Monatsberichte zu den Grundwasserverhältnissen

Inhalte mit Jahr 2026 .

Monatsbericht zu den Grundwasserverhältnissen März 2026

Fazit

Die Grundwasserstände und Quellschüttungen in Baden-Württemberg bewegen sich im März auf mittlerem Niveau. Nach signifikanten Anstiegen in der ersten Monatshälfte war die Entwicklungstendenz anschließend überwiegend rückläufig. Der extrem nasse Monat Februar hat - zeitlich verzögert - Sickerungen bis in den März bewirkt; im statistischen Monatsmittel entsprach die Neubildungsmenge im Bezugsmonat dadurch überdurchschnittlichen Verhältnissen. Die Bodenfeuchte blieb im gesamten Monatsverlauf trotz unterdurchschnittlicher Niederschläge sehr hoch. In den südöstlichen Landesteilen sind nach wie vor einzelne Messstellen mit niedrigen Grundwasserständen zu verzeichnen, insbesondere im Illertal und in Teilen der Schwäbischen Alb. Engpässe in der öffentlichen Wasserversorgung können aufgrund der aktuellen Beobachtungen ausgeschlossen werden.

Vergleich zum Vormonat

Der März 2026 war in Baden-Württemberg relativ trocken mit beispielsweise 27 mm Niederschlag am Lysimeter Büchig. Der zu Monatsbeginn ausgeprägte Neubildungsprozess hat im Laufe des Monats deshalb nachgelassen, lag im Monatsmittel aber deutlich über den langjährigen Normalwerten. Die Grundwasserstände und Quellschüttungen waren im Monatsmittel überwiegend noch ansteigend, aber in der zweiten Monatshälfte haben sich vielerorts bereits signifikante Rückgänge gezeigt. Die beobachteten Veränderungen waren unterschiedlich, wie etwa +4,35 m in der Heilbronner Mulde (GW-Nr. 0104/509-0), +2,64 m Tauberland (GW-Nr. 2008/653-4) oder -0,65 m im Hochschwarzwald bei Todtnau (GW-Nr. 0109/121-1). Die „wetterfühligen“ Quellschüttungen sind angestiegen, mit z.B. +3,12 l/s an der Nächstquelle im Odenwald, GW-Nr. 0601/554-9 und +79 l/s an der Bronnbachquelle in Rottenburg im Schwarzwald, GW-Nr. 0001/415-1. Mit einem Minus von -617 l/s ist die Schüttung der Blautopfquelle auf der Schwäbischen Alb im Gegensatz dazu leicht rückläufig (GW-Nummer 0600/665-0).

Vergleich zum Vorjahr

Das regenreiche Winterhalbjahr hat für normale Grundwasserverhältnisse gesorgt. Diese Situation hat bis zum Ende März fortbestanden. Die Grundwasserstände sind im Jahresvergleich an der Mehrzahl der Messstellen (59%) erstmals höher als im niederschlagsreichen Jahr 2024, beispielsweise auf der Ostalb (+2,49 m, GW-Nr. 0102/714-6). Bei den Quellen überwiegen ebenfalls du Zunahmen, wie beispielsweise am Jägerbrunnen in Freudenstadt (+14,22 l/s, GW-Nr. 0001/265-0). Mit einem Plus von rd. +1.608 l/s ist der Abfluss des Blautopfs höher als vor einem Jahr (Hinweis: der vieljährige Monatsmittelwert beträgt 4.148 l/s).

Prognose für den Folgemonat

Der gut aufgefüllte Bodenwasserspeicher und gelegentliche Niederschläge halten den Neubildungsprozess Anfang April aufrecht. Mit dem Anlauf der Vegetationszeit wird diese günstige Ausgangssituation in den kommenden Wochen voraussichtlich nachlassen. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Grundwasserverhältnisse leicht rückläufig innerhalb des Normalbereichs entwickeln werden.