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Ministerbesuch beim Institut für Seenforschung

Am 30. Juli 2019 besuchte Herr Minister Untersteller MdL im Rahmen seiner Sommertour das Institut für Seenforschung (ISF) der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), um sich über die klimawandelbedingten Veränderungen im Bodensee zu informieren.

Veränderungen messen

Aufgrund der langjährigen Routinemessungen im Bodensee können Veränderungen sehr gut nachvollzogen werden. Vor allem an der Erhöhung der Wassertemperatur – nicht nur an der Oberfläche, sondern eben auch in der Tiefe – lässt sich dies schon erkennen. Vergleicht man die Jahresmittelwerte an der Oberfläche im Zeitraum 1990 bis 2018, so liegen diese aktuell um 1,2 °C höher als in den 30 Jahren zuvor.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ISF eine routinemäßige Probenahme demonstriert, die mindestens monatlich, bzw. zweiwöchentlich an verschiedenen Messstellen im Bodensee stattfindet.

Zuerst wurde eine Multiparametersonde (a) bis auf den Seegrund hinuntergelassen, die Vertikalprofile von Wassertemperatur, Sauerstoff, Leitfähigkeit und Chlorophyll-a Gehalt aufzeichnet. Die einzelnen Verläufe der Parameter konnten live auf einem Monitor verfolgt werden. Die Wassertemperatur lag beispielsweise bei 22,8 °C in 0,5 m Tiefe.

Anschließend wurde eine Planktonprobe (b) mit einem Schließnetz entnommen. In der so gewonnen Probe konnte man Wasserflöhe und Hüpferlinge mit bloßem Auge erkennen.

Zum Schluss kam ein Rosettenwasserschöpfer (c) zum Einsatz, dessen einzelne Schöpfer in verschiedenen Tiefen per Knopfdruck geschlossen werden können. Die Wasserproben (d) werden für Analysen verschiedener chemischer Parameter wie Phosphor, Stickstoff, Metalle und mehr verwendet.

Zu den Bilder
Reihenfolge v. l. n. r. (a) Multiparametersonde / (b) Abfüllen der Planktonprobe / (c) Rosettenwasserschöpfer / (d) Abfüllen der Wasserproben (Bilder: LUBW)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr zum Thema in der LUBW-Pressemitteilung:

Bildnachweis: TypoArt BS/shutterstock.com