eine geringe Bedeutung, da die Emissionen mit Einführung des geregelten Katalysators (G-Kat) für Benzinfahrzeuge seit etwa 1995 massiv abgenommen haben. Für die Immissionsbelastung durch Kohlenmonoxid ist somit in den letzten Jahren eine stetige Abnahme zu verzeichnen.

Höchste 8-Stunden-Mittelwerte der Kohlenmonoxidkonzentrationen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2025 als Liniendiagramm visualisiert. Für folgende Messstationen sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt: die städtischen Hintergrundmessstationen Aalen, Kehl und Ulm (nur bis einschließlich 2016), sowie die verkehrsnahen Messstellen Stuttgart Arnulf-Klett-Platz, Freiburg Schwarzwaldstraße, Karlsruhe Reinhold-Frank-Straße und Mannheim Friedrichsring. Für alle Messstationen ist ein abnehmender Trend bis etwa zum Jahr 2015 zu erkennen, vor allem für die verkehrsnahen Messstellen. Seitdem stagnieren die Werte. Der EU-Immissionsgrenzwert von 10 mg/m³ für Kohlenmonoxid (höchster 8-Stundenmittelwert eines Tages) wurde zuletzt im Jahr 1998 überschritten. In den letzten Jahren liegt der höchste 8-Stundenmittelwert eines Tages für Kohlenmonoxid unter 2 mg/m.
 

Belastung durch Benzol auf sehr geringem Niveau

Benzol wird hauptsächlich durch den Straßenverkehr freigesetzt. Aufgrund einer entscheidenden Reduktion der Benzolemissionen durch den Einsatz des geregelten Katalysators bei Benzinfahrzeugen und der Absenkung des Benzolgehaltes im Benzin, konnten die Benzolkonzentrationen gesenkt werden. Die Belastung durch Benzol ist somit vor allem an den Stationen mit direktem Verkehrseinfluss massiv zurückgegangen.

In Baden-Württemberg wird Benzol nur noch an zwei verkehrsnahen Messstellen mit hohem Verkehrsaufkommen erfasst. Der bis 2029 geltende Immissionsgrenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit von 5 µg/m³ (Jahresmittelwert) wurde im Jahr 2025 erneut mit 1,1 µg/m³ (Stuttgart Am Neckartor) und 0,9 µg/m³ (Mannheim Friedrichsring) sicher eingehalten. Auch im Hinblick auf den ab 2030 gültigen Grenzwert mit 3,4 µg/m³ im Jahresmittel ist eine Einhaltung derzeit sicher.

Liniendiagramm visualisiert, Daten liegen ab 2006 vor. Für die verkehrsnahen Messstellen sind die Spannweiten bis einschließlich 2016 angegeben. Für die Spotmessstelle Stuttgart Am Neckartor und die Verkehrsmessstelle Mannheim Friedrichsring sind die Entwicklungen als einzelne Linien dargestellt. Zudem sind der derzeit bis 2029 geltende EU-Immissionsgrenzwert von 5 µg/m³ und der ab 2030 zukünftig geltende EU-Immissionsgrenzwert von 3,4 µg/m³ zur Orientierung dargestellt. Für alle Messstationen ist ein über die Jahre abnehmender Trend zu erkennen, in den letzten Jahren jedoch nur noch gering bis teilweise stagnierend. Der Immissionsgrenzwert von 5 µg/m³ für Benzol (Jahresmittelwert) wurde über den gesamten Zeitraum an keiner Messstation überschritten.
 

 

Auch wenn sich die Luftqualität in Baden-Württemberg deutlich verbessert hat, so besteht im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und um die Gesundheit aller Menschen im Land zu schützen jedoch auch für die nächsten Jahre weiterhin Handlungsbedarf zur Verbesserung der Luftqualität in Baden-Württemberg - insbesondere mit Blick auf die mit Beschluss der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie im Jahr 2024 zukünftig ab 2030 geltenden strengeren Grenzwerte.