Ergebnisse

 
Wacholderheide (NSG Tonnenberg, Käsbühl, Karkstein)Die Ergebnisse der Geländearbeiten werden elektronisch erfasst und liegen dann in einer zentralen Datenbank vor, auf die sowohl die LUBW als auch die jeweiligen Landratsämter zugreifen können. Mit Hilfe des Umweltinformationssystems können umfangreiche Auswertungen auf Verwaltungsebene durchgeführt werden.

Jeder Bürgerin und jedem Bürger werden sowohl Sach- als auch Geodaten über den Daten- und Kartendienst der LUBW kostenlos zur Verfügung gestellt. Die genaue Lage der Biotope und Mähwiesen kann über diesen Dienst abgerufen und im Shape-Format heruntergeladen werden. Die Sachdaten, wie Beschreibungen oder Artenlisten, werden auf verschiedene Weise im pdf-Format ausgegeben (z. B. Erhebungsbögen, Biototypenstatistiken, Biotoplisten).

Die Mähwiesendaten aus den Managementplänen und der Biotopkartierung werden ebenfalls in einer zentralen Datenbank zusammengeführt. Ein Mähwiesenshape, aber auch die Biotope, werden einmal pro Jahr an das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) geliefert. Das LGL überträgt die Daten dann in die landwirtschaftlichen geographischen Informationssysteme GISELa und FIONA.

Biotopkartierung 2010–2024

Die Arbeiten der vierten Offenland-Biotopkartierung sind bisher für 35 Landkreise und 9 Stadtkreise abgeschlossen.


Übersichtkarte der kartierten Kreise der Offenlandbiotopkartierung Stand 2024

Im Laufe der Zeit können Biotope ihre Ausprägung verändern. Bei einer erneuten Kartierung kann es daher sein, dass vormals geschützte Biotope ihren Schutzstatus verlieren oder aber auch neu hinzukommen – diese sind in den entsprechenden Spalten vermerkt.  

Ein großer Teil der ab 2010 neu erfassten Biotope wurde nicht tatsächlich neu kartiert, sondern resultiert aus einer geänderten Zuständigkeit. Einige der bisher von der Waldbiotopkartierung erhobenen Offenlandbiotope werden nun von der Offenland-Biotopkartierung erfasst bzw. übernommen. Insbesondere umfasst dies Magerrasen, Wacholderheiden und Nasswiesen.

Seit dem Start der vierten Biotopkartierung 2010 werden nicht nur die gesetzlich geschützten Biotope, sondern auch die beiden FFH-Lebensraumtypen Magere Flachland-Mähwiesen und Berg-Mähwiesen kartiert. Der Großteil der Daten für die FFH-Mähwiesen liegt aus den bis 2020 größtenteils abgeschlossenen Managementplänen (MaPs) vor, die im Rahmen der FFH-Richtlinie erstellt wurden.

Sowohl die Biotopdaten, im Auftrag der LUBW und der unteren Naturschutzbehörden (UNB) erhoben, als auch die Mähwiesendaten, die von verschiedenen Verwaltungsstellen (LUBW, Regierungspräsidien, untere Naturschutzbehörde, Flurneuordnungsbehörde) kartiert werden, werden in einer zentralen Datenbank zusammengeführt. Einmal pro Jahr werden die gesamten Daten an das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) geliefert. Das LGL überträgt die Daten in die landwirtschaftlichen geographischen Informationssysteme GISELa und FIONA.

Auch wenn die Mageren Flachland-Mähwiesen und Bergmähwiesen seit 1. März 2022 zu den gesetzlich geschützten Biotopen gehören, werden diese weiterhin flächenscharf erfasst. Daher werden die Auswertungen zu den FFH-Mähwiesen und den restlichen Biotopen getrennt voneinander behandelt. Im Folgenden beziehen sich die Auswertungen daher entweder auf Biotope oder auf FFH-Mähwiesen.

Die Ergebnisse der Geländearbeiten werden digital erfasst und liegen dann in einer zentralen Datenbank vor, auf die sowohl die LUBW als auch die jeweiligen Landratsämter zugreifen können. Mit Hilfe des Umweltinformationssystems der LUBW (UIS) können umfangreiche Auswertungen auf Verwaltungsebene durchgeführt werden. Mittels UIS werden Daten von zahlreichen Behörden zu Umweltthemen wie Wasser, Boden, Luft, Abfall oder Natur- und Landschaftsschutz erfasst und verwaltet.

Seite aktualisiert am 08.05.26 anhand der zum Zeitpunkt aktuellsten zur Verfügung stehenden Daten. 

Im Laufe der Zeit können Biotope ihre Ausprägung verändern. Bei einer erneuten Kartierung kann es daher sein, dass vormals geschützte Biotope ihren Schutzstatus verlieren oder aber auch neu hinzukommen.

Die Tabelle zeigt Stadt- und Landkreise mit der jeweiligen Biotopanzahl und -fläche, sowie den Anteil der Biotopfläche am Offenland in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen. In die Auswertung konnten Kartierungen der aktuellen Kulisse 2025 eingehen. Die Anzahl der Biotope über Landkreisgrenzen können in bestimmten Fällen in der Tabelle doppelt gezählt werden.

Offenlandbiotope mit
Mähwiesen

Anteil
Offenland-
biotope am
Offenland

Stadt-/Landkreis

Anzahl

Fläche [ha]

Alb-Donau-Kreis

5.807

2.509

2,9%

Baden-Baden

662

504

14,1%

Biberach

1.784

2.969

3,3%

Böblingen

7.831

3.291

10,8%

Bodenseekreis

5.477

2.532

6,3%

Breisgau-Hochschwarzwald

12.089

6.830

10,9%

Calw

6.485

2.842

12,3%

Emmendingen

3.771

1.476

4,7%

Enzkreis

10.795

5.343

19,2%

Esslingen

4.395

3.144

9,7%

Freiburg im Breisgau

688

359

7,8%

Freudenstadt

7.083

2.643

10,0%

Göppingen

6.776

2.953

8,6%

Heidelberg

513

221

6,2%

Heidenheim

1.683

1.141

3,8%

Heilbronn

10.861

3.763

5,5%

Heilbronn, Stadt

361

170

2,9%

Hohenlohekreis

8.144

3.212

6,6%

Karlsruhe

11.331

5.099

9,1%

Karlsruhe, Stadt

640

429

7,8%

Konstanz

6.802

5.107

11,3%

Lörrach

9.504

5.720

18,2%

Ludwigsburg

3.617

1.734

4,0%

Main-Tauber-Kreis

9.611

4.925

5,9%

Mannheim

335

236

4,4%

Neckar-Odenwald-Kreis

10.432

3.340

5,9%

Ortenaukreis

15.703

7.386

9,2%

Ostalbkreis

8.888

3.696

4,8%

Pforzheim

779

417

20,2%

Rastatt

3.496

2.844

10,3%

Ravensburg

6.205

5.095

4,9%

Rems-Murr-Kreis

9.666

3.186

8,1%

Reutlingen

8.186

7.191

12,7%

Rhein-Neckar-Kreis

7.979

3.760

7,3%

Rottweil

7.177

3.465

9,3%

Schwäbisch Hall

12.912

4.110

4,7%

Schwarzwald-Baar-Kreis

6.711

4.580

9,7%

Sigmaringen

7.564

4.250

6,5%

Stuttgart

668

376

6,6%

Tübingen

9.062

4.236

15,8%

Tuttlingen

6.425

5.062

16,6%

Ulm

382

269

4,5%

Waldshut

13.672

8.619

17,9%

Zollernalbkreis

10.841

8.146

18,7%

(Bodensee)

146

14.311

27,0%

Gesamt

283.939

163.491

8,8%

Die folgenden Diagramme geben die in der Tabelle die Biotopanzahl in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen wieder. Die Stadt- und Landkreise sind alphabetisch geordnet.

Balkendiagram zur Übersicht der Biotopanzahl pro Kreis in Baden-Württemberg
 

Übersicht zur Biotopfläche in Stadt- und Landkreisen

Im folgenden Diagramm ist eine Übersicht zur Biotopfläche in Stadt- und Landkreisen dargestellt. Dabei ist in die Auswertung sowohl der Zuwachs der aktuellen Biotopfläche gekennzeichnet, wie auch die seit 2010 nicht mehr vorhandene Biotopfläche markiert. Die Stadt- und Landkreise sind alphabetisch geordnet.

 Balkendiagramm zur Übersicht zur Biotopfläche mit Lage und Veränderung
 

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Die hier aufgeführten Biotoptypen enthalten auch die vorkommenden Biotop-Untertypen. Beispielsweise können unter den Biotoptyp Feldhecke die Untertypen Hasel-Feldhecke, Schlehen-Feldhecke oder Holunder-Feldhecke fallen. Eine Auflistung der gesetzlich geschützten Biotoptypen des Offenlandes findet sich hier: Kartieranleitung

Die 10 flächengrößten Biotope

Im nachfolgenden Diagramm werden die 10 flächengrößten Biotoptypen pro Hektar der aktuellen Kartierkulisse aus dem Jahr 2024 dargestellt, mit der Anzahl Biotope, in denen mind. der Biotoptyp oder ein Untertyp vorkommt.

Kreis Diagramm mit den zehn flächengrößten Biotoptypen/ ha

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Jeder Biotop wird hinsichtlich seiner naturschutzfachlichen Wertigkeit eingestuft. Dem Normalfall entspricht die Bewertungskategorie 4 „Gebiet von lokaler Bedeutung“.

Die wenigen sehr hochwertigen Biotope liegen meist am Bodenseeufer oder in Moorbereichen. Auch gehören Wacholderheiden und Magerrasen in Naturschutzgebieten oft zu den hoch bewerteten Biotopen.

In der folgenden Abbildung wird die Biotopanzahl und die Biotopfläche je Bewertungskatgorie der aktuellen Kartierkulisse aus dem Jahr 2024 dargestellt. Nicht enthalten sind die Mähwiesen sowie in einzelnen Fällen andere Biotope, da dort eine Bewertung noch aussteht. Dazu werden die Mähwiesen in einem eigenen Bewertungssystems geschlüsselt. Betrachtet werden in der folgenden Abbildung also nur die Biotope, die bewertet wurden.

Balkendiagramm zur Biotopanzahl und Biotopfläche je Bewertungskategorie

 

Bewertungssystem der Biotope

2  Gebiet ohne besondere ökologische Funktion
3  Gebiet mit ökologischer Ausgleichsfunktion
4  Gebiet von lokaler Bedeutung
5  Gebiet von lokaler Bedeutung und guter Ausprägung
6  Gebiet von regionaler Bedeutung
7  Gebiet von landesweiter Bedeutung
8  Gebiet von gesamtstaatlicher Bedeutung
9  Gebiet von internationaler Bedeutung

 

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Bei der Kartierung der gesetzlich geschützten Biotope werden auch negative Veränderungen oder Einwirkungen beobachtet und festgehalten. Diese Beeinträchtigungen werden jeweils für die einzelnen Biotoptypen erfasst, nicht für das Gesamtbiotop: Die Kartiermethodik der Offenland-Biotopkartierung gibt vor, dass Biotoptypenkomplexe kartiert werden, jedes aufgenommene Biotop kann somit mehrere Biotoptypen umfassen. Wenn ein Biotop mehrere Biotoptypen wie z. B. Nasswiese, Kleinseggen-Ried und Sickerquelle enthält, wird in den Kartierdaten für jeden einzelnen Biotoptyp die spezifische Beeinträchtigung festgehalten. Die einzelnen Beeinträchtigungen können zu Beeinträchtigungsgruppen zusammengefasst werden. Unter der Beeinträchtigungsgruppe „Verschiedenes“ werden Faktoren, die keiner eindeutigen Kategorie zugeordnet werden können, zusammengefasst. u.a. Eutrophierung, Mähgut- und Gehölzschnittablagerung oder Tritt und Befahren. Als weiteres Beispiel werden unter „Landwirtschaft/Gärtnerische Nutzung“ u. a. Nutzungsauflassung, Nutzungsintensivierung, Düngung, Umbruch und Ähnliches aufgeführt. Eine Auflistung der für die Offenlandbiotopkartierung relevanten und kategorisierten Beeinträchtigungen findet sich in der Kartieranleitung.                                                   

Die 10 Beeinträchtigungen mit der größten Biotoptypenfläche pro Hektar

 

Im folgenden Diagramm sind die 10 Beeinträchtigungen mit der größten Biotoptypenfläche pro Hektar nach der aktuellen Kartierkulisse 2024 dargestellt mit der Anzahl der Biotoptypen in denen die Beeinträchtigung genannt. Die Beeinträchtigung von Wassersport und Badebetrieb steht aufgrund der Mitbetrachtung des Bodensees an erster Stelle. Danach folgen Beeinträchtigungen durch landwirtschaftliche Düngung, Europhierung und Beweidung.

Kreisdiagramm zu den 10 Beeinträchtigungen mit der größten Biotoptypenfläche /ha
 

Beeinträchtigungsgrad

Neben der Feststellung der Beeinträchtigungen wird auch der Grad der Beeinträchtigung festgehalten. Hierbei ordnet die Kartierenden jeder Beeinträchtigung die Auswirkung auf den jeweiligen Biotoptyp (schwach, mittel oder stark) zu. 48 % aller erfassten Biotoptypen weisen schwache bis starke Beeinträchtigungen auf.

Kreisdiagramm zum Beeinträchtigungsgrad

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Zur Erhaltung und Sicherung der Schönheit, Eigenart und Vielfalt der Natur wurden Schutzgebiete verschiedener Kategorien ausgewiesen.

Bei den nächsten Auswertungen wurde betrachtet wie die Verteilung der Biotope auf die unterschiedlichen Schutzgebietskategorien nach der aktuellen Kartierkulisse 2024 ausfällt.

Schutzgebiete

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Schutzgebietskategorie

Fläche Schutzgebiet gesamt

Fläche Überlagerung mit Offenlandbiotop*

Anteil Biotopfläche, die im Schutzgebiet liegt [%]

Anteil Schutzgebietsfläche, auf der ein Biotop vorkommt [%]

Naturpark

1.273.868,7

58.727,4

35,9

4,6

Landschaftsschutzgebiet

799.369,0

46.758,6

28,6

5,8

FFH-Gebiet (eu festgelegt)

431.271,0

71.354,2

43,6

16,5

Biosphärengebiet

148.386,5

12.271,7

7,5

8,3

Naturschutzgebiet

89.350,2

23.304,6

14,3

26,1

Nationalpark

10.051,1

106,1

0,1

1,1

Naturdenkmal, flächenhaft

6.467,7

2.127,8

1,3

32,9

Die ersten Daten zu den nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) geschützten FFH-Mähwiesen stammen aus einer Grünlandkartierung, die 2003 bis 2006 in den FFH-Gebieten durchgeführt wurde und aus Kartierungen im Rahmen der Erstellung von Managementplänen (MaP) innerhalb der FFH-Gebiete. Die Erstaufnahme für alle Managementpläne der FFH-Gebiete ist in ganz Baden-Württemberg abgeschlossen und liefert umfangreiche Daten zu den Mähwiesen. Seit 2010 werden im Rahmen der Offenland-Biotopkartierung auch alle FFH-Mähwiesen außerhalb von FFH-Gebieten erfasst.

Die folgende Tabelle listet die Gesamtfläche der FFH-Mähwiesen sowie die Fläche innerhalb und außerhalb von FFH-Gebieten in den einzelnen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs auf und gibt den prozentualen Anteil an der Gesamtfläche des Kreises an.

FFH-Mähwiesenfläche
[ha]

Anteil der FFH-Mähwiesenfläche [%]

Stadt-/Landkreis

Gesamt-
fläche

innerhalb von FFH-Gebieten

außerhalb von FFH-Gebieten

an der
Kreisfläche

Alb-Donau-Kreis

361

126

234

0,3

Baden-Baden

153

118

35

1,1

Biberach

47

46

1

0,0

Böblingen

2.151

591

1.560

3,5

Bodenseekreis

619

134

484

0,9

Breisgau-Hochschwarzwald

2.325

629

1.696

1,7

Calw

1.814

822

992

2,3

Emmendingen

389

250

139

0,6

Enzkreis

3.906

1.637

2.269

6,8

Esslingen

1.817

392

1.425

2,8

Freiburg im Breisgau

102

45

57

0,7

Freudenstadt

1.501

630

871

1,7

Göppingen

1.503

398

1.105

2,3

Heidelberg

33

2

31

0,3

Heidenheim

94

76

18

0,2

Heilbronn

1.591

88

1.503

1,4

Heilbronn, Stadt

37

8

28

0,4

Hohenlohekreis

1.715

822

893

2,2

Karlsruhe

2.283

1.215

1.069

2,1

Karlsruhe, Stadt

123

53

71

0,7

Konstanz

1.398

754

644

1,7

Lörrach

2.224

509

1.715

2,8

Ludwigsburg

143

139

4

0,2

Main-Tauber-Kreis

1.680

384

1.295

1,3

Mannheim

29

22

7

0,2

Neckar-Odenwald-Kreis

1.903

378

1.525

1,7

Ortenaukreis

3.294

915

2.379

1,8

Ostalbkreis

1.443

446

997

1,0

Pforzheim, Stadt

233

151

82

2,4

Rastatt

1.431

914

517

1,9

Ravensburg

52

37

15

0,0

Rems-Murr-Kreis

1.862

176

1.686

2,2

Reutlingen

4.055

973

3.081

3,7

Rhein-Neckar-Kreis

1.240

366

874

1,2

Rottweil

2.144

656

1.487

2,8

Schwäbisch Hall

1.872

611

1.261

1,3

Schwarzwald-Baar-Kreis

1.761

560

1.201

1,7

Sigmaringen

1.347

528

819

1,1

Stuttgart

35

33

2

0,2

Tübingen

3.019

1.171

1.848

5,8

Tuttlingen

3.737

2.296

1.441

5,1

Ulm

32

13

19

0,3

Waldshut

4.910

1.640

3.270

4,3

Zollernalbkreis

5.446

2.001

3.445

5,9

Gesamtergebnis

67.854

23.758

44.096

1,9

 

Die Mähwiesen-Kulisse 2025 umfasst etwa 68.000 ha bekannte Vorkommen von FFH-Mähwiesen in Baden-Württemberg. Ein Drittel der Bestände liegt innerhalb der FFH-Gebiete. Kreise mit einem hohen Anteil von FFH-Mähwiesen sind z.B. Zollernalbkreis, Enzkreis oder Tübingen.

Folgende Grafik zeigt die Ergebnisse der Tabelle zur Mähwiesenfläche in den Land- und Stadtkreisen (Stand: 2026).

Balkendiagramm zur Übersicht zur Mähwiesenfläche
 

Erhaltungszustand der FFH-Mähwiesen

Die FFH-Mähwiesen werden hinsichtlich ihres Erhaltungszustandes bewertet. Bewertungsparameter hierbei sind das Arteninventar, die Habitatstruktur und Beeinträchtigungen. Aus diesen drei Parametern wird eine Gesamtbewertung für die Einzelfläche ermittelt.

A: hervorragender Erhaltungszustand

B: guter Erhaltungszustand

C: ungünstiger Erhaltungszustand

Das folgende Diagramm (Stand: 2026) zeigt den Anteil der drei Erhaltungszustände A, B und C an der gesamten Mähwiesenfläche, der Mähwiesenfläche innerhalb der FFH-Gebiete und der Mähwiesenfläche außerhalb der FFH-Gebiete. Hier lassen sich kaum Unterschiede ausmachen. Am häufigsten sind jeweils B-Mähwiesen vertreten, gefolgt von den C-Mähwiesen. Mähwiesen mit einem hervorragenden Erhaltungszustand (A) machen nur einen geringen Anteil aus.

 

 Balkendiagramm zur Verteilung der Mähwiesen Erhaltungszustände
 

Biotopkartierung 1992–2004

 
  Anzahl Fläche (ha) Anteil an der Landesfläche (%)
§-24a-Biotope Offenland 151.280 69.250 1,9
§-24a-Biotope Wald* 50.168 ca. 57.000 1,6
Summe 201.448 ca. 126.250 3,5

April 2005

*außerdem wurden von der WBK erfasst: Raufußhuhn-Biotope; regional seltene, naturnahe Waldgesellschaften; besondere Vegetations- und Morphologische Strukturen

 

Wertstufe Bewertungskategorie Anzahl Fläche (ha) Anteil an Biotop-gesamtfläche (%)
2 Gebiet ohne besondere ökologische Funktion 473 78 0,1
3 Gebiet mit ökologischer Ausgleichsfunktion 49.960 6.484 9,5
4 Gebiet von lokaler Bedeutung 83.216 26.177 37,9
5 Gebiet von lokaler Bedeutung und guter Ausprägung 15.379 18.481 26,8
6 Gebiet von regionaler Bedeutung 1.799 11.141 16,2
7 Gebiet von landesweiter Bedeutung 260 3.253 4,8
8 Gebiet von gesamtstaatlicher Bedeutung 27 438 0,7
9 Gebiet von internationaler Bedeutung 17 2.563 0,8

April 2005

Klicken Sie hier um sich die Diagramme der „Biotopfläche je Bewertungskategorie" und der „Biotopanzahl je Bewertungskategorie"  anzeigen zu lassen.

Rang Biotoptyp Anzahl
1 Feldhecke (einschließlich Untertypen) 73.559
2 Feldgehölz 41.917
3 Naturnaher Bachabschnitt (einschließlich Untertypen) 23.945
4 Sickerquelle 16.776
5 Steinriegel 15.077
6 Magerrasen basenreicher Standorte 14.838
7 Natürliche offene Felsbildung (einschließlich Felsbänder) 9.552
8 Gewässerbegleitender Auwaldstreifen 8.681
9 Trockenmauer 8.385
10 Tümpel 6.627

April 2005

Rang Biotoptyp Fläche (ha)
1 Naturnaher Bachabschnitt (einschließlich Untertypen) 15.875
2 Feldgehölz 12.191
3 Feldhecke (einschließlich Untertypen) 7.883
4 Magerrasen basenreicher Standorte 6.745
5 Nasswiese (einschließlich Untertypen) 6.556
6 Gewässerbegleitender Auwaldstreifen 4.357
7 Wacholderheide 3.064
8 Naturnahe Flachwasserzone des Bodensees 2.776
9 Natürliche offene Felsbildung (einschließlich Felsbänder) 2.720
10 Sickerquelle 2.593

April 2005

Rang deutscher Name wissenschaftlicher Name Nennungen Biotope(%)
1 Große Brennnessel Urtica dioica 102.098 68,14
2 Schwarzer Holunder Sambucus nigra 77.698 51,85
3 Gewöhnliche Esche Fraxinus excelsior 75.097 50,12
4 Gewöhnliche Hasel Corylus avellana 72.615 48,46
5 Schlehe Prunus spinosa 71.513 47,72
6 Roter Hartriegel Cornus sanguinea 63.507 42,38
7 Brombeere i.w.S. Rubus sectio Rubus 52.868 35,28
8 Stiel-Eiche Quercus robur 51.118 34,11
9 Berg-Ahorn Acer pseudoplatanus 50.182 33,49
10 Vogel-Kirsche Prunus avium 48.553 32,40

April 2005


Die Große Brennnessel ist eine ausgesprochene Zeigerpflanze für nährstoffreiche Standorte. Ihr häufiges Auftreten in den Biotopen ist ein Indiz für eine weit verbreitete Eutrophierung der Böden auch außerhalb der landwirtschaftlichen Produktionsflächen. 

Acht der zehn am häufigsten genannten Arten sind Gehölze. Dies stimmt auch gut mit dem Ergebnissen der Biotoptypen überein. So gehören Feldhecken und Feldgehölze sowohl zu den am häufigsten kartierten Biotoptypen als auch zu denen mit der größten Gesamtfläche. 

 

Zehn Beispiele von ca. 200 Arten, die nur einmal erfasst wurden mit Angabe des Gefährdungsgrads nach der Roten Liste Baden-Württemberg.

deuscher Name wissenschaftler Name Rote Liste Baden-Württemberg
Zwerg-Birke Betula nana 1 vom Aussterben bedroht
Alpen-Wachsblume Cerinthe alpina 1 vom Aussterben bedroht
Alpen-Flachbärlapp Diphasiastrum alpinum 3 gefährdet
Alantblättriges Habichtskraut Hieracium inuloides R extrem selten
Isslers Flachbärlapp Lycopodium issleri 1 vom Aussterben bedroht
Braunes Mönchskraut Nonea pulla 2 stark gefährdet
Elsässer Sommerwurz Orobanche alsatica 2 stark gefährdet
Kalk-Kreuzblume Polygala calcarea 1 vom Aussterben bedroht
Moorglöckchen Wahlenbergia hederacea 1 vom Aussterben bedroht
Südlicher Wimpernfarn Woodsia ilvensis 1 vom Aussterben bedroht

 April 2005