EU-Verordnung über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten

Mit Neobiota wird die Gruppe von Tier- und Pflanzenarten umschrieben, die nach der Entdeckung Amerikas (1492) beabsichtigt oder unbeabsichtigt erst durch den Einfluss des Menschen wie Handel und Verkehr zu uns gekommen sind, somit als gebietsfremd eingestuft werden.

Lassen diese Arten unerwünschte Auswirkungen auf die Umwelt (andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope) oder die Gesundheit des Menschen erkennen, werden sie zudem als „invasiv“ bezeichnet.

Invasive Arten tragen durch verschiedene Mechanismen zur Gefährdung der Biologischen Vielfalt bei. Sie können in direkte Konkurrenz um Lebensraum und Ressourcen mit einheimischen Arten treten, diese verdrängen oder agieren als Fressfeinde. Darüber hinaus fungieren manche invasive Arten auch als Überträger von Krankheiten.

Im Mittelpunkt der EU-Verordnung (EU) Nr.1143/2014 vom 22. Oktober 2014 (Abl. EU L 189/4) steht eine Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung (sogenannte Unionsliste). Ein abgestuftes System von Prävention, Früherkennung, sofortiger Beseitigung und Kontrolle für Arten in einer frühen Phase der Invasion (Arten nach Art. 16) sowie Management bereits weit verbreiteter invasiver Arten (Arten gem. Art. 19) ist in der Verordnung im Umgang mit diesen Arten vorgesehen. Auch die Beteiligung und Information der Öffentlichkeit sind wesentliche Bestandteile der Verordnung.

 

Derzeit findet keine Öffentlichkeitsbeteiligung statt.

Die Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Entwürfen der Managementmaßnahmenblättern der sogenannten "zweiten Unionsliste" (Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2017/1263) sowie zu den Arten der ersten Unionsliste (Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2016/1141) sind abgeschlossen.

Vorliegende Ergebnisse sind unter dem Menüpunkt „Management“ zusammengestellt

 

 

Nach Art. 8 Abs. 7 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 sind im Internet unverzüglich zu veröffentlichen. Die Bekanntgabe folgender Angaben ist zwingend: Artname, Anzahl oder Volumen der Exemplare, Zweck der Genehmigung, Code der Kombinierten Nomenklatur (KN-Code).

 

Nachfolgend die durch die Naturschutzverwaltung des Landes erteilten Genehmigungen:

Art Menge Zweck KN-Code Datum
Lithobates catesbeianus (Amerikanischer Ochsenfrosch)  4 Tiere  Forschung  ex 0106 90 00  04.01.2017
Eichhornia crassipes (Wasserhyazinthe)  150 dm²  Forschung  ex 0602 90 50  09.03.2018