Monatsberichte zu den Grundwasserverhältnissen

Inhalte mit Monat Februar .

Monatsbericht zu den Grundwasserverhältnissen Februar 2026

Fazit

Die Grundwasserstände und Quellschüttungen in Baden-Württemberg sind im Februar auf ein überdurchschnittliches Niveau angestiegen. Ca. 80% der Messstellen bewegen sich zu Monatsende im oberen Normalbereich und darüber. Die extrem nasse zweite Monatshälfte hat zu einer Wassersättigung der Böden geführt und den Grundwasserneubildungsprozess angeregt. Im statistischen Monatsmittel entsprach die Neubildungsmenge im Februar jedoch lediglich etwa der Hälfte der langjährigen Erfahrungswerte. Messstellen in Gewässernähe und Quellen haben besonders deutlich auf die Niederschläge reagiert. In den südöstlichen Landesteilen lassen die Grundwasseranstiege auf sich warten und vielerorts sind nach wie vor niedrige Grundwasserstände zu verzeichnen, insbesondere im Illertal und in Teilen der Schwäbischen Alb. Engpässe in der öffentlichen Wasserversorgung können aufgrund der aktuellen Beobachtungen ausgeschlossen werden.

Vergleich zum Vormonat

Die zweite Monatshälfte des Februar 2026 war in Baden-Württemberg extrem nass mit beispielsweise 85 mm Niederschlag am Lysimeter Büchig. Der Neubildungsprozess wurde dadurch angeregt, lag im Monatsmittel dennoch unterhalb der langjährigen Normalwerte. Die Grundwasserverhältnisse im Land waren im zurückliegenden Monat überwiegend ansteigend. Die beobachteten Veränderungen waren teilweise sehr deutlich, wie etwa +6,16 m in der Oberen Gäue bei Grafenau (GW-Nr. 7003/412-1) oder +1,65 m in den Ellwanger Bergen bei Bühlertann (GW-Nr. 0004/709-9). Die wetterfühligen Quellschüttungen sind angestiegen, mit z.B. +34 l/s an der Nächstquelle im Odenwald, GW-Nr. 0601/554-9 und +29 l/s am Jägerbrunnen im Schwarzwald, GW-Nr. 0001/265-0. Mit einem Plus von +3.884 l/s ist die Schüttung der Blautopfquelle stark angestiegen (GW-Nummer 0600/665-0).

Vergleich zum Vorjahr

Der regenreiche Sommer und der nasse Herbst haben Rückgänge auf ein niedriges Niveau verhindert und für normale Grundwasserverhältnisse gesorgt. Diese Situation hat sich trotz der jüngsten Anstiege nur unwesentlich geändert. Die Grundwasserstände sind im Jahresvergleich an der Mehrzahl der Messstellen (71%) immer noch niedriger als im niederschlagsreichen Jahr 2024, beispielsweise auf der Ostalb (-5,25 m, GW-Nr. 0102/714-6). Bei den Quellen halten sich Zu- und Abnahmen jedoch in etwa die Waage, wie beispielsweise die Bronnbachquelle in Rottenburg (-79 l/s, GW-Nr. 0001/415-1) vs. dem Jägerbrunnen in Freudenstadt (+20 l/s, GW-Nr. 0001/265-0). Mit einem Plus von rd. +2.350 l/s ist der Abfluss des Blautopfs deutlich höher als vor einem Jahr (Hinweis: der vieljährige Monatsmittelwert beträgt 3.406 l/s).

Prognose für den Folgemonat

Die hohe Bodenfeuchte und gelegentliche Niederschläge halten den Neubildungsprozess aufrecht. Diese Situation dürfte in den kommenden Wochen andauern und für eine Stabilisierung der Grundwasserverhältnisse auf überdurchschnittlichem Niveau sorgen.