Was leisten unsere Böden?

Böden bilden die oberste Schicht der Erdkruste und sind damit die Schnittstelle zwischen Atmosphäre, Lithosphäre (Gestein) und Hydrosphäre. Böden sind Lebensgrundlage für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen. Zusammen mit Wasser, Sonnenlicht und Luft bildet der Boden die Grundlage allen Lebens.

Boden ist Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen und bietet die Voraussetzungen für Ackerbau, Viehzucht und die Produktion pflanzlicher Rohstoffe. Als Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen aufgrund der Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungseigenschaften hat Boden eine grundlegende Bedeutung für die Qualität unserer Grund- und Oberflächengewässer.

Böden bilden die Vorgänge ihrer Entstehungsgeschichte und der auf sie einwirkenden menschlichen Einflüsse ab. Außerdem können in ihnen Zeugnisse menschlicher Kultur erhalten bleiben. Sie sind damit ein Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Schließlich werden Böden zur Produktion von Nahrungsmitteln, als Rohstofflager oder –abbaustätten und als Fläche für Siedlung, Verkehr, Erholung, Ver- und Entsorgung benötigt. Sie erfüllen somit auch wesentliche Nutzungsfunktionen für den Menschen.

 

Böden als Lebensraum

Böden sind Lebensraum für eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Lebewesen. Dazu zählen Bakterien und Pilze aber auch Fadenwürmer, Regenwürmer, Asseln, Milben, Spinnen, Springschwänze, Hundert- und Tausendfüßer. Zahlreiche Wirbeltiere wie Mäuse und Maulwürfe halten sich zumindest zeitweilig im Boden auf. In ihrer Gesamtheit sorgen die Bodentiere für Umsetzung und Abbau von organischem Material und in eingeschränktem Umfang auch organischen Schadstoffen, die in die Böden gelangen. Die Bodenlebewesen bestimmen somit ganz wesentlich die Stoffkreisläufe und die Bodenfruchtbarkeit. 

 

Weiterführende Informationen:

Böden als Lebensraum für Bodenorganismen
bodenbiologische Standortklassifikation (Literaturstudie)