Sonniges und warmes Wetter begleitete die Informationsveranstaltung der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) am vergangenen Mittwoch in Malterdingen. Direkt an einer Mähwiese am Ortsrand informierten sich Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer über die Offenland-Biotopkartierung und tauschten sich vor Ort mit Fachleuten aus. Neben der LUBW standen auch Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamtes für Fragen rund um die Nutzung und den Umgang mit gesetzlich geschützten Biotopen zur Verfügung.
Warum Biotope kartiert werden
Julia Raddatz, Leiterin des Referates Flächenschutz der LUBW, erläuterte die Ziele der Kartierung: Die Offenland-Biotopkartierung erfasst die ökologisch wertvollsten Lebensräume im Land – darunter artenreiche Mähwiesen, Trockenrasen, Moore und weitere geschützte Biotope im Offenland. Die Kartierung dokumentiert diese Flächen systematisch und liefert wichtige Grundlagen für den Natur- und Artenschutz.
Die Referatsleiterin wies darauf hin, dass Biotope nicht erst durch eine Kartierung geschützt werden. Sie sind per Gesetz geschützt. Ihr Schutz gilt unabhängig davon, ob eine Fläche bereits kartiert wurde. Die rechtlichen Grundlagen hierfür finden sich im Bundesnaturschutzgesetz sowie im Naturschutzgesetz Baden-Württemberg.
Eine Kartierung hält fest, wo sich solche Flächen befinden und welche Eigenschaften sie besitzen. Die Daten unterstützen Städte und Regionen bei ihrer Planung vor Ort. Sie dienen außerdem als Grundlage für Förderprogramme in der Landwirtschaft. Landwirtinnen und Landwirte können beispielsweise finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie ihre Flächen besonders schonend bewirtschaften.
Von der Theorie ins Gelände
Nach den Erläuterungen ging es für die Teilnehmenden in zwei Gruppen auf die Mähwiese. Dort zeigten die Kartierenden, wie ihre Arbeit im Gelände abläuft, welche Merkmale sie erfassen und wie bestimmte Pflanzenarten Hinweise auf ökologisch wertvolle Flächen geben. Sie erklärten außerdem, welche Rückschlüsse einzelne Pflanzenarten auf den Zustand einer Fläche zulassen und wie Fachleute verschiedene Lebensräume voneinander unterscheiden.
Die nächste Informationsveranstaltung findet im Kreis Ravensburg statt:
Die Treffpunkte sind in Kartenform auf der folgenden Webseite der LUBW veröffentlicht: https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/en/natur-und-landschaft/offenlandbiotopkartierung-aktuelles.
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Pressemitteilung vom 11. Mai 2026: Wertvolle Natur im Blick – Offenlandbiotopkartierung in den Kreisen Emmendingen und Ravensburg
Julia Raddatz (4. v. r.), Leiterin des Referates Flächenschutz der LUBW, erläutert die Abläufe rund um die Offenland-Biotopkartierung. Quelle: LUBW/Tatjana Erkert
Foto zeigt: Teilnehmende erkunden unter fachkundlicher Anleitung die Mähwiese. Quelle: LUBW/Tatjana Erkert
Foto zeigt: Zu den auffälligen Pflanzenarten in der gemeinsam begutachteten Wiese zählten unter anderem die Wiesen-Margerite und die rosa blühende Kuckucks-Lichtnelke.Quelle: LUBW/Tatjana Erkert