Monatsberichte zu den Grundwasserverhältnissen

Content with Jahr 2025 .

Monatsbericht zu den Grundwasserverhältnissen Dezember 2025

Fazit

Die Grundwasserstände und Quellschüttungen in Baden-Württemberg bewegten sich im Dezember 2025 auf mittlerem Niveau (ca. 91% der Messstellen im Normalbereich). Trotz der anhaltenden Trockenheit und der nachlassenden Feuchte im Oberboden war eine signifikante Grundwasserneubildung zu verzeichnen. Die Grundwasserverhältnisse schwankten weitgehend unauffällig innerhalb des Normalbereichs und waren mehrheitlich stabil (ca. 55% der Messstellen). Engpässe in der öffentlichen Wasserversorgung können aufgrund der aktuellen Beobachtungen ausgeschlossen werden.

Vergleich zum Vormonat

Der Monat Dezember 2025 war in Baden-Württemberg relativ trocken mit beispielsweise lediglich 17 mm Niederschlag am Lysimeter Büchig. Der Neubildungsprozess hielt dennoch an, weshalb die Grundwasserverhältnisse im Land überwiegend stabil waren. Die beobachteten Veränderungen waren daher vergleichsweise gering, wie etwa -0,42 m im Karst der Schwäbischen Alb (GW-Nr. 0100/517-0) vs. +1,84 m in der Oberen Gäue (GW-Nr. 7003/412-1). Bei den wetterfühligen Quellschüttungen halten sich Zu- und Abnahmen ebenfalls die Waage, mit z.B. +6 l/s an der Nächstquelle im Odenwald, GW-Nr. 0601/554-9 vs. -23 l/s an der Gallusquelle auf der Schwäbischen Alb, GW-Nr. 0601/517-7. Mit einem Plus von +21/s ist die Schüttung der Blautopfquelle nahezu unverändert (GW-Nummer 0600/665-0).

Vergleich zum Vorjahr

Der regenreiche Sommer und der nasse Herbst haben Rückgänge auf ein niedriges Niveau verhindert und für normale Grundwasserverhältnisse gesorgt. Daran hat sich trotz der Trockenheit seit Beginn des hydrologischen Winterhalbjahrs im November nichts geändert. Die Grundwasserstände sind im Jahresvergleich an den meisten Messstellen (70%) allerdings immer noch niedriger als im niederschlagsreichen Jahr 2024, beispielsweise auf der Ostalb (-4,45 m, GW-Nr. 0102/714-6). Die Quellen schütten auch weniger, wie beispielsweise die Bronnbachquelle in Rottenburg (-200 l/s, GW-Nr. 0001/415-1). Mit einem Minus von rd. 1.079 l/s ist der Abfluss des Blautopfs ebenfalls deutlich geringer als vor einem Jahr (Hinweis: der vieljährige Monatsmittelwert beträgt 1.800 l/s).

Prognose für den Folgemonat

Die Bodenfeuchte in den tieferen Bodenschichten gewährleistet nach wie vor signifikante Versickerungen in das Grundwasser. In Kombination mit den winterlichen Witterungsverhältnissen und dem damit verbundenen geringen Wasserverbrauch der Vegetation liegen weiterhin günstige Voraussetzungen für die Grundwasserneubildung vor. Angesichts der zum Jahresende 2025 vorliegenden Wetterprognosen dürften sich die Grundwasserverhältnisse im Januar weiter auf mittlerem Niveau stabilisieren.