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Radon in Bestandsgebäuden

Beitragsfreie Online-Fachtagung: Radon in Bestandsgebäuden am 22. Juni 2022

Löwe 14.04.2022

Das Radon-Forum Baden-Württemberg der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ist ein Netzwerk rund um das Thema „radonsicheres Bauen und Sanieren“. Die diesjährige Fachtagung „Radon in Bestandsgebäuden“ bietet Expertinnen und Experten aus der Bauwirtschaft praxisrelevante Vorträge sowie die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion.

Termin und Anmeldung

Die Fachtagung findet am Mittwoch, den 22. Juni 2022 von 10:15 bis 16:00 Uhr online statt.

Interessierte können sich bis zum 17.06.2022 auf der LUBW-Webseite des Radon-Forums zur Veranstaltung anmelden.
Interessierte Fachredakteure melden sich bitte an über die E-Mail-Adresse: pressestelle@lubw.bwl.de

Zielgruppe der Fachtagung sind:

  • Bau- und Handwerksunternehmen
  • Architektur- und Planungsbüros
  • Öffentliche und private Immobilienverwaltungen
  • Fachbehörden
  • Radonfachleute

Programm

10:15 – 10:25    Begrüßung und Vorstellung des Radon-Forums
Dipl.-Phys. Philipp Geppert und Dr. Johannes Hänle, Radon-Beratungsstelle

10:25 – 11:00    Gute Gesprächsführung bei der Radonberatung
Dr. Katharina Sebastian, Psychologin im Umweltministerium

11:00 – 12:00    Bewertung der Radonsituation in Bestandsgebäuden
Dr. Thomas Haumann, Baubiologe IBN, VDB zert. Radon-Fachperson

12:00 – 13:00   Mittagspause

13:00 – 14:00    Lösungsmöglichkeiten zur Radonsanierung von Bestandsgebäuden anhand von Praxisbeispielen
Dipl.-Ing. Hans-Georg Henjes, freiberuflicher Dozent für „Weiterbildung zur Radonfachperson“, Baubildung Sachsen e. V. ÜAZ Dresden

14:00 – 15:00    Radonschutz und Denkmalschutz
Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Bausachverständiger und Fachperson Radon,
Bau-Beratungs-Büro Bernau

15:00 – 15:10   Pause

15:10 – 16:00   Erfahrungsaustausch mit den Referierenden in separaten Foren zu den Vortragsthemen

 

Hintergrundinformation

Radon in Baden-Württemberg

Durch die im Jahr 2021 vom Umweltministerium Baden-Württemberg festgelegten Radonvorsorgegebiete gelten in den entsprechenden Gemeinden gesetzliche Regelungen bei der Errichtung von Neubauten und für Arbeitsplätze. Doch Radon kommt überall vor, auch außerhalb von Vorsorgegebieten. Für die praktische Umsetzung spielen sowohl die Bauwirtschaft als auch Radon-Expertinnen und -Experten eine zentrale Rolle.

Radon und Gesundheitsschutz

Radon ist ein nicht wahrnehmbares radioaktives Gas. Es entsteht durch den natürlichen Zerfall von Uran im Boden. Es kann über undichte Stellen in Gebäude eindringen und sich in Innenräumen anreichern. Es gilt als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Der Gesetzgeber hat Regelungen zum Schutz vor Radon geschaffen und einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) für die Radonmenge in Innenräumen festgelegt. Nur Messungen sorgen für Gewissheit über die Radonsituation in einem Gebäude. Daher wird grundsätzlich empfohlen, Radon zu messen. Als Bewertungsmaßstab der Messergebnisse dient der gesetzliche Referenzwert.

Seit dem Jahr 2020 weisen die Bundesländer Radonvorsorgegebiete aus. Dies sind Gebiete, in denen mit höherer Wahrscheinlichkeit als im Bundesdurchschnitt der Referenzwert für Radon in Innenräumen überschritten wird. Dort gelten besondere gesetzliche Pflichten bei der Errichtung von Gebäuden sowie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Bei Neubauten muss der Schutz vor Radon umgesetzt werden. Aber auch bei einer energetischen Sanierung sollte das Thema Radon im Blick behalten werden, da bauliche Maßnahmen an Bestandsgebäuden die Radonmenge in einem Gebäude erhöhen können. Damit betrifft das Thema Radonschutz ganz besonders alle im Bau- und Immobilienbereich Tätigen: Bau- und Handwerksunternehmen, Architektur- und Planungsbüros, öffentliche und private Immobilienverwaltungen, Fachbehörden sowie Radonexpertinnen und Radonexperten. Es gilt, diese Fachleute weiter über das Thema Radon aufzuklären. Dies ist das Ziel des Radon-Forums.

Weitere Informationen zum Thema Radon erhalten Sie bei der Radon-Beratungsstelle der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg unter www.radon-lubw.de.

Rückfragen
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

Bildnachweis: wellphoto/Shutterstock, LUBW