Indikatoren Laufkäfer und Biomasse-Boden

Laufkäfer werden auf insgesamt 80 Flächen mittels Bodenfallen erfasst. Die Fallen bestehen aus zwei ineinander gestellten ebenerdig in den Boden eingegrabenen Plastik-Trinkbechern. Die vorwiegend nachtaktiven Käfer geraten beim Umherlaufen dann zufällig in die Fallen. Für das Insektenmonitoring werden die Fallen zu einem Drittel mit einer ungiftigen Fangflüssigkeit (Renner-Lösung: 40 % Ethanol, 20 % Glyzerin, 10 % Essigsäure und 30 % Wasser) gefüllt. Aufgrund der großen Zahl an Stichprobenflächen, der Trittempfindlichkeit der Nutzpflanzenkulturen und der schweren Bestimmbarkeit sind Lebendfänge, für die die Fallen täglich geleert werden müssten, nicht möglich. Unbeabsichtigte Beifänge kleiner Wirbeltiere werden durch in die Becher eingesetzte Trichter weitgehend ausgeschlossen. Die Expositionszeit der Fallen beträgt sechs Wochen von Ende April bis Anfang Juni. Damit wird der für Untersuchungen von Laufkäfergesellschaften wichtige Frühjahrsaspekt abgedeckt. Pro Ackerstandort werden acht Fallen eingesetzt, je vier auf zwei Linien einen Meter bzw. dreißig Meter vom Feldrand entfernt. Der Abstand der Fallen der parallel zum Ackerrand verlaufenden Linien-Transekte untereinander beträgt zehn Meter.

 

Zusammen mit den Laufkäfern wird der Indikator „Biomasse-Boden“ erfasst. Dazu werden die Proben je Falle in vier Fraktionen sortiert (Laufkäfer, Kurzflügelkäfer, Spinnen, übrige Arthropoden), und nach vierwöchiger Lagerung in Scheerpeltz-Lösung bzw. 80 prozentigem Ethylalkohol (je nach Gruppe) einzeln gewogen.

In einem letzten Schritt werden alle Laufkäfer bis zur Art bestimmt. Alle aussortierten Gruppen werden einzeln je Falle eingelagert.

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