Ergebnisse

 
 Die Ergebnisse der Geländearbeiten werden elektronisch erfasst und liegen dann in einer zentralen Datenbank der LUBW sowie auf lokalen Datenbanken der jeweiligen Landratsämter vor. Mit Hilfe des Umweltinformationssystems können umfangreiche Auswertungen auf Verwaltungsebene durchgeführt werden.

Jeder Bürgerin und jedem Bürger werden sowohl Sach- als auch Geodaten über den Daten- und Kartendienst der LUBW kostenlos zur Verfügung gestellt. Die genaue Lage der Biotope und Mähwiesen kann über diesen Dienst abgerufen und im Shape-Format heruntergeladen werden. Die Sachdaten, wie Beschreibungen oder Artenlisten, werden auf verschiedene Weise im pdf-Format ausgegeben (z.B. Erhebungsbögen, Biototypenstatistiken, Biotoplisten).

Die Mähwiesendaten aus den Managementplänen und der Biotopkartierung werden in einem Mähwiesenshape zusammengeführt. Das Mähwiesenshape, aber auch die Biotope, werden einmal pro Jahr an das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) geliefert. Das LGL überträgt die Daten dann in die landwirtschaftlichen geographischen Informationssysteme GISELa und FIONA

Biotopkartierung 2010-2016

 
Die Arbeiten der Offenland-Biotopkartierung sind bisher für 14 Landkreise und vier Stadtkreise abgeschlossen. Die folgenden Auswertungen beziehen sich daher nur auf die Offenlandbiotope dieser Kreise.

Die Vergleiche von alter und neuer Mähwiesenkartierung beziehen sich lediglich auf die FFH-Gebiete, da keine Vergleichswerte außerhalb der FFH-Gebiete vorliegen. Alte Mähwiesendaten stammen aus der Grünlandkartierung, die 2003 bis 2006 in den FFH-Gebieten durchgeführt wurde, oder aus Kartierungen der älteren Managementpläne.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein großer Teil der neu erfassten Biotope, insbesondere Magerrasen, Wacholderheiden und Nasswiesen, sind nicht tatsächlich neu entstanden sondern resultieren aus einer geänderten Kartierzuständigkeit, nach der bisher von der Waldbiotopkartierung erhobene Offenlandbiotope seit 2010 insgesmat von der Offenland-Biotopkartierung kartiert werden.

Stadt-/Landkreis Biotopanzahl Biotopfläche [ha] Anteil der Biotopfläche an Kreisfläche [%]
aktuell davon neu komplett verschwunden aktuell davon neu komplett verschwunden
Alb-Donau-Kreis 5.331 1.111 471 2.151 600 50 1,6
Baden-Baden 515 163 87 355 83 33 2,5
Esslingen 3.622 799 448 1.335 264 69 2,1
Freiburg 525 13 11 258 6 7 1,7
Freudenstadt 4.105 1.098 229 1.018 294 29 1,2
Karlsruhe, Land 7.672 2.032 980 2.795 437 254 2,6
Karlsruhe, Stadt 490 318 97 313 133 29 1,8
Konstanz 4.713 1.007 596 3.685 248 286 4,5
Mannheim 252 146 42 196 66 5 1,4
Ortenaukreis 10.347 3.431 1.679 3.879 1.052 314 2,1
Ostalbkreis 6.510 1.423 883 2.280 634 106 1,5
Rastatt 2.805 1.105 264 1.454 386 64 2,0
Reutlingen 5.420 1.110 95 3.132 473 25 2,6
Schwäbisch Hall 9.296 2.116 1.365 2.242 362 148 1,5
Schwarzwald-Baar-Kreis 4.520 1.429 402 2.821 574 96 2,8
Sigmaringen 6.732 727 890 2.896 329 148 2,4
Tuttlingen 2.449 944 327 1.336 416 145 1,8
Zollernalbkreis 5.906 1.189 1.063 2.744 665 207 3,0
Januar 2018

Die aufgeführten Biotoptypen enthalten auch die vorkommenden Untertypen. Beispielsweise können unter den Biotoptyp Feldhecke die Untertypen Hasel-Feldhecke, Schlehen-Feldhecke oder Holunder-Feldhecke fallen.

aktuell

 

davon neu
Ein großer Teil der neu erfassten Biotope, insbesondere Magerrasen, Wacholderheiden und Nasswiesen, sind nicht tatsächlich neu entstanden sondern resultieren aus einer geänderten Kartierzuständigkeit, nach der bisher von der Waldbiotopkartierung erhobene Offenlandbiotope seit 2010 insgesmat von der Offenland-Biotopkartierung kartiert werden.

 

komplett gelöscht
Erst seit dem Jahr 2012 gibt es einen Kenner für komplett zu löschende Biotope, über den nun eine einfache Auswertung der gelöschten Biotope möglich ist. Daher beziehen sich die folgenden Informationen nur auf die ab 2012 kartierten Kreise.

Oktober 2017

Die aufgeführten Biotoptypen enthalten auch die vorkommenden Untertypen. Beispielsweise können unter den Biotoptyp Feldhecke die Untertypen Hasel-Feldhecke, Schlehen-Feldhecke oder Holunder-Feldhecke fallen. 

aktuell erfasst

 

davon neu
Ein großer Teil der neu erfassten Biotope, insbesondere Magerrasen, Wacholderheiden und Nasswiesen, sind nicht tatsächlich neu entstanden sondern resultieren aus einer geänderten Kartierzuständigkeit, nach der bisher von der Waldbiotopkartierung erhobene Offenlandbiotope seit 2010 insgesmat von der Offenland-Biotopkartierung kartiert werden.

 

komplett gelöscht
Erst seit dem Jahr 2012 gibt es einen Kenner für komplett zu löschende Biotope, über den nun eine einfache Auswertung der gelöschten Biotope möglich ist. Daher beziehen sich die folgenden Informationen nur auf die ab 2012 kartierten Kreise.

Oktober 2017

 

Oktober 2017

Bewertungskategorie
   2  Gebiet ohne besondere ökologische Funktion
   3  Gebiet mit ökologischer Ausgleichsfunktion
   4  Gebiet von lokaler Bedeutung            
   5  Gebiet von lokaler Bedeutung und guter Ausprägung
   6  Gebiet von regionaler Bedeutung
   7  Gebiet von landesweiter Bedeutung
   8  Gebiet von gesamtstaatlicher  Bedeutung
   9  Gebiet von internationaler Bedeutung

Die Beeinträchtigungen werden biotoptypenscharf aufgenommen. Das bedeutet, wenn ein Biotop mehrere Biotoptypen wie z.B. Nasswiese,  Kleinseggen-Ried und Sickerquelle enthält, wird für jeden einzelnen Biotoptyp die Beeinträchtigung festgehalten.                                                         

51 % der Biotoptypen weisen Beeinträchtigungen auf.

Die zehn häufigsten Beeinträchtigungen

 

Die Verteilung der Biotope auf die verschiedenen Beeinträchtigungsgrade

Oktober 2017

Auswertungen zu den FFH-Mähwiesen beziehen sich auf die kompletten Mähwiesen in den jeweiligen Kreisen. Datengrundlage ist das landesweite Mähwiesenshape, welches sowohl die Mähwiesendaten der Managementpläne als auch die Mähwiesendaten der Offenland-Biotopkartierung enthält.

  FFH-Mähwiesenfläche [ha] Anteil der FFH-Mähwiesenfläche 
Stadt-/Landkreis innerhalb von FFH-Gebieten außerhalb von FFH-Gebieten Gesamt-fläche an ATKIS-Grünland [%]

an ATKIS-Grünland    und Streuobst-wiese [%]

an der Kreis-fläche [%] 
Alb-Donau-Kreis 94 211 305 2 2 0,2
Baden-Baden 103 3 106 9 5 1
Esslingen 335 1.441 1.776 25 11 3
Freiburg 33 24 57 4 4 0,4
Freudenstadt 656 895 1.550 13 12 2
Karlsruhe, Land 1.191 1.071 2.262 25 16 2
Karlsruhe, Stadt 46 70 117 12 7 1
Konstanz 651 669 1.320 9 8 2
Mannheim 22 7 30 4 4 0,2
Ortenaukreis 903 2.395 3.298 13 10 2
Ostalbkreis 357 992 1.350 5 4 1
Rastatt 691 270 961 16 8 1
Reutlingen 831 3.134 3.965 18 16 4
Schwäbisch Hall 582 1.269 1.851 7 6 1
Schwarzwald-Baar-Kreis 498 1.175 1.673 7 7 2
Sigmaringen 532 765 1.297 7 6 1
Tuttlingen 2.207 1.498 3.706 22 22 5
Zollernalbkreis 1.995 3.179 5.175 25 22 6
Gesamtsumme 11.728 19.069 30.796 12 10 2

 

Verteilung der FFH-Mähwiesen

 

Mähwiesenveränderungen in den FFH-Gebieten

 

Oktober 2017

Die zehn am häufigsten kartierten FFH-Lebensraumtypen

 

Die zehn FFH-Lebensraumtypen mit der größten Gesamtfläche

Oktober 2017

Biotopkartierung 1992 - 2004

 
  Anzahl Fläche (ha) Anteil an der Landesfläche (%)
§-24a-Biotope Offenland 151.280 69.250 1,9
§-24a-Biotope Wald* 50.168 ca. 57.000 1,6
Summe 201.448 ca. 126.250 3,5

April 2005

*außerdem wurden von der WBK erfasst: Raufußhuhn-Biotope; regional seltene, naturnahe Waldgesellschaften; besondere Vegetations- und Morphologische Strukturen

 

Wertstufe Bewertungskategorie Anzahl Fläche (ha) Anteil an Biotop-gesamtfläche (%)
2 Gebiet ohne besondere ökologische Funktion 473 78 0,1
3 Gebiet mit ökologischer Ausgleichsfunktion 49.960 6.484 9,5
4 Gebiet von lokaler Bedeutung 83.216 26.177 37,9
5 Gebiet von lokaler Bedeutung und guter Ausprägung 15.379 18.481 26,8
6 Gebiet von regionaler Bedeutung 1.799 11.141 16,2
7 Gebiet von landesweiter Bedeutung 260 3.253 4,8
8 Gebiet von gesamtstaatlicher Bedeutung 27 438 0,7
9 Gebiet von internationaler Bedeutung 17 2.563 0,8

April 2005

Klicken Sie hier um sich die Diagramme der „Biotopfläche je Bewertungskategorie" und der „Biotopanzahl je Bewertungskategorie"  anzeigen zu lassen.

Rang Biotoptyp Anzahl
1 Feldhecke (einschließlich Untertypen) 73.559
2 Feldgehölz 41.917
3 Naturnaher Bachabschnitt (einschließlich Untertypen) 23.945
4 Sickerquelle 16.776
5 Steinriegel 15.077
6 Magerrasen basenreicher Standorte 14.838
7 Natürliche offene Felsbildung (einschließlich Felsbänder) 9.552
8 Gewässerbegleitender Auwaldstreifen 8.681
9 Trockenmauer 8.385
10 Tümpel 6.627
April 2005
Rang Biotoptyp Fläche (ha)
1 Naturnaher Bachabschnitt (einschließlich Untertypen) 15.875
2 Feldgehölz 12.191
3 Feldhecke (einschließlich Untertypen) 7.883
4 Magerrasen basenreicher Standorte 6.745
5 Nasswiese (einschließlich Untertypen) 6.556
6 Gewässerbegleitender Auwaldstreifen 4.357
7 Wacholderheide 3.064
8 Naturnahe Flachwasserzone des Bodensees 2.776
9 Natürliche offene Felsbildung (einschließlich Felsbänder) 2.720
10 Sickerquelle 2.593

April 2005

Rang deutscher Name wissenschaftlicher Name Nennungen Biotope(%)
1 Große Brennnessel Urtica dioica 102.098 68,14
2 Schwarzer Holunder Sambucus nigra 77.698 51,85
3 Gewöhnliche Esche Fraxinus excelsior 75.097 50,12
4 Gewöhnliche Hasel Corylus avellana 72.615 48,46
5 Schlehe Prunus spinosa 71.513 47,72
6 Roter Hartriegel Cornus sanguinea 63.507 42,38
7 Brombeere i.w.S. Rubus sectio Rubus 52.868 35,28
8 Stiel-Eiche Quercus robur 51.118 34,11
9 Berg-Ahorn Acer pseudoplatanus 50.182 33,49
10 Vogel-Kirsche Prunus avium 48.553 32,40

April 2005


Die Große Brennnessel ist eine ausgesprochene Zeigerpflanze für nährstoffreiche Standorte. Ihr häufiges Auftreten in den Biotopen ist ein Indiz für eine weit verbreitete Eutrophierung der Böden auch außerhalb der landwirtschaftlichen Produktionsflächen. 

Acht der zehn am häufigsten genannten Arten sind Gehölze. Dies stimmt auch gut mit dem Ergebnissen der Biotoptypen überein. So gehören Feldhecken und Feldgehölze sowohl zu den am häufigsten kartierten Biotoptypen als auch zu denen mit der größten Gesamtfläche. 

 

Zehn Beispiele von ca. 200 Arten, die nur einmal erfasst wurden mit Angabe des Gefährdungsgrads nach der Roten Liste Baden-Württemberg.
deuscher Name wissenschaftler Name Rote Liste Baden-Württemberg
Zwerg-Birke Betula nana 1 vom Aussterben bedroht
Alpen-Wachsblume Cerinthe alpina 1 vom Aussterben bedroht
Alpen-Flachbärlapp Diphasiastrum alpinum 3 gefährdet
Alantblättriges Habichtskraut Hieracium inuloides R extrem selten
Isslers Flachbärlapp Lycopodium issleri 1 vom Aussterben bedroht
Braunes Mönchskraut Nonea pulla 2 stark gefährdet
Elsässer Sommerwurz Orobanche alsatica 2 stark gefährdet
Kalk-Kreuzblume Polygala calcarea 1 vom Aussterben bedroht
Moorglöckchen Wahlenbergia hederacea 1 vom Aussterben bedroht
Südlicher Wimpernfarn Woodsia ilvensis 1 vom Aussterben bedroht

 April 2005