Forschungsprojekte im Deponiebereich

Das Umweltministerium Baden Württemberg fördert im Rahmen des „Kommunalen Investitionsfonds" (KIF) innovative Projekte in der Abfall- und Deponietechnik.

Die LUBW unterstützt und begleitet die Projekte, die für die Kreislauf- und Abfallwirtschaft von Interesse sind.

Die Ergebnisse dieser Forschungsprojekte sind hier der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Sanierung von Sickerwasserleitungen, 2010

Kurzbeschreibung

Einsatz eines gesteuerten Pressbohrverfahrens (Deponie Tuningen - Sanierung des Südgrabenableiters)

 

Projektzeitraum
2009/ 2010

 

Kurzinfo Deponiedaten:

Art der Deponie: DK II
Betriebsbeginn: 1975
Fläche: 19 ha
Gesamtvolumen: 2,6 Mio. m³                                     
Phase: Stilllegungsphase seit 1998

 

Forschungsgegenstand/Zielsetzung:

Eine an mehreren Stellen eingestürzte Sickerwasserleitung wurde mit einem gesteuerten Pressbohrverfahren saniert. Herkömmlicherweise müssten an allen Einsturzstellen Baugruben bis zu 40 m Tiefe im Müllkörper abgeteuft werden.

Diese Verfahrentechnik wurde bei der Sanierung einer Deponiesickerwasserleitung so noch nicht angewandt und stellte für den Auftraggeber ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei der Ausführung dar.

Grundsätzlich kann das Pressbohrverfahren bei der Sanierung von geradlinigen Deponieentwässerungsleitungen eingesetzt werden. Dies kann als Ergänzung bereits etablierter Verfahren den Einsatz von Kanalroboter zur Durchführung von Fräsarbeiten oder auch in separater Ausführung erfolgen.

Es gab bei diesem Projekt jedoch eine Havarie, sodass die Variante einer ungesteuerten Sondierungsbohrung mit einem 38 mm dicken Einfachgestänge zusätzlich erprobt wurde.

Beide Verfahren hatten die Aufgabe Einstürze in einer Steinzeugleitung mit Durchmesser 150 mm zu überbohren und der ursprünglichen Trassenführung zu folgen, um im Nachgang ein Zugseil für das Berstlining-Verfahren einziehen zu können. Diese Aufgabe hat nur der Einsatz des 38 mm starken Sondiergestänges erfüllt. Die für das Pilotprojekt vorgesehene teilgesteuerte Bohrung mit einem Durchmesser von 114 mm hat dahingehend versagt, als dass die Kontrollmechanismen den Verlauf der Bohrung zwar exakt wiedergegeben haben, jedoch nicht erkannt wurde, dass die Bohrung die Leitungstrasse verlassen hat, bzw. keine Altrohrleitung zur Führung vorhanden war. Die Randbedingungen, unter denen ein Einsatz des Pressbohrverfahrens erfolgen kann, sind im Abschlussbericht enthalten.

 

Antragsteller:

Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis
Amt für Abfallwirtschaft
Am Hoptbühl 2
78048 Villingen-Schwenningen
Homepage

Ausführung:

ICP
Ingenieurgesellschaft
Prof. Czurda und Partner mbH                                                                  
Büro Urbach
Größenwiesenweg 28;
73660 Urbach
Homepage

Bericht: Abschlussbericht (pdf, 1,9 MB)