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Ergebnisse
Die Ergebnisse der Geländearbeiten werden elektronisch erfasst und liegen dann in einer zentralen Datenbank vor, auf die sowohl die LUBW als auch die jeweiligen Landratsämter zugreifen können. Mit Hilfe des Umweltinformationssystems können umfangreiche Auswertungen auf Verwaltungsebene durchgeführt werden. Jeder Bürgerin und jedem Bürger werden sowohl Sach- als auch Geodaten über den Daten- und Kartendienst der LUBW kostenlos zur Verfügung gestellt. Die genaue Lage der Biotope und Mähwiesen kann über diesen Dienst abgerufen und im Shape-Format heruntergeladen werden. Die Sachdaten, wie Beschreibungen oder Artenlisten, werden auf verschiedene Weise im pdf-Format ausgegeben (z. B. Erhebungsbögen, Biototypenstatistiken, Biotoplisten).
Die Mähwiesendaten aus den Managementplänen und der Biotopkartierung werden ebenfalls in einer zentralen Datenbank zusammengeführt. Ein Mähwiesenshape, aber auch die Biotope, werden einmal pro Jahr an das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) geliefert. Das LGL überträgt die Daten dann in die landwirtschaftlichen geographischen Informationssysteme GISELa und FIONA.
Biotopkartierung 2010–2024
Die Arbeiten der vierten Offenland-Biotopkartierung sind bisher für 35 Landkreise und 9 Stadtkreise abgeschlossen.
Im Laufe der Zeit können Biotope ihre Ausprägung verändern. Bei einer erneuten Kartierung kann es daher sein, dass vormals geschützte Biotope ihren Schutzstatus verlieren oder aber auch neu hinzukommen – diese sind in den entsprechenden Spalten vermerkt.
Ein großer Teil der ab 2010 neu erfassten Biotope wurde nicht tatsächlich neu kartiert, sondern resultiert aus einer geänderten Zuständigkeit. Einige der bisher von der Waldbiotopkartierung erhobenen Offenlandbiotope werden nun von der Offenland-Biotopkartierung erfasst bzw. übernommen. Insbesondere umfasst dies Magerrasen, Wacholderheiden und Nasswiesen.
Seit dem Start der vierten Biotopkartierung 2010 werden nicht nur die gesetzlich geschützten Biotope, sondern auch die beiden FFH-Lebensraumtypen Magere Flachland-Mähwiesen und Berg-Mähwiesen kartiert. Der Großteil der Daten für die FFH-Mähwiesen liegt aus den bis 2020 größtenteils abgeschlossenen Managementplänen (MaPs) vor, die im Rahmen der FFH-Richtlinie erstellt wurden.
Sowohl die Biotopdaten, im Auftrag der LUBW und der unteren Naturschutzbehörden (UNB) erhoben, als auch die Mähwiesendaten, die von verschiedenen Verwaltungsstellen (LUBW, Regierungspräsidien, untere Naturschutzbehörde, Flurneuordnungsbehörde) kartiert werden, werden in einer zentralen Datenbank zusammengeführt. Einmal pro Jahr werden die gesamten Daten an das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) geliefert. Das LGL überträgt die Daten in die landwirtschaftlichen geographischen Informationssysteme GISELa und FIONA.
Auch wenn die Mageren Flachland-Mähwiesen und Bergmähwiesen seit 1. März 2022 zu den gesetzlich geschützten Biotopen gehören, werden diese weiterhin flächenscharf erfasst. Daher werden die Auswertungen zu den FFH-Mähwiesen und den restlichen Biotopen getrennt voneinander behandelt. Im Folgenden beziehen sich die Auswertungen daher entweder auf Biotope oder auf FFH-Mähwiesen.
Die Ergebnisse der Geländearbeiten werden digital erfasst und liegen dann in einer zentralen Datenbank vor, auf die sowohl die LUBW als auch die jeweiligen Landratsämter zugreifen können. Mit Hilfe des Umweltinformationssystems der LUBW (UIS) können umfangreiche Auswertungen auf Verwaltungsebene durchgeführt werden. Mittels UIS werden Daten von zahlreichen Behörden zu Umweltthemen wie Wasser, Boden, Luft, Abfall oder Natur- und Landschaftsschutz erfasst und verwaltet.
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Im Laufe der Zeit können Biotope ihre Ausprägung verändern. Bei einer erneuten Kartierung kann es daher sein, dass vormals geschützte Biotope ihren Schutzstatus verlieren oder aber auch neu hinzukommen.
Die Tabelle zeigt Stadt- und Landkreise mit der jeweiligen Biotopanzahl und -fläche, sowie den Anteil der Biotopfläche am Offenland in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen. In die Auswertung konnten Kartierungen der aktuellen Kulisse 2025 eingehen. Die Anzahl der Biotope über Landkreisgrenzen können in bestimmten Fällen in der Tabelle doppelt gezählt werden.
Offenlandbiotope mit | Anteil | ||
Stadt-/Landkreis | Anzahl | Fläche [ha] | |
Alb-Donau-Kreis | 5.807 | 2.509 | 2,9% |
Baden-Baden | 662 | 504 | 14,1% |
Biberach | 1.784 | 2.969 | 3,3% |
Böblingen | 7.831 | 3.291 | 10,8% |
Bodenseekreis | 5.477 | 2.532 | 6,3% |
Breisgau-Hochschwarzwald | 12.089 | 6.830 | 10,9% |
Calw | 6.485 | 2.842 | 12,3% |
Emmendingen | 3.771 | 1.476 | 4,7% |
Enzkreis | 10.795 | 5.343 | 19,2% |
Esslingen | 4.395 | 3.144 | 9,7% |
Freiburg im Breisgau | 688 | 359 | 7,8% |
Freudenstadt | 7.083 | 2.643 | 10,0% |
Göppingen | 6.776 | 2.953 | 8,6% |
Heidelberg | 513 | 221 | 6,2% |
Heidenheim | 1.683 | 1.141 | 3,8% |
Heilbronn | 10.861 | 3.763 | 5,5% |
Heilbronn, Stadt | 361 | 170 | 2,9% |
Hohenlohekreis | 8.144 | 3.212 | 6,6% |
Karlsruhe | 11.331 | 5.099 | 9,1% |
Karlsruhe, Stadt | 640 | 429 | 7,8% |
Konstanz | 6.802 | 5.107 | 11,3% |
Lörrach | 9.504 | 5.720 | 18,2% |
Ludwigsburg | 3.617 | 1.734 | 4,0% |
Main-Tauber-Kreis | 9.611 | 4.925 | 5,9% |
Mannheim | 335 | 236 | 4,4% |
Neckar-Odenwald-Kreis | 10.432 | 3.340 | 5,9% |
Ortenaukreis | 15.703 | 7.386 | 9,2% |
Ostalbkreis | 8.888 | 3.696 | 4,8% |
Pforzheim | 779 | 417 | 20,2% |
Rastatt | 3.496 | 2.844 | 10,3% |
Ravensburg | 6.205 | 5.095 | 4,9% |
Rems-Murr-Kreis | 9.666 | 3.186 | 8,1% |
Reutlingen | 8.186 | 7.191 | 12,7% |
Rhein-Neckar-Kreis | 7.979 | 3.760 | 7,3% |
Rottweil | 7.177 | 3.465 | 9,3% |
Schwäbisch Hall | 12.912 | 4.110 | 4,7% |
Schwarzwald-Baar-Kreis | 6.711 | 4.580 | 9,7% |
Sigmaringen | 7.564 | 4.250 | 6,5% |
Stuttgart | 668 | 376 | 6,6% |
Tübingen | 9.062 | 4.236 | 15,8% |
Tuttlingen | 6.425 | 5.062 | 16,6% |
Ulm | 382 | 269 | 4,5% |
Waldshut | 13.672 | 8.619 | 17,9% |
Zollernalbkreis | 10.841 | 8.146 | 18,7% |
(Bodensee) | 146 | 14.311 | 27,0% |
Gesamt | 283.939 | 163.491 | 8,8% |
Die folgenden Diagramme geben die in der Tabelle die Biotopanzahl in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen wieder. Die Stadt- und Landkreise sind alphabetisch geordnet.
Übersicht zur Biotopfläche in Stadt- und Landkreisen
Im folgenden Diagramm ist eine Übersicht zur Biotopfläche in Stadt- und Landkreisen dargestellt. Dabei ist in die Auswertung sowohl der Zuwachs der aktuellen Biotopfläche gekennzeichnet, wie auch die seit 2010 nicht mehr vorhandene Biotopfläche markiert. Die Stadt- und Landkreise sind alphabetisch geordnet.
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Die hier aufgeführten Biotoptypen enthalten auch die vorkommenden Biotop-Untertypen. Beispielsweise können unter den Biotoptyp Feldhecke die Untertypen Hasel-Feldhecke, Schlehen-Feldhecke oder Holunder-Feldhecke fallen. Eine Auflistung der gesetzlich geschützten Biotoptypen des Offenlandes findet sich hier: Kartieranleitung
Die 10 flächengrößten Biotope
Im nachfolgenden Diagramm werden die 10 flächengrößten Biotoptypen pro Hektar der aktuellen Kartierkulisse aus dem Jahr 2024 dargestellt, mit der Anzahl Biotope, in denen mind. der Biotoptyp oder ein Untertyp vorkommt.

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Jeder Biotop wird hinsichtlich seiner naturschutzfachlichen Wertigkeit eingestuft. Dem Normalfall entspricht die Bewertungskategorie 4 „Gebiet von lokaler Bedeutung“.
Die wenigen sehr hochwertigen Biotope liegen meist am Bodenseeufer oder in Moorbereichen. Auch gehören Wacholderheiden und Magerrasen in Naturschutzgebieten oft zu den hoch bewerteten Biotopen.
In der folgenden Abbildung wird die Biotopanzahl und die Biotopfläche je Bewertungskatgorie der aktuellen Kartierkulisse aus dem Jahr 2024 dargestellt. Nicht enthalten sind die Mähwiesen sowie in einzelnen Fällen andere Biotope, da dort eine Bewertung noch aussteht. Dazu werden die Mähwiesen in einem eigenen Bewertungssystems geschlüsselt. Betrachtet werden in der folgenden Abbildung also nur die Biotope, die bewertet wurden.

Bewertungssystem der Biotope |
|---|
| 2 Gebiet ohne besondere ökologische Funktion |
| 3 Gebiet mit ökologischer Ausgleichsfunktion |
| 4 Gebiet von lokaler Bedeutung |
| 5 Gebiet von lokaler Bedeutung und guter Ausprägung |
| 6 Gebiet von regionaler Bedeutung |
| 7 Gebiet von landesweiter Bedeutung |
| 8 Gebiet von gesamtstaatlicher Bedeutung |
| 9 Gebiet von internationaler Bedeutung |
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Bei der Kartierung der gesetzlich geschützten Biotope werden auch negative Veränderungen oder Einwirkungen beobachtet und festgehalten. Diese Beeinträchtigungen werden jeweils für die einzelnen Biotoptypen erfasst, nicht für das Gesamtbiotop: Die Kartiermethodik der Offenland-Biotopkartierung gibt vor, dass Biotoptypenkomplexe kartiert werden, jedes aufgenommene Biotop kann somit mehrere Biotoptypen umfassen. Wenn ein Biotop mehrere Biotoptypen wie z. B. Nasswiese, Kleinseggen-Ried und Sickerquelle enthält, wird in den Kartierdaten für jeden einzelnen Biotoptyp die spezifische Beeinträchtigung festgehalten. Die einzelnen Beeinträchtigungen können zu Beeinträchtigungsgruppen zusammengefasst werden. Unter der Beeinträchtigungsgruppe „Verschiedenes“ werden Faktoren, die keiner eindeutigen Kategorie zugeordnet werden können, zusammengefasst. u.a. Eutrophierung, Mähgut- und Gehölzschnittablagerung oder Tritt und Befahren. Als weiteres Beispiel werden unter „Landwirtschaft/Gärtnerische Nutzung“ u. a. Nutzungsauflassung, Nutzungsintensivierung, Düngung, Umbruch und Ähnliches aufgeführt. Eine Auflistung der für die Offenlandbiotopkartierung relevanten und kategorisierten Beeinträchtigungen findet sich in der Kartieranleitung.
Die 10 Beeinträchtigungen mit der größten Biotoptypenfläche pro Hektar
Im folgenden Diagramm sind die 10 Beeinträchtigungen mit der größten Biotoptypenfläche pro Hektar nach der aktuellen Kartierkulisse 2024 dargestellt mit der Anzahl der Biotoptypen in denen die Beeinträchtigung genannt. Die Beeinträchtigung von Wassersport und Badebetrieb steht aufgrund der Mitbetrachtung des Bodensees an erster Stelle. Danach folgen Beeinträchtigungen durch landwirtschaftliche Düngung, Europhierung und Beweidung.

Beeinträchtigungsgrad
Neben der Feststellung der Beeinträchtigungen wird auch der Grad der Beeinträchtigung festgehalten. Hierbei ordnet die Kartierenden jeder Beeinträchtigung die Auswirkung auf den jeweiligen Biotoptyp (schwach, mittel oder stark) zu. 48 % aller erfassten Biotoptypen weisen schwache bis starke Beeinträchtigungen auf.

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Zur Erhaltung und Sicherung der Schönheit, Eigenart und Vielfalt der Natur wurden Schutzgebiete verschiedener Kategorien ausgewiesen.
Bei den nächsten Auswertungen wurde betrachtet wie die Verteilung der Biotope auf die unterschiedlichen Schutzgebietskategorien nach der aktuellen Kartierkulisse 2024 ausfällt.
Schutzgebietskategorie | Fläche Schutzgebiet gesamt | Fläche Überlagerung mit Offenlandbiotop* | Anteil Biotopfläche, die im Schutzgebiet liegt [%] | Anteil Schutzgebietsfläche, auf der ein Biotop vorkommt [%] |
Naturpark | 1.273.868,7 | 58.727,4 | 35,9 | 4,6 |
Landschaftsschutzgebiet | 799.369,0 | 46.758,6 | 28,6 | 5,8 |
FFH-Gebiet (eu festgelegt) | 431.271,0 | 71.354,2 | 43,6 | 16,5 |
Biosphärengebiet | 148.386,5 | 12.271,7 | 7,5 | 8,3 |
Naturschutzgebiet | 89.350,2 | 23.304,6 | 14,3 | 26,1 |
Nationalpark | 10.051,1 | 106,1 | 0,1 | 1,1 |
Naturdenkmal, flächenhaft | 6.467,7 | 2.127,8 | 1,3 | 32,9 |
Die ersten Daten zu den nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) geschützten FFH-Mähwiesen stammen aus einer Grünlandkartierung, die 2003 bis 2006 in den FFH-Gebieten durchgeführt wurde und aus Kartierungen im Rahmen der Erstellung von Managementplänen (MaP) innerhalb der FFH-Gebiete. Die Erstaufnahme für alle Managementpläne der FFH-Gebiete ist in ganz Baden-Württemberg abgeschlossen und liefert umfangreiche Daten zu den Mähwiesen. Seit 2010 werden im Rahmen der Offenland-Biotopkartierung auch alle FFH-Mähwiesen außerhalb von FFH-Gebieten erfasst.
Die folgende Tabelle listet die Gesamtfläche der FFH-Mähwiesen sowie die Fläche innerhalb und außerhalb von FFH-Gebieten in den einzelnen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs auf und gibt den prozentualen Anteil an der Gesamtfläche des Kreises an.
FFH-Mähwiesenfläche | Anteil der FFH-Mähwiesenfläche [%] | |||
Stadt-/Landkreis | Gesamt- | innerhalb von FFH-Gebieten | außerhalb von FFH-Gebieten | an der |
Alb-Donau-Kreis | 361 | 126 | 234 | 0,3 |
Baden-Baden | 153 | 118 | 35 | 1,1 |
Biberach | 47 | 46 | 1 | 0,0 |
Böblingen | 2.151 | 591 | 1.560 | 3,5 |
Bodenseekreis | 619 | 134 | 484 | 0,9 |
Breisgau-Hochschwarzwald | 2.325 | 629 | 1.696 | 1,7 |
Calw | 1.814 | 822 | 992 | 2,3 |
Emmendingen | 389 | 250 | 139 | 0,6 |
Enzkreis | 3.906 | 1.637 | 2.269 | 6,8 |
Esslingen | 1.817 | 392 | 1.425 | 2,8 |
Freiburg im Breisgau | 102 | 45 | 57 | 0,7 |
Freudenstadt | 1.501 | 630 | 871 | 1,7 |
Göppingen | 1.503 | 398 | 1.105 | 2,3 |
Heidelberg | 33 | 2 | 31 | 0,3 |
Heidenheim | 94 | 76 | 18 | 0,2 |
Heilbronn | 1.591 | 88 | 1.503 | 1,4 |
Heilbronn, Stadt | 37 | 8 | 28 | 0,4 |
Hohenlohekreis | 1.715 | 822 | 893 | 2,2 |
Karlsruhe | 2.283 | 1.215 | 1.069 | 2,1 |
Karlsruhe, Stadt | 123 | 53 | 71 | 0,7 |
Konstanz | 1.398 | 754 | 644 | 1,7 |
Lörrach | 2.224 | 509 | 1.715 | 2,8 |
Ludwigsburg | 143 | 139 | 4 | 0,2 |
Main-Tauber-Kreis | 1.680 | 384 | 1.295 | 1,3 |
Mannheim | 29 | 22 | 7 | 0,2 |
Neckar-Odenwald-Kreis | 1.903 | 378 | 1.525 | 1,7 |
Ortenaukreis | 3.294 | 915 | 2.379 | 1,8 |
Ostalbkreis | 1.443 | 446 | 997 | 1,0 |
Pforzheim, Stadt | 233 | 151 | 82 | 2,4 |
Rastatt | 1.431 | 914 | 517 | 1,9 |
Ravensburg | 52 | 37 | 15 | 0,0 |
Rems-Murr-Kreis | 1.862 | 176 | 1.686 | 2,2 |
Reutlingen | 4.055 | 973 | 3.081 | 3,7 |
Rhein-Neckar-Kreis | 1.240 | 366 | 874 | 1,2 |
Rottweil | 2.144 | 656 | 1.487 | 2,8 |
Schwäbisch Hall | 1.872 | 611 | 1.261 | 1,3 |
Schwarzwald-Baar-Kreis | 1.761 | 560 | 1.201 | 1,7 |
Sigmaringen | 1.347 | 528 | 819 | 1,1 |
Stuttgart | 35 | 33 | 2 | 0,2 |
Tübingen | 3.019 | 1.171 | 1.848 | 5,8 |
Tuttlingen | 3.737 | 2.296 | 1.441 | 5,1 |
Ulm | 32 | 13 | 19 | 0,3 |
Waldshut | 4.910 | 1.640 | 3.270 | 4,3 |
Zollernalbkreis | 5.446 | 2.001 | 3.445 | 5,9 |
Gesamtergebnis | 67.854 | 23.758 | 44.096 | 1,9 |
Die Mähwiesen-Kulisse 2025 umfasst etwa 68.000 ha bekannte Vorkommen von FFH-Mähwiesen in Baden-Württemberg. Ein Drittel der Bestände liegt innerhalb der FFH-Gebiete. Kreise mit einem hohen Anteil von FFH-Mähwiesen sind z.B. Zollernalbkreis, Enzkreis oder Tübingen.
Folgende Grafik zeigt die Ergebnisse der Tabelle zur Mähwiesenfläche in den Land- und Stadtkreisen (Stand: 2026).
Erhaltungszustand der FFH-Mähwiesen
Die FFH-Mähwiesen werden hinsichtlich ihres Erhaltungszustandes bewertet. Bewertungsparameter hierbei sind das Arteninventar, die Habitatstruktur und Beeinträchtigungen. Aus diesen drei Parametern wird eine Gesamtbewertung für die Einzelfläche ermittelt.
A: hervorragender Erhaltungszustand
B: guter Erhaltungszustand
C: ungünstiger Erhaltungszustand
Das folgende Diagramm (Stand: 2026) zeigt den Anteil der drei Erhaltungszustände A, B und C an der gesamten Mähwiesenfläche, der Mähwiesenfläche innerhalb der FFH-Gebiete und der Mähwiesenfläche außerhalb der FFH-Gebiete. Hier lassen sich kaum Unterschiede ausmachen. Am häufigsten sind jeweils B-Mähwiesen vertreten, gefolgt von den C-Mähwiesen. Mähwiesen mit einem hervorragenden Erhaltungszustand (A) machen nur einen geringen Anteil aus.

Biotopkartierung 1992–2004
| Anzahl | Fläche (ha) | Anteil an der Landesfläche (%) | |
| §-24a-Biotope Offenland | 151.280 | 69.250 | 1,9 |
| §-24a-Biotope Wald* | 50.168 | ca. 57.000 | 1,6 |
| Summe | 201.448 | ca. 126.250 | 3,5 |
April 2005
*außerdem wurden von der WBK erfasst: Raufußhuhn-Biotope; regional seltene, naturnahe Waldgesellschaften; besondere Vegetations- und Morphologische Strukturen
| Wertstufe | Bewertungskategorie | Anzahl | Fläche (ha) | Anteil an Biotop-gesamtfläche (%) |
| 2 | Gebiet ohne besondere ökologische Funktion | 473 | 78 | 0,1 |
| 3 | Gebiet mit ökologischer Ausgleichsfunktion | 49.960 | 6.484 | 9,5 |
| 4 | Gebiet von lokaler Bedeutung | 83.216 | 26.177 | 37,9 |
| 5 | Gebiet von lokaler Bedeutung und guter Ausprägung | 15.379 | 18.481 | 26,8 |
| 6 | Gebiet von regionaler Bedeutung | 1.799 | 11.141 | 16,2 |
| 7 | Gebiet von landesweiter Bedeutung | 260 | 3.253 | 4,8 |
| 8 | Gebiet von gesamtstaatlicher Bedeutung | 27 | 438 | 0,7 |
| 9 | Gebiet von internationaler Bedeutung | 17 | 2.563 | 0,8 |
April 2005
Klicken Sie hier um sich die Diagramme der „Biotopfläche je Bewertungskategorie" und der „Biotopanzahl je Bewertungskategorie" anzeigen zu lassen.
| Rang | Biotoptyp | Anzahl |
| 1 | Feldhecke (einschließlich Untertypen) | 73.559 |
| 2 | Feldgehölz | 41.917 |
| 3 | Naturnaher Bachabschnitt (einschließlich Untertypen) | 23.945 |
| 4 | Sickerquelle | 16.776 |
| 5 | Steinriegel | 15.077 |
| 6 | Magerrasen basenreicher Standorte | 14.838 |
| 7 | Natürliche offene Felsbildung (einschließlich Felsbänder) | 9.552 |
| 8 | Gewässerbegleitender Auwaldstreifen | 8.681 |
| 9 | Trockenmauer | 8.385 |
| 10 | Tümpel | 6.627 |
April 2005
| Rang | Biotoptyp | Fläche (ha) |
| 1 | Naturnaher Bachabschnitt (einschließlich Untertypen) | 15.875 |
| 2 | Feldgehölz | 12.191 |
| 3 | Feldhecke (einschließlich Untertypen) | 7.883 |
| 4 | Magerrasen basenreicher Standorte | 6.745 |
| 5 | Nasswiese (einschließlich Untertypen) | 6.556 |
| 6 | Gewässerbegleitender Auwaldstreifen | 4.357 |
| 7 | Wacholderheide | 3.064 |
| 8 | Naturnahe Flachwasserzone des Bodensees | 2.776 |
| 9 | Natürliche offene Felsbildung (einschließlich Felsbänder) | 2.720 |
| 10 | Sickerquelle | 2.593 |
April 2005
| Rang | deutscher Name | wissenschaftlicher Name | Nennungen | Biotope(%) |
| 1 | Große Brennnessel | Urtica dioica | 102.098 | 68,14 |
| 2 | Schwarzer Holunder | Sambucus nigra | 77.698 | 51,85 |
| 3 | Gewöhnliche Esche | Fraxinus excelsior | 75.097 | 50,12 |
| 4 | Gewöhnliche Hasel | Corylus avellana | 72.615 | 48,46 |
| 5 | Schlehe | Prunus spinosa | 71.513 | 47,72 |
| 6 | Roter Hartriegel | Cornus sanguinea | 63.507 | 42,38 |
| 7 | Brombeere i.w.S. | Rubus sectio Rubus | 52.868 | 35,28 |
| 8 | Stiel-Eiche | Quercus robur | 51.118 | 34,11 |
| 9 | Berg-Ahorn | Acer pseudoplatanus | 50.182 | 33,49 |
| 10 | Vogel-Kirsche | Prunus avium | 48.553 | 32,40 |
April 2005
Die Große Brennnessel ist eine ausgesprochene Zeigerpflanze für nährstoffreiche Standorte. Ihr häufiges Auftreten in den Biotopen ist ein Indiz für eine weit verbreitete Eutrophierung der Böden auch außerhalb der landwirtschaftlichen Produktionsflächen.
Acht der zehn am häufigsten genannten Arten sind Gehölze. Dies stimmt auch gut mit dem Ergebnissen der Biotoptypen überein. So gehören Feldhecken und Feldgehölze sowohl zu den am häufigsten kartierten Biotoptypen als auch zu denen mit der größten Gesamtfläche.
Zehn Beispiele von ca. 200 Arten, die nur einmal erfasst wurden mit Angabe des Gefährdungsgrads nach der Roten Liste Baden-Württemberg.
| deuscher Name | wissenschaftler Name | Rote Liste Baden-Württemberg | |
| Zwerg-Birke | Betula nana | 1 | vom Aussterben bedroht |
| Alpen-Wachsblume | Cerinthe alpina | 1 | vom Aussterben bedroht |
| Alpen-Flachbärlapp | Diphasiastrum alpinum | 3 | gefährdet |
| Alantblättriges Habichtskraut | Hieracium inuloides | R | extrem selten |
| Isslers Flachbärlapp | Lycopodium issleri | 1 | vom Aussterben bedroht |
| Braunes Mönchskraut | Nonea pulla | 2 | stark gefährdet |
| Elsässer Sommerwurz | Orobanche alsatica | 2 | stark gefährdet |
| Kalk-Kreuzblume | Polygala calcarea | 1 | vom Aussterben bedroht |
| Moorglöckchen | Wahlenbergia hederacea | 1 | vom Aussterben bedroht |
| Südlicher Wimpernfarn | Woodsia ilvensis | 1 | vom Aussterben bedroht |
April 2005



