Altlastenstatistik

Zahlen und Fakten

Altlastverdächtige Flächen und Altlasten werden durch die unteren Bodenschutz- und Altlastenbehörden im Boden- und Altlastenkataster (BAK) erfasst. Die Daten werden monatlich an die UIS-Referenzdatenbank übermittelt, die von der LUBW betrieben wird. Damit steht der LUBW die Basis für landesweite statistische Auswertungen zur Verfügung.

Auswertungen der Fallzahlen von 1988 bis in das Jahr 2018 sind in der Broschüre „Altlastenstatistik 2018" veröffentlicht (Bearbeitungsstand 31.12.2018).

Die altlastverdächtigen Flächen und Altlasten werden durch die unteren Bodenschutz- und Altlastenbehörden im Boden- und Altlastenkataster (BAK) erfasst und (für landesweite statistische Auswertungen) monatlich an die UIS-Referenzdatenbank übermittelt, die von der LUBW betrieben wird.

 

Seit dem Beginn der Altlastenbearbeitung im Jahre 1988 bis Ende 2018 haben die Landratsämter und Stadtkreise im Zuge der historischen Erhebungen und der derzeit laufenden Fortschreibung der Erfassung insgesamt rund 104.700 Flächen erfasst. Davon konnten bisher rund 43.200 Fälle ohne Altlastenverdacht ausgeschieden werden.

Grundlage aller statistischen Auswertungen sind bundesweit einheitliche Definitionen verschiedener Kennzahlen auf Grundlage der Festlegungen im Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG).

Im Bodenschutz- und Altlastenkataster des Landes sind zum Stichtag 31.12.2018 insgesamt 17.803 Flächen erfasst. Der größte Anteil davon (15.134 Flächen) ist als altlastverdächtige Fläche eingestuft, 2.669 Flächen stehen als Altlasten fest.

Die Zahl der altlastverdächtigen Flächen summiert sich aus 1.630 ehemaligen Altablagerungen und Industrieabfalldeponien sowie 13.504 kontaminierten Industrie- und Gewerbegrundstücken. Bei diesen Flächen wird das Gefährdungspotenzial näher untersucht.

 

Altlastenstatistik Baden-Württemberg 2018 auf Grundlage der bundesweiten Kennzahlen:

Anzahl Flächen
altlastverdächtige Flächen 15.134
davon:
altlastverdächtige Altablagerungen 1.630
altlastverdächtige Altstandorte 13.504
Gefährdungsabschätzung abgeschlossen 20.739
Altlasten 2.669
Altlasten in der Sanierung 537
Sanierung abgeschlossen 3.859
Überwachungen 470*
*davon 166 nach Sanierung

(Datengrundlage: WIBAS-Referenzdatenbank Stand 12/2018)

 

Altlastverdächtige Flächen

Altlastverdächtige Flächen im Sinne des § 2 Abs. 6 BBodSchG sind Altablagerungen und Altstandorte, bei denen der Verdacht schädlicher Bodenveränderungen oder sonstiger Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit besteht.

 

Altlasten

Altlasten im Sinne des § 2 Abs. 5 BBodSchG sind –
1. stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen) und
2. Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist, durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.

 

Sanierung

Sanierung im Sinne des § 2 Abs. 7 BBodSchG sind Maßnahmen –
1. zur Beseitigung oder Verminderung der Schadstoffe (Dekontaminationsmaßnahmen)
2. die eine Ausbreitung der Schadstoffe langfristig verhindern oder vermindern, ohne die Schadstoffe zu beseitigen (Sicherungsmaßnahmen)
3. zur Beseitigung oder Verminderung schädlicher Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit des Bodens.

Neben Sanierungsmaßnahmen können Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen greifen. Nach § 2 Abs. (8) BBodSchG sind dies sonstige Maßnahmen, die Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den einzelnen oder die Allgemeinheit verhindern oder vermindern, insbesondere Nutzungsbeschränkungen.

 

Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat die auf diesen Internetseiten dargestellten Informationen zum Stand der Altlastenbearbeitung in Baden-Württemberg in Form der Broschüre „Altlastenstatistik 2018“ herausgegeben. Die Broschüre wird jährlich fortgeschrieben.